Berühmte Gräber auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Mit ca. 235.000 Gräbern, 36.000 Bäumen, 800 Skulpturen, 15 Teichen und 12 Kapellen gilt der Friedhof in Ohlsdorf als der größte in Europa. Viele Gräber ziehen durch ihre prunkvolle Gestaltung die Aufmerksamkeit auf sich. Wir stellen Ihnen die drei schönsten Gräber vor, damit Sie Inspiration und Gestaltungstipps für die Gräber Ihrer Angehörigen sammeln.

Die drei schönsten (und berühmtesten) Grabstätten

Helmut Schmidt

Das Grab von Helmut Schmidt ist aktuell bepflanzt mit gelben Totenblumen. Die Farbe soll für Licht und Wärme stehen und Hoffnung bringen. Außerdem sagt man, dass die Seele gelbe und orange Farben besonders gut erkennen kann. Die wie ein Kreuz angeordneten Steine verleihen dem Grab zusätzlich eine besondere Symbolik.

Heinz Erhardt

Auch auf dem Grab von Heinz Erhardt wachen gelbe Veilchen. Obwohl die Bedeutung der Farbe auch Neid oder Missgunst symbolisiert, steht das Gelb hier für die Lebensfreude und die Herzlichkeit Heinz Erhardts. Ansonsten ist das Grab schlicht gehalten und außer einem Grabstein gibt es keine Skulpturen oder Ähnliches.

Carl Hagenbeck

Vor dem Grab der beiden Brüder und Begründer des Tierparks Hagenbeck ruht eine große Löwenstatue, die den Lieblingslöwen von Carl Hagenbeck darstellt. „Triest“, so der Name, rettete Hagenbeck einmal das Leben, als der Tierparkgründer in dem Wildkatzengehege stürzte und sich die anderen Raubkatzen auf ihn stürzten – Triest warf sich dazwischen. Heute beschützt er ihn vor ungewollten Gästen.

Denkmal als Lebender: F.C. Gundlach

Noch ist er nicht tot, aber schon jetzt hat sich der Starfotograf ein Denkmal gesetzt: Das eigens für ihn erbaute Mausoleum trägt an der Außenseite eines seiner berühmtesten Bilder und ist so erbaut, dass Gundlach sein Ableben nicht unter, sondern über der Erde verbringt. Über die Hintergründe für diese Entscheidung berichtet er in diesem spannenden Interview.

Ein Stein im Gedenken an einen lieben Menschen
Ein Stein im Gedenken an einen lieben Menschen

Prominente auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Wer in Hamburg etwas auf sich hält, der lässt sich in Ohlsdorf begraben, sagt man. Kein Wunder also, dass auf dem Friedhof über 600 Prominente Hamburger liegen. Sie sind für Angehörige und Fans gleichermaßen eine Anlaufstelle, und nicht wenige Besucher lassen sich von den berühmten Grabstätten inspirieren. Schließlich sind Tipps zur Grabgestaltung immer willkommen, wenn man im Ernstfall vor den schwierigen Entscheidungen steht, die mit dem Tod eines geliebten Menschen einhergehen. Häufig besucht werden etwa die Gräber folgender Prominenter:

  • Hans Albers: Der Filmschauspieler verstarb 1960 und liegt heute in Abschnitt Y23 (245-254)/Y23 (325)
  • Monica Bleibtreu: Die Schauspielerin, die erst 2009 beerdigt wurde, liegt im „Garten der Frauen“, einem Ort mit Gräbern bedeutender Frauen.
  • Erwin Seeler: Die HSV-Fußballlegende starb 1997 im Alter von 87 Jahren. Der Vater von Kultspieler Uwe Seeler ist beigesetzt im Familiengrab.

Blumen, Statuen, Mausoleen – die Hamburger Prominenz macht sich viel aus ihrem Tod. Aber natürlich müssen auch hier, wie auf jedem anderen Friedhof, auf Vorschriften zur Grabgestaltung beachtet werden! Denn nur so wird der Ohlsdorfer Friedhof nicht nur zu einer Touristenattraktion, sondern bleibt ein schöner Ort der Erinnerung.

Foto: istock.com/marako85

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