Wenn der Black Friday näher rückt, schalten viele Stromanbieter in den „Aktionsmodus“: Werbekampagnen werden gebündelt, Neukundenangebote mit Rabatten und Prämien geschnürt, die nur für kurze Zeit gelten. Auswertungen von Vergleichsportalen wie Einfachvergleichen.de zeigen, dass gerade im November besonders viele spezielle Stromdeals starten – oft mit deutlich höheren Boni als im restlichen Jahr.

Strompreise vergleichen strom check am black friday / (c) pixabay.com / sakulich
Gerade Kombinationen aus Sofortbonus, Neukundenbonus und Wunschgeräten können finanzielle Vorteile von mehreren hundert Euro bringen. Wählt man gezielt einen Stromanbieter mit Sofortbonus und der Tarif passt wirklich gut zu Verbrauch und Laufzeit, kommt man in Einzelfällen sogar in Richtung eines Gesamtvorteils von 1.000 €. Entscheidend ist aber immer, dass nicht nur die Prämie glänzt, sondern der Tarif selbst langfristig wettbewerbsfähig bleibt.
Ist Black Friday der beste Zeitpunkt für den Stromwechsel?
Ob der Black Friday objektiv der beste Zeitpunkt des Jahres ist, lässt sich natürlich nicht pauschal garantieren. Klar ist aber: Für viele Haushalte ist er ein sehr guter Moment, um aktiv zu werden.
Zum einen konzentrieren sich die stärksten Neukundenaktionen in einem engen Zeitraum. Statt vereinzelt über das Jahr verstreuter Stromangebote hast Du eine Art „Strom-Aktionswochen“, in denen besonders viele Versorger gleichzeitig um neue Kundinnen und Kunden werben. Das erhöht den Druck auf die Stromanbieter, mit attraktiven Preisen, höheren Boni und interessanten Extras aufzufallen.
Zum anderen greifen viele Stromverträge, die rund um Black Friday abgeschlossen werden, genau dann, wenn es am meisten zählt: im Winter. Mit einem passend gewählten Stromtarif sicherst du dir günstigere Konditionen just in dem Zeitraum, in dem der Verbrauch oft besonders hoch ist, weil Du mehr Zeit zuhause verbringst, die Abende länger sind und daher mehr heizt.
Black Friday ist also keine magische Garantie für den absolut niedrigsten Preis, aber ein gut planbares Zeitfenster, in dem:
- Stromangebote klar befristet sind,
- viele Stromversorger gleichzeitig besonders sichtbar werden und
- du deinen Tarifwechsel direkt mit der teureren Wintersaison verknüpfen kannst.
Wer ohnehin über einen Wechsel nachdenkt, findet in dieser Phase meist die größte Auswahl an klar beworbenen Stromangeboten.
Strom & Prämie: Diese Boni kannst du erwarten
Viele Stromangebote zur Black-Friday-Zeit kombinieren mehrere Bonusarten. Damit du einschätzen kannst, was dahintersteckt, lohnt sich ein Blick auf die wichtigsten Typen – und darauf, was jeweils für dich spricht.
Stromanbieter mit Sofortbonus: Extra-Geld direkt zu Vertragsbeginn
Stromanbieter mit sofortbonus sind Stromversorger, die neuen Kunden gleich zu Beginn der Strombelieferung einen einmaligen Geldbetrag gutschreiben. Dieser Sofortbonus wird in der Regel innerhalb weniger Wochen nach Lieferstart oder nach dem ersten Abschlag ausgezahlt und senkt unmittelbar die Stromkosten im ersten Vertragsjahr. Je nach Anbieter wird der Bonus entweder direkt auf das Bankkonto überwiesen oder mit den monatlichen Abschlägen auf den Stromvertrag verrechnet.
Wichtig ist, die Bedingungen des jeweiligen Stromtarifs genau zu lesen: Häufig wird ein Sofortbonus nur dann ausgezahlt, wenn der Lieferbeginn nicht storniert wird, alle Abschläge pünktlich eingehen und kein vorzeitiger Wechsel zu einem anderen Stromanbieter erfolgt. Einige Verträge enthalten außerdem Klauseln, nach denen der Bonus anteilig zurückgefordert werden kann, falls der Kunde vor Ende der Mindestvertragslaufzeit kündigt. Wer den Stromvertrag regulär nutzt, kann den Sofortbonus jedoch als sehr direkte und flexible Entlastung für das Haushaltsbudget bei den Stromkosten einsetzen.
Stromanbieter mit Neukundenbonus: Belohnung am Jahresende
Der Neukundenbonus wird in der Regel am Ende des ersten Vertragsjahres gewährt und richtet sich – wie der Name sagt – an neue Kundinnen und Kunden. Häufig ist dieser Betrag höher als der Sofortbonus, dafür musst du das erste Vertragsjahr vollständig erfüllen.
Wer ohnehin vorhat, mindestens ein Jahr beim neuen Stromanbieter zu bleiben, kann mit dem Neukundenbonus die effektiven Jahreskosten deutlich senken. Gleichzeitig lohnt ein Blick ins Kleingedruckte: Oft definieren Stromanbieter genau, ab wann jemand als „Neukunde“ gilt – etwa nur, wenn in den letzten 6 bis 12 Monaten kein Vertrag bei diesem Stromversorger bestanden hat. Außerdem ist wichtig, wie und wann der Bonus ausgezahlt wird: als Banküberweisung, als Gutschrift in der Jahresrechnung oder nur auf Antrag. Wer Kündigungsfristen im Blick behält und den Tarif rechtzeitig überprüft, verhindert, dass ein günstiges erstes Jahr in eine teure Verlängerung rutscht.
Stromanbieter mit Wunschgerät und Sachprämie: Wenn du konkret etwas brauchst
Manche Stromanbieter locken mit Angeboten, bei denen statt eines Geldbonus Geräte wie PS5, Smart-TV 75 Zoll, E-Bikes oder E-Scooter im Mittelpunkt stehen – besonders zur Black-Friday-Zeit. Der Versand erfolgt meist nach Lieferbeginn oder nach dem ersten Abschlag.
Spannend wird das, wenn sowohl Gerät als auch Stromtarif gut passen. Dann erhältst du einen konkreten Mehrwert – etwa ein TV-Upgrade fürs Wohnzimmer oder ein E-Scooter für den Arbeitsweg – zusätzlich zu einem konkurrenzfähigen Strompreis. Entscheidend ist, den realen Wert der Prämie nüchtern zu betrachten: Was kostet das Gerät aktuell im Handel, gibt es eine Zuzahlung, und wie sieht die Lieferzeit aus? Interessant sind auch Fragen nach Modellvariante, Größe oder Farbe – und was passiert, wenn genau dieses Modell nicht lieferbar ist.
In der Praxis entscheiden sich viele dennoch lieber für Geldboni, weil sie so freier sind: Mit Sofort- oder Neukundenbonus kannst du dein Wunschgerät in Ruhe selbst aussuchen – oft unabhängig davon, welcher Stromanbieter dich beliefert.
Stromanbieter mit Gutscheinbonus: Geld, das an einen Händler gebunden ist
Statt eines direkten Geldbetrags bieten einige Stromtarife einen Gutschein für einen bestimmten Händler an, etwa einen Elektronikmarkt oder Online-Shop. Das kann sehr attraktiv sein, wenn du ohnehin geplant hast, dort einzukaufen.
Bei Gutscheinboni ist der Blick auf Details besonders wichtig: Wie lange ist der Gutschein gültig, gibt es einen Mindestbestellwert, kannst du den Betrag in mehreren Bestellungen einlösen? Ebenso relevant ist, ob sich der Gutschein mit anderen Aktionen des Händlers kombinieren lässt und wie er zugestellt wird – per E-Mail, Code im Kundenkonto oder per Post. Auch hier gilt: Wenn der Stromtarif selbst stark ist, kann ein Gutschein das Paket abrunden. Wenn du aber keinen konkreten Bedarf beim betreffenden Händler hast, sind flexible Geldboni im Zweifel die bequemere Variante.
Fazit: Black Friday clever nutzen – Tarif statt nur Prämie im Blick behalten
Black-Friday-Stromdeals sind mehr als nur Marketinglärm. Richtig genutzt, bieten sie eine sehr gute Gelegenheit, die eigenen Energiekosten spürbar zu senken – vor allem, wenn du sie als Anlass nimmst, deinen Stromvertrag grundsätzlich zu hinterfragen. Entscheidend bleiben dabei dein tatsächliches Verbrauchsprofil, ein fairer Preis pro Kilowattstunde, eine angemessene Grundgebühr und transparente Bonusbedingungen, die du wirklich verstehst.
Wenn du dir die Zeit nimmst, Sofort- und Neukundenboni genau zu prüfen, die Details von Gutschein- und Geräteprämien realistisch einzuordnen und nicht nur der größten PS5, dem größten TV oder dem höchsten Bonus hinterherzulaufen, kann Black Friday sehr konkret zu deinem Vorteil arbeiten. Am Ende geht es darum, mit einem gut kalkulierten Stromvertrag in den Winter zu starten: weniger für Strom zu zahlen, besser planen zu können – und ein Stromangebot zu wählen, das nicht nur auf dem Plakat gut aussieht, sondern auch auf deiner Jahresabrechnung.
Quelle / Foto: Redaktion






