Dank „Shut-down“: Ca. 11 Millionen Menschen können keinen Sport mehr treiben

In Deutschland gibt es rund 9.000 Fitnessstudios. Aufgrund der Coronakrise können mehr als 11 Millionen Menschen, die regelmäßig Fitness- oder andere Sportlocations besuchen, keinen Sport mehr treiben. Ein offizielles Ende dieser Zwangspause ist noch nicht in Sicht. Und gerade dadurch steigt auch ausdrücklich die Möglichkeit von Infektionen.

Denn häufige Infektionskrankheiten der Atemwege wie etwa Erkältungen, Entzündungen des Rachens und der Mandeln sind bei Sportlern im Vergleich zu Untrainierten deutlich seltener.

Um in der Quarantäne keinen Lagerkoller zu bekommen und nicht unfit zu werden, sehnen sich viele Sportler mehr denn je nach ihrem Training. Die cardioscan GmbH aus Hamburg beliefert Studios mit smarten Diagnostiklösungen. CEO Dr. Marc Weitl erklärt, was Freizeitsportler jetzt effektiv machen können.

Denn Studien belegen, dass Training bei Krankheiten vorbeugen kann. Hier ist die Intensität allerdings entscheidend. So wurde beispielsweise untersucht, dass mäßiges Training die Infektion der oberen Atemwege senken und das parasympathische System, das zum autonomen Nervensystem gehört, stimulieren kann, um Krankheiten vorzubeugen.

Fitnessstudios bleiben weiterhin geschlossen
Fitnessstudios bleiben weiterhin geschlossen (Quelle: cardioscan.de)

Um das Immunsystem zu stärken, ist Sport wichtig. Allerdings nur dann, wenn er in den richtigen Intensitäten durchgeführt wird und der Körper dazu bereit ist.

Eine regelmäßige Analyse der Herzratenvariabilität (HRV) gibt darüber Aufschluss – und setzt die Grundlage für ein sicheres sowie gesundheitsförderndes Training.

Was können Besucher*innen von Fitnessstudios in der Pause selbst umsetzen?

1. Viel Wasser trinken und Stoffwechsel anregen

Ist Wasser nicht ausreichend in den Zellen vorhanden, kann kein Ionenaustausch stattfinden. Unser Stoffwechsel trocknet buchstäblich ein. Es sollten also täglich um die zwei Liter Wasser sein.

Wasser kann mit Zitrone und Ingwer gemischt werden: Beide sind extrem Stoffwechsel anregend und haben einen hohen Antioxidantienanteil, der freie Radikale abwehrt. Einfach eine halbe Zitrone auf einen Liter Wasser und einige Scheiben Ingwer dazu.

An Früchten regulieren Blaubeeren den Insulin- und Blutzuckerspiegel und Studien belegen: Menschen, die eine Handvoll Mandeln am Tag aßen, waren schlanker und verloren leichter an Gewicht.

Dann ist Zimt ein echter Stoffwechsel-Booster und hemmt permanenten Appetit. Ebenso wie Chili: Das darin enthaltene Capsaicin befeuert den Stoffwechsel buchstäblich.

2. Herzfrequenzvariabilität messen

Die Herzratenvariabilität (HRV) ist der Wert, welcher durch den Abstand zwischen zwei Herzschlägen, genauer gesagt von R- zu R-Zacke in einem EKG, beschrieben wird.

Die HRV gibt somit die Variation des Zeitabstands zwischen aufeinanderfolgenden Herzschlägen in Millisekunden an. Sie ist ein Indikator dafür, wie gut das Herz auf innere und äußere Umwelteinflüsse, die auf den Organismus einwirken, reagieren kann.

Ein gesundes Herz schlägt nicht gleichmäßig wie ein Uhrwerk. Es passt sich belastungsabhängig laufend an die wechselnden Anforderungen an und ist somit variabel.

Wenn die Zeit in Millisekunden zwischen den Herzschlägen betrachtet wird, gibt es dort eine stetige Variation. Im Allgemeinen ist dies nicht unbedingt spürbar. Denn es ist nicht dasselbe wie der steigende und sinkende Puls (in Schlägen pro Minute).

Sie können eine Idee von Ihrer HRV erhalten, wenn Sie Ihren Puls fühlen und ein paar tiefe Atemzüge machen: Beim Ausatmen werden die Intervalle zwischen den Schlägen länger (der Puls verlangsamt sich) und beim Einatmen kürzer (der Puls wird schneller). Eine ausreichende Herzratenvariabilität ist daher ein Hinweis für ein gesundes Herz.

Solange die Fitnessstudios mit den cardioscan-Produkten zur Messung der HRV nicht geöffnet haben, können Smartwatches eine Alternative sein. Viele aktuelle Modelle besitzen diese Funktion.

3. Workout für Zuhause

Neben dem regelmäßigen Lauftraining empfehlen sich für die aktuelle Übergangszeit während der Coronakrise einfache Übungen, die Sie in den eigenen vier Wänden leicht umsetzen können.

Dazu gehören der Lunge mit Knee Lift, der Reverse Lunge mit Kick nach vorne, der Mountain Climber, die Kniebeuge, der Jumping Jack oder der Boxer-Run.

Diese Übungen sind mit Wiederholungen sehr effektiv und können in einer Übergangsphase ein Ersatz für das Fitnessstudio sein, um sich fit zu halten.

Anleitungen findet man auf YouTube bei Fitness-Influencern oder im Buch von Dr. Marc Weitl (Topmanager sind Selbstmanager, Mit Mindful Leadership an die Spitze, ISBN 978-3-00-064651-5, 14,90 Euro).

Abschließend bleibt zu sagen:

Natürlich ist es wichtig, auf das eigene Körpergefühl zu achten. Diese Selbstwahrnehmung kann man auch trainieren. Aber der sicherste Weg ist immer noch, wenn man sich auf die Daten seines Körpers verlässt – also der eigene Körper den Trainingsplan schreibt. Und das wird nach der Coronakrise wichtiger denn je sein.

Foto / Quelle: cardioscan.de

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