Die besten Reisen des Jahres 2015

253 Reisen konkurrieren um die Goldene Palme 2015. Geo Saison prämiert mit diesem Preis die besten Veranstalterreisen des Jahres. Eine Jury aus erfahrenen Touristikern bewertete Angebote aus den Kategorien „Rund- und Studienreisen“, „Aktiv- und Abenteuerreisen“, „Kurz-, Städte- und Genießerreisen“ und „Reisen mit Kindern“. Mit der Goldenen Palme werden Reisen ausgezeichnet, die eine Region auf ungewöhnliche Weise erschließen bzw. eine überraschende Idee oder Route bieten.

Die Grüne Palme
Die Grüne Palme – als Auszeichnung für soziales oder ökologisches Engagement – geht an Andreas Hänel von der Fachgruppe „Dark Sky“ der Vereinigung für Sternenfreunde. Andreas Hänel sucht die Dunkelheit. Denn: Vor seiner Haustür wird es nicht mehr finster. Straßenlaternen erhellen die Gassen, Werbetafeln flackern, Gebäude werden angestrahlt. Deutsche Städte sind heute zehnmal heller als noch vor 150 Jahren.

In jedem Jahr nimmt diese Helligkeit um bis zu sechs Prozent zu. Bekannt ist das Phänomen als Lichtverschmutzung, Lichtimmission, Lichtsmog. „Wir rauben uns selbst die Nacht. Und schaden dabei der Natur – und uns selbst“, sagt Andreas Hänel, 61, promovierter Astronom, der in Osnabrück das Planetarium im Naturmuseum am Schölerberg leitet. Denn Tag- und Nachtrhythmus geraten durcheinander.

Er beklagt das Verschwinden des Nachthimmels, „ein Kulturgut seit Anbeginn der menschlichen Geschichte“ – und die Grundlage seiner Arbeit. In der Fachgruppe „Dark Sky“ der Vereinigung der Sternfreunde, in der sich Astronomen und Initiativen zusammenfinden, kämpft er seit gut 20 Jahren dafür, dass wir bewusster umgehen mit dem Licht und der Nacht. Dass wir Sterne funkeln sehen und die Natur im Gleichgewicht bleibt.

Denn es gibt noch dunkle Ecken in Deutschland, oft in Nationalparks oder Biosphärenreservaten. Dort misst Hänel in vielen Stunden freiwilliger Arbeit die Himmelshelligkeit, fertigt Kataster an, berät örtliche Initiativen. Dank dieser Arbeit entstanden in drei Gebieten „Sternenparks“, zertifiziert von der Internationalen Dark Sky Association, mit der die Sternfreunde assoziiert sind.

Im Westhavelland, kaum 80 Kilometer von Berlin entfernt, in der Eifel und in der Rhön. Andreas Hänel leistet Pionierarbeit. Mit den Sternenparks entwickeln sich ein nachhaltiger Astro-Tourismus und Sensibilität für ein bisher wenig beachtetes Umweltproblem. Für dieses Engagement verleiht ihm GEO SAISON die Grüne Palme 2015.

Geo weiß wo es schön ist - allerdings nichts für kleine Sparfüchse
Geo weiß wo es schön ist – allerdings ist das nichts für kleine Sparfüchse

 

Die Goldenen Palmen: Die besten Reisen 2015

Kategorie: Rund- und Studienreisen

1. Platz: Mit den Augen der Brüder Schlagintweit in Ladakh und Kaschmir

Veranstalter: Dav Summit Club; 94 Punkte

Von 1854 bis1857 bereisten die Münchner Brüder Schlagintweit Indien und den Himalaya. Sie waren Forscher und Künstler, ihre Zeichnungen, Aquarelle, Fotografien prägen bis heute unseren Blick auf Berge, Landschaften und Bewohner. Deshalb dreht sich diese Reise vor allem um das Sehen und Verstehen.

Die historischen Aufzeichnungen dienen den maximal 15 Teilnehmern als Wegweiser. Sie bereisen abgelegene Täler in Ladakh, mit Klöstern, in denen der Einfluss Tibets spürbar ist, Gebirgspässe, die mit Gebetsfahnen geschmückt sind, das grüne Industal und schließlich Kaschmir mit seinem Übergang vom Buddhismus zum Islam. Eine ausgesprochen moderne Version der klassischen Bildungsreise, lobte die Jury.

18 Tage ab 2990 Eur, Tel. 089-64 24 01 17, www.dav-summit-club.de

2. Platz: Andalusien – Religion und Toleranz

Veranstalter: Zeit Reisen; 93 Punkte

„Das islamisch-jüdisch-christliche Weltgespräch“ lautet der Untertitel dieser Reise. Er verweist auf das „Goldene Zeitalter“ Andalusiens, als dort vom 8. bis zum 12. Jahrhundert in langen Phasen beispiellose Toleranz herrschte. Philosophen, Schriftsteller und Kleriker aller drei Religionen konnten sich frei entfalten. An den Schauplätzen ihres Wirkens zeigt Peter Vollbrecht, Gründer des Philosophischen Forums Esslingen, der Reisegruppe, wie die drei Kulturen sich gegenseitig befruchteten.

Im maurischen Königspalast von Sevilla, in der Mezquita von Córdoba und in der Alhambra von Granada beschäftigen sich die Teilnehmer mit Themen wie: Religion und rationales Denken, der Ursprung der sunnitisch-schiitischen Spaltung oder dem Kampf der Kulturen. Heute wird die Welt wieder von Religionskriegen erschüttert, deshalb würdigte die Jury diese Reise als außergewöhnlich gut konzipierten Beitrag zum pluralistischen Denken und als geistiges Abenteuer.

8 Tage ab 1590 Eur, Tel. 040-328 04 55, www.zeit.de/zeitreisen

3. Platz: Yunna – Birma – Old Birma Road

Veranstalter: Studiosus; 91 Punkte

Seit kurzem dürfen auch Touristen die Grenze zwischen China und dem heutigen Myanmar wieder passieren. Die etwa 1000 Kilometer lange „Old Birma Road“, die beide Länder verbindet, hat eine jahrhundertealte Geschichte. Die Teilnehmer dieser Reise, die im südchinesischen Kunming beginnt, besuchen in der alten Handelsstadt Heshun die prächtigen Niederlassungen von Kaufleuten oder die Märkte in vielen Kleinstädten entlang der Straße.

Burma wird quasi durch die Hintertür betreten, durch das Hochland der Shan. Später steigen sie auf ein Boot um und fahren den Ayeyarwady abwärts bis Bagan mit seinen 2000 Tempeln und Pagoden, in die alte Königsstadt Mandalay und ins lebhafte Yangon. Eine ungewöhnliche Reise auf einer der interessantesten Routen Asiens, befand die Jury anerkennend.

21 Tage ab 4390 Eur, Tel. 00800-24 02 24 02, www.studiosus.com

Kategorie: Aktiv- und Abenteuerreisen

1. Platz: Tadschikistan-Expedition

Veranstalter: Nomad-Reisen; 97 Punkte

„Bam-i Dunya“ nennen die wenigen Bewohner das Hochgebirge im östlichen Tadschikistan: „Dach der Welt“. Bekannt ist es als Alai-Pamir, ein Gebiet, das erst 1928 von einer deutsch-russischen Expedition erforscht wurde. Auf deren Route fahren und wandern die Teilnehmer dieser Reise. In Jeeps lassen sie sich auf Schlaglochpisten durchrütteln und durchqueren Täler mit reißenden Flüssen. Sie übernachten in traditionellen Pamir-Häusern, in Jurten und mitgeführten Zelten. Drei Tage Trekking führen um einen See, der 1911 nach einem Erdbeben entstanden ist. Die Basare, auf die die Reisenden treffen, sind in diesen entlegenen Weiten karg bestückt – umso überwältigender ist die Gastfreundschaft der Pamiri. Eine Pionierreise in eine zu entdeckende Bergregion Asiens, urteilte die Jury.

Foto / Quelle: Screenshot geo.de

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