Erst der Anfang: Hohe Energiepreise und Zwangsdiät

Die kartoffelverarbeitende Industrie, vertreten im Bundesverband der Obst-, Gemüse- und Kartoffel­verarbeiter (BOGK), sorgt sich um die dramatischen Preissprünge in der gesamten Rohstoff- und Versorgungskette, insbesondere auch im Bereich der Logistik und Energieversorgung, so der Bundesverband.

Wir haben historische Höchststände bei Agrarrohstoffen, so Horst-Peter Karos, Geschäftsführer des BOGK. Gründe hierfür sind unter anderem stark gestiegene Energiekosten, derzeit bis zu 100 %, und die damit verbundenen Kostensteigerungen für Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Auch anhaltende Witterungsrisiken und Versorgungsengpässe stellen die Branche vor eine Herausforderung.

Kartoffeln frisch geerntet
Höhere Energiekosten verteuern nicht nur den Transport selbst / © pixabay.com

Keine Besserung in Sicht

Daneben ergeben sich auch Kostensteigerungen bei Verpackungen und vielen Grundstoffen wie Raps- oder Sonnenblumenölen, die für die Lebensmittelherstellung benötigt werden. Hinzu kommen explosionsartig gestiegene Frachtkosten, ausgelöst durch die coronabedingten Verwerfungen und den Fahrermangel in den Logistikketten.

Der BOGK geht davon aus, dass diese historisch angespannte Marktsituation die kartoffelverarbeitende Industrie auch über das Jahr 2022 hinaus vor große Herausforderungen stellen wird. Die Konsequenz wird sein, so Karos, dass die Unternehmen die Kosten an den Lebensmittelhandel bzw. an den Verbraucher weitergeben müssen.

Fotos / Quelle: bogk.org

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