Junge Hamburger Künstler zeigen ihre Werke auf der NordArt 2013

2.458 Künstler aus 93 Ländern haben sich darum beworben, zwischen Juni und Oktober auf dem historischen Gelände der ehemaligen Eisengießerei Carlshütte in Büdelsdorf ihre Bilder, Skulpturen und Fotografien zu zeigen. 230 von ihnen wurden ausgewählt.

Die NordArt eröffnet am 08. Juni 2013 und ist bis einschließlich 06. Oktober 2013 geöffnet. Zu den ausstellenden Künstlern gehören überraschend auch die beiden Hamburger Kristina Steiner und Peer-Oliver Nau.

Die junge Fotografin Kristina Steiner arbeitet an den Themen Widerstand und Identität. Die auf der NordArt gezeigte Fotoserie “Empty Dark” thematisiert Abwesenheit und Irritation. Nach ihrer ersten Einzelausstellung im Februar untermauert die NordArt das wachsende öffentliche Interesse an der künstlerischen Arbeit der Hamburgerin.

Kristina Steiner
Kristina Steiner

Im Gegensatz zu den feinen Schattierungen von Kristinas Arbeiten stehen die Skulpturen, die Peer-Oliver Nau aus verschiedensten Holzarten mit einer Kettensäge erschafft. Peer-Olivers Skulpturen sind Ausdruck wiedergewonnener Kindlichkeit und pointieren sensible Themen wie Peinlichkeit und Angst. Auch Peer-Oliver, der bereits in den USA und Brasilien ausstellte, ist 2013 das erste Mal auf der NordArt im Kunstwerk Carlshütte vertreten.

Seit drei Jahren arbeitet Kristina Steiner als freie Fotografin, Illustratorin und Künstlerin mit Sitz in Hamburg. Ihr Interesse gilt den Themen Widerstand und Identität. Für eine Fotodokumentation lebte sie mehrere Monate bei den zapatistischen Rebellen im Süden Mexikos. Porträtaufnahmen führten die Künstlerin wiederholt für längere Aufenthalte nach Peking und Südamerika. Ihr künstlerisches Sujet befasst sich mit der Fragilität von Sinn- und Bedeutungszuschreibungen.

Der auf der NordArt gezeigte Zyklus “Empty Dark” thematisiert Abwesenheit und Irritation. Gezeigt wird eine Serie von Aufnahmen, denen der Mensch als Sinngeber fehlt. Neben einer Fotodokumentation des immateriellen Weltkulturerbes arbeitet Kristina zurzeit an einer Porträtserie über Menschen mit multiplen Persönlichkeiten.

Peer-Oliver Nau
Peer-Oliver Nau

Seit drei Jahren hat der international tätige Holzkünstler Peer-Oliver Nau sein Atelier in einer großen Scheune in Ellerbek bei Hamburg. Peer-Oliver, dessen Arbeit sich mit Kunst im öffentlichen Raum befasst, begreift seine Werke als eine ästhetische Kultivierung von Lokalkultur. Während einer Installation schlüpft er bewusst in die Rolle des Übersetzers, des Vermittlers zwischen der durch die Kunst aufgeworfene Frage und den Gedanken des Betrachters.

Peer-Oliver transportiert seine Erinnerungen für ein Publikum nach außen und gibt so einen Teil seines Lebens preis. Dabei geht es ihm nicht vordergründig um eine natürliche Abbildung eines gegebenen Zustands, sondern vor allem um die Theatralik eines Augenblicks. In Peer-Olivers Werken spielt der Körper bzw. die Körperlichkeit eine wesentliche Rolle. Die physische Involvierung der Rezipienten in die Installation oder Performance und die ästhetisch erfahrbare Umwelt sind ein fester Bestandteil seines künstlerischen Konzeptes.

Seine Skulpturen, die er aus verschiedensten Holzarten mit einer Kettensäge erschafft, sind Ausdruck wiedergewonnener Kindlichkeit und pointieren oft die sensiblen Seiten unseres Daseins: Peinlichkeit, Empfindsamkeit und Angst. Mehr sehen Sie auf der NordArt 2013.

Fotos & Web: kristinasteiner.com & peerolivernau.de

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