Wie Hamburg zu seinen Wasserleitungen kam

Die Wasserversorgung in Hamburg ist nicht nur beispiel-, sondern sogar pionierhaft. Denn die Hansestadt hatte als erste Stadt Europas ein Leitungssystem für Leitungs- und Abwasser, das heutigen Standards genügte. Zu verdanken haben die Hamburger Bürger diese Errungenschaft ausgerechnet einer Katastrophe: dem Großen Brand von 1842. Nicht nur verloren dabei 51 Menschen ihr Leben. Es wurden auch mehr als 20.000 Personen obdachlos, weil rund 1.700 Wohnhäuser den Flammen zum Opfer fielen.

Drei Tage Feuer

Der Große Brand nahm in der Deichstraße seinen Anfang. Warum genau dort in den frühen Morgenstunden des 5. Mai 1842 Feuer ausbrach, konnte nie aufgeklärt werden. Und obwohl Nachtwächter den Brand recht schnell entdeckten, konnte nicht verhindert werden, dass er sich rasch in der Hamburger Innenstadt ausbreitete. Es sollte drei Tage dauern, bis die Flammen endlich unter Kontrolle waren. Weil das Leitungssystem komplett veraltet war, konnte nur ein Herbeirufen von Feuerwehren aus benachbarten Städten dafür sorgen, dass der Brand letztlich gelöscht wurde.

Kanäle aus Ziegelsteinen

Mit den Planungen für die Neugestaltung der Hamburger Innenstadt wurde bereits wenige Tage nach dem Brand begonnen. Ein wichtiger Teil davon war die Erneuerung der Wasserversorgung. Federführend dabei war der Engländer William Lindley. Er leitete zunächst in die Wege, dass Hamburg eine für die damalige Zeit fortschrittliche Kanalisation bekam. Unter der Stadt entstanden Kanäle aus Ziegelsteinen, in denen das Abwasser aus den Häusern landete und zur Elbe geleitet wurde.

Für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit
Für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit – das war aber nicht immer so  (c) unsplash.com

Fließendes Wasser für Hamburg

Ab 1845 wurde dann mit dem Bau der Wasserleitungen begonnen. Als erster Schritt wurde das Wasserwerk in Rothenburgsort errichtet. Dort wurde Wasser aus der Elbe gepumpt, in Ablagerungsbecken von grobem Schmutz befreit und in die neu verlegten Wasserrohre geleitet. Somit wurden Tausende von Haushalten mit fließendem Wasser für Waschbecken und Toiletten versorgt. Als Teil des neuen Systems entstand 1855 mit der Wasch- und Badeanstalt Schweinemarkt das erste Schwimmbad Europas mit warmem Wasser. Außerdem wurde selbstverständlich darauf geachtet, dass Hamburg zu jeder Zeit über genügend Löschwasser verfügt.

Tiere und Krankheiten

Auch wenn es außerordentlich erfreulich war, dass zahlreiche Häuser Hamburgs mit Wasser versorgt wurden: Es brachte auch einige Probleme mit sich. Zunächst wurden keine Maßnahmen ergriffen, die verhindern, dass auch Tiere aus der Elbe gepumpt wurden. Ende des 19. Jahrhunderts stellten Wissenschaftler fest, dass sich mehr als 40 Tierarten im Leitungswasser von Hamburg befanden.

Noch viel problematischer war jedoch die Gefahr, dass Krankheitserreger im Trinkwasser waren. Im Jahr 1892 kam es in der Stadt zu einer verheerenden Choleraepidemie, weil die Bürger Hamburgs verschmutztes Wasser in ihre Wasserhähne gepumpt bekamen. Im Laufe der Epidemie, die zehn Wochen anhielt, erkrankten fast 17.000 Menschen an Cholera; mehr als 8.600 von ihnen starben.

Filter helfen nicht

Auch aus diesen dramatischen Ereignissen zog die Hamburger Regierung ihre Schlüsse. Unter anderem ließ sie das Wassernetz der Stadt mit Filtern versehen, die das Wasser aus der Elbe gründlich von Krankheitserregern befreite. Zudem wurden umfassende Renovierungsmaßnahmen in die Wege geleitet, um die Hygiene in den Haushalten zu verbessern. Dennoch war die Qualität des Leitungswassers in Hamburg zunächst immer noch nicht gut. Der Grund dafür war, dass das Abwasser der Stadt in die Elbe geleitet wurde – den Fluss also, dem dann wieder Wasser zum Konsumieren entnommen wurde.

Dieser fatale Kreislauf wurde endlich durchbrochen, als 1905 damit begonnen wurde, Grundwasser zu fördern und in die Leitungen einzuspeisen. Dies geschah von verschiedenen Grundwasserwerken aus, die binnen kurzer Zeit errichtet wurden. Allerdings war erst 1964 vollständig Schluss mit der Wasserversorgung aus der Elbe, seitdem wird Hamburg ausschließlich mit Grundwasser versorgt.

Millionen Liter Wasser

Heute verbraucht jeder Hamburger Bürger durchschnittlich etwa 110 Liter Wasser am Tag. Entsprechend leistungsstark muss die Wasserversorgung in der Hansestadt sein. Insgesamt 16 Wasserwerke sorgen dafür, dass alle Bewohner Hamburgs ständig frisches Wasser bekommen. Auch die 467 Millionen Liter Abwasser, die täglich anfallen, werden zuverlässig entsorgt.

Sollte es zu einer Verstopfung kommen, ist die Ursache jedoch in den meisten Fällen im Haushalt zu suchen. Wenn beispielsweise Fett oder Müll in der Toilette heruntergespült wird, kann es zu Stauungen in den Leitungen kommen. Für schnelle Abhilfe sorgen dann Experten wie die von notprofi.de. Sie rücken mit geeigneten Werkzeugen an und entfernen die Verstopfung schnellstmöglich.

Schließlich sind Toilette und Waschbecken im Haushalt unverzichtbar – erst recht, wenn Kinder dort leben. Deshalb sollte man am besten sofort einen Rohrreiniger rufen, der sich um das Problem kümmert, statt zu versuchen, es selbst zu lösen. Dabei könnten nämlich die Rohre beschädigt und eine längere Ausfallzeit der Toilette oder des Waschbeckens verursacht werden.

Foto / Quelle: (c) unsplash.com – mrjn-photography-YpZ2cj4s0oo-unsplash (002)

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