St. Pauli und der HSV – wie schlagen sich die Kiezclubs?

Auch die Hinrunde der zweiten Bundesliga läuft so langsam auf der Zielgeraden ein. Zwar steht der „Herbstmeister“ noch nicht 100 prozentig fest, allerdings hat Arminia Bielefeld derzeit alle Trümpfe in der Hand. Doch wie schlagen sich eigentlich die beiden Hamburger Vereine?

Denn nachdem der HSV den direkten Wiederaufstieg in der kommenden Saison verpasst hat, muss der ehemalige Bundesliga-Dino ein weiteres Jahr in der zweithöchsten Spielklasse verbringen. Und auch der Traditionsclub aus St. Pauli gehört mittlerweile zum festen Etat der zweiten Liga, kämpft in dieser Saison allerdings noch mit der Form. Wir werfen einen genaueren Blick auf die Leistungen der beiden Hamburger Clubs.

Volksparkstadion Hamburg
Volksparkstadion Hamburg  (c) pixabay

HSV rüstet sich für den Wiederaufstieg
Eigentlich lief für den HSV in dieser Saison bisher alles nach Plan. Nach dem verpassten Aufstieg wurde Dieter Hecking im Sommer als neuer Übungsleiter an der Seitenlinie vorgestellt. Außerdem wurde der Kader vor der Spielzeit grundlegend verändert. Unter anderem verließen ambitionierte Spieler wie Douglas Santos, Filip Kostic oder Fiete Arp den Verein.

Gleichzeitig verstärkte man sich jedoch auch mit zahlreichen Neuzugängen, von denen einige direkt wichtige Rollen im Team übernehmen sollten. Mit Tim Leibold, Leihgabe Adrian Fein, Sonny Kittel oder Lukas Hinterseer haben sich gleich mehrere Neuzugänge in der Mannschaft festgespielt. Auch der neue Torwart Daniel Heuer Fernandes ist ein wichtiger Rückhalt für den HSV.

 

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Erste Krise zum Hinrundenabschluss?
Trotz des großen Kaderumbruches im Sommer und des neuen Trainers ist der HSV stark in die Saison gestartet. Zwar gab es zum Auftakt gegen Darmstadt nur ein 1:1, doch in den folgenden Spielen überzeugte die Mannschaft von Dieter Hecking auf ganzer Linie. Erst am sechsten Spieltag holte man sich die erste Saisonniederlage ab – und dass ausgerechnet gegen den Erzrivalen aus St. Pauli.

Sportbuzzer schrieb gar vom „Derbysieg für die Geschichtsbücher“. Durch den Punktverlust war die Tabellenführung zwar erst einmal fort, doch bis Ende November sollte dies auch die einzige Niederlage in der Liga für den HSV bleiben. Auf den letzten Metern der Hinrunde scheint den Hanseaten aber ein wenig die Puste auszugehen, sowohl gegen Osnabrück als auch Heidenheim gab es erstmals in dieser Saison zwei Niederlagen in Folge. Zum Glück ist bald Winterpause.

St. Pauli in Seenot
Seit fast zehn Jahren gehört der FC St. Pauli nun zur zweiten Liga und hat sich hier vollends etabliert. Hin und wieder spielte der Kiezuclub sogar um den Aufstieg mit, in dieser Saison läuft es allerdings für das Team von Trainer Jos Luhukay eher durchwachsen. Zwar schien der FC mit dem Derbysieg gegen den HSV nach einem schwachen Saisonstart die Trendwende einleiten zu können.

Zwischenzeitlich ging es sogar bis auf den fünften Tabellenplatz, doch zuletzt gab es wieder einige bittere Niederlagen in Folge, die in den Tabellenkeller führten. Auch im DFB Pokal war in der zweiten Runde Schluss, nachdem man gegen Eintracht Frankfurt, die bei William Hill mit einer Quote von 251,00 bei der Bundesliga gelistet werden (Stand 10.12.), mit 1:2 verlor.

Jos Luhukay muss reagieren
Für viele ist klar: St. Pauli muss endlich aufwachen! Bereits nach der Niederlage gegen Hannover kamen erste Pfiffe der eher treuen Fans auf und auch nach der Pleite gegen Regensburg brodelte die Kurve. Vor allem die Auswärtsbilanz des Kiezclubs lässt zu wünschen übrig. In der Fremde warten die Männer von Jos Luhukay seit März auf einen Auswärtssieg. Jetzt sind Trainer und Verantwortliche gefragt.

Was fehlt ist die Ballsicherheit und Dominanz im Zentrum. Daraus resultiert auch eine Mangel an Offensivaktionen, welche letztlich zu Torchancen führen. Einige Spieler sind auf der Suche nach ihrer Form, worunter die Stabilität der Mannschaft leidet. Dies gilt beispielsweise für die beiden Mittelfeldspieler Marvin Knoll und Finn Ole Becker.

 

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Scheinbar wird es höchste Zeit für die Winterpause in der zweiten Bundesliga, damit die Beteiligten ihre Akkus wieder aufladen können. Bis dahin wird im Stadion aber noch für jede Menge Spaß und Spannung gesorgt. Die Bundesliga bleibt aufregend!

Foto: (c) pixabay

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