Statistik belegt: HSV wird in dieser Saison aufsteigen

Fünf Jahre sind mittlerweile vergangen, seitdem der HSV aus der ersten Bundesliga abgestiegen ist. Letztes Jahr verpasste das Team um Tim Walter den Aufstieg nur knapp. In dieser Saison sieht es dabei schon besser aus. Vertraut man Statistiken, die den Umsatz mit dem Spieleretat zusammenbringen, wird der HSV in dieser Saison sicher aufsteigen.

Obwohl Geld bekanntlich keine Tore schießt beziehungsweise Punkte gewinnt, sind der Umsatz eines Clubs und die Höhe des Spieleretats bei vielen Experten die Kennzahl, die über den Aufstieg entscheiden. Zumindest langfristig. Dies belegen die Statistiken der letzten Jahre.

Die These lautet somit: Je höher der Umsatz und je höher der Spieleretat, desto wahrscheinlicher ist der Aufstieg.

Wohl die beliebteste Sportart der Welt
Wohl die beliebteste Sportart der Welt – auch in Hamburg / (c) pixabay.com –  SeppH

Dabei wird diese These in den letzten fünf Jahren, bis auf eine Ausnahme, immer belegt. Im Jahr 2021 generierten die Aufsteiger weniger Umsatz als die anderen Clubs. Im Vergleich zur Saison 2016/17, wo die Aufsteiger einen Umsatz von 75,5 Millionen Euro (andere Clubs lediglich 30,3 Mio. Euro) schafften es der VFL Bochum und Greuther Fürth mit 26,6 Millionen Euro Umsatz (andere Clubs 32,7 Mio. Euro) in die Bundesliga.

Umsatz des HSV in den letzten Jahren drastisch gesunken

Der Sponsors-Verlag hat eine Berechnung aufgestellt, wobei ein Umsatz von 55 Millionen Euro und ein Spieleretat von rund 25 Millionen Euro einen Platz unter den ersten fünf bedeutet. Der HSV lag in den zurückliegenden Zweitliga-Jahren immer über diesen Werten. Unter den ersten vier war Hamburg dabei immer.

Somit sollte es sehr wahrscheinlich sein, dass der Aufstieg diese Saison gelingt. Doch die Umsätze sind drastisch gesunken. In der Abstiegssaison lag der Gesamtumsatz noch bei 133,6 Millionen Euro. 2020/21 lag dieser jedoch nur noch bei 55,8 Millionen Euro. Somit noch knapp über der magischen Grenze von 55 Millionen Euro. Sollte der Aufstieg diese Saison nicht gelingen, muss der Umsatz drastisch erhöht oder der Spieleretat reduziert werden. Der Qualität des Kaders könnte dies nicht zugutekommen.

Sponsoringkonstrukt wirkt stabil

Eines ist klar, sollte der HSV in dieser Saison aufsteigen, muss er sich um neue Investoren keine Gedanken machen. Schafft er es jedoch nicht, so muss die Raute kreativ werden. Bisher sieht das Sponsoringkonstrukt noch sehr gesund aus.

Mit der Hansemerkur als Hauptsponsor, Adidas als Ausrüster, Audi oder AdmiralBet als Exklusivpartner ist die Sponsoringbank mit zahlreichen bekannten und großen Namen gefüllt. Durch den Deal mit Hanse Merkur kann der Verein bis 2025 mit Einnahmen von 2,6 Millionen Euro rechnen. Bei einem Aufstieg in die Bundesliga erhöhen sich diese sogar auf 5,8 Millionen Euro. Der Vertrag mit Adidas läuft noch bis 2024.

Andere Sponsorings, wie die von AdmiralBet, laufen zum 30.06.23 aus. Der Wettanbieter, der in der Branche als einer der besten Wettanbieter gilt, ist seit 2019 mit an Bord. Da sich in der Wettbranche gerade in Deutschland momentan viel tut, bleibt abzuwarten, ob der Kontrakt verlängert wird.

Ist ein Ende der Fahrstuhlmannschaften in Sicht?

Sollte der HSV am Ende aufsteigen, so muss er sich, wie bereits erwähnt, um zusätzliche Investoren keine Sorgen machen. Jedoch spielt hier auch eine große Rolle, wie das zusätzliche Kapital genutzt wird.

Denn allein den vorhandenen Spielern mehr Geld zu zahlen, wird die Qualität an sich nicht erhöhen. Es muss ein langfristiger Plan her und der muss über mehrere Jahre verfolgt werden. Die wichtigste Spielzeit nach einem Aufstieg ist somit das erste Jahr im Obergeschoss der Bundesliga.

Gute Platzierungen schaffen nicht nur Interesse von Sponsoren, sondern sorgen auch für höhere TV-Einnahmen, da diese nach Tabellenplatzierung verteilt werden. Gute Beispiele sind hier der 1. FC Köln oder Union Berlin, die es geschafft haben, nicht nur den Kader zu verbessern, sondern das komplette Konstrukt des Vereins. Hier könnte sich der HSV orientieren.

Am Ende liegt die Wahrheit jedoch auf dem Platz. Auch hier stehen die Chancen momentan gut für den HSV, doch Konstanz scheint auch abseits des Platzes gefordert zu sein.

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