Klavier online lernen: Anleitung in 7 Schritten

Ein musikalisches Idol hat so gut wie jeder, sei es nun Elton John, James Bay oder Alicia Keys. Viele bekommen beim Anhören deren Musik direkt Lust, ihrem Idol nachzueifern und selbst in die Tasten zu hauen! Doch dann schreckt sie ein Gedanke gleich wieder ab.

Klavier spielen bedeutet, stundenlang öde Noten pauken und kaum Fortschritte machen – oder nicht? Unserer Meinung nach muss das nicht sein. Natürlich, Klavier zu lernen braucht Zeit, aber es gibt Mittel und Wege, gerade den Anfangsprozess so unterhaltsam wie möglich zu gestalten. Wir zeigen in 7 Schritten den Weg zum Erfolg.

Schritt 1: Noten lesen lernen
Wir haben nicht gesagt, es ginge ohne – stattdessen möchten wir Anfängern die Angst davor nehmen. Noten spielen lernen ist nicht so schwer, wie es auf den ersten Blick aussieht. Schließlich sah man früher auch nur Buchstabensalat, wenn man ein Buch vor sich hatte, und nun erkennt man ein geschriebenes Wort innerhalb von Sekunden. Mit etwas Übung kann das beim Noten lesen genauso laufen.

Um Anfänger nicht zu frustrieren, fangen Online Kurse in der Regel ganz einfach an. Sie zeigen den Schülern, wie man das große C findet. Dieser Ton ist die weiße Taste links neben dem schwarzen Tastenpaar in der Mitte der Klaviatur. Er markiert auch den Anfang der Tonleiter für C-Dur, der ersten Tonart. Anfänger werden im Laufe ihres Klavier-Kurses online auch weitere Tonarten kennenlernen, aber mit dieser fangen sie in der Regel an.

Schritt 2: Schwarz und Weiß unterscheiden
Im zweiten Schritt geht es im Prinzip darum, den Unterschied zwischen den schwarzen und den weißen Tasten klarzustellen. Denn die schwarzen Tasten werden nur unter sogenannten Vorzeichen angespielt – in Dur-Tonarten das Kreuz und in Moll-Tonarten das b. Das Kreuz erhöht die Note, vor der es steht, um einen Halbton, während das b sie respektive um einen Halbton verringert. Dies sorgt für den melancholischen Klang, der für Moll so typisch ist.

Schritt 3: Erste Fingerübung mit Do-Re-Mi
Do-Re-Mi ist ein Übungsstück, das so gut wie jedem Klavier-Anfänger vorgesetzt wird. Es bringt dem Schüler die Grundlagen der Tonleiter näher und ermöglicht ihnen, ihre Finger darin zu üben, eine Reihe von Tönen zu greifen. Angefangen wird beim großen C. Diese Übung mag simpel aussehen, doch Anfänger – ob sie nun online lernen oder analog – sollten sie mehrmals wiederholen, um ein Gefühl für ihr eigenes Spiel zu bekommen.

Unter 10.000 h geht gar nichts
Unter 10.000 h geht gar nichts

Schritt 4: Das erste Klavierstück spielen lernen
Das erste Stück wird bleibt noch eine ganz einfache Sache, bei der der Schüler nur eine Hand verwenden muss. Ein gutes Beispiel für ein Einstiegsstück ist Jingle Bells, den diesen Weihnachtsklassiker kennt jeder und die Melodie ist einprägsam. Am besten teilt sich der Anfänger das Stück in kleine Takthäppchen auf und übt diese dann separat, bis sie gut sitzen. Anschließend können die Abschnitte zu einem Ganzen zusammengefügt und das gesamte Lied geprobt werden.

Schritt 5: Wie lang spiele ich eine Note?
Wer online Klavier spielen lernen will, muss sich auch mit den Längen der jeweiligen Noten auseinandersetzen. Denn nicht jede Note wird gleich lange gehalten und genau das bestimmt, wie der Rhythmus des Stückes verläuft. Grundlegend sollte man sich merken: Eine ganze Note dauert vier Schläge, eine Halbe zwei, eine Viertel einen.

Auch in Achtel, Sechzehntel und Zweiunddreißigstel können die Noten weiter unterteilt werden, wenn der Komponist möchte, dass etwas besonders schnell gespielt wird. Auch Sonderzeichen wie Staccato haben einen Einfluss darauf, wie lang eine Taste angespielt wird. Ein Anfänger muss sich in seinem Kurs mit all diesen Vorgaben vertraut machen, damit er ein Stück angemessen wiedergeben kann.

Schritt 6: Noten verbinden lernen
Zurück zu unserem Beispiel: Der Anfänger sucht sich nun am besten die ersten drei Noten von Jingle Bells heraus. Selbstverständlich kann man dieses Beispiel durch jedes beliebige Stück austauschen, das der Schüler in seinem Online-Kurs vorgelegt bekommen hat. Diese Noten sieht er sich genau an. Welche Töne bezeichnen sie? Wie lang sind sie anzuspielen?

Anschließend versucht er, die Sequenz von drei Tönen zu spielen und wiederholt diese Übung so lange, bis sie ihm mühelos von der Hand geht. Dann fährt er mit den nächsten drei Tönen fort, immer so weiter, bis er am Ende des Stückes angelangt ist. Indem er sich das Stück Schritt für Schritt aneignet, wirkt die Aufgabe viel weniger einschüchternd.

Schritt 7: Selbstkritik und Übung
Das Zauberwort beim Klavierspielen ist Übung. Ohne die wohlbekannten 10.000 Stunden wird keiner so schnell zum Meister. Auch ist ein wenig kritische Betrachtung des eigenen Spiels nötig, um Defizite festzustellen und sich stetig zu verbessern.

Dazu kann man das gelernte entweder einem Freund vorspielen oder sich beim Spielen aufnehmen und die Aufnahme dann anhören. Schnell wird einem auffallen, wie man ein Stück noch interessanter spielen könnte. Der Weg zum Klavier-Könner mag anfangs weit erscheinen, aber man muss ihn ja nicht an einem Tag gehen. Mit ein wenig Zeit gelingt es jedem!

Foto: pixabay

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