Es ist einer der grausamsten und berüchtigtsten Kriminalfälle der Hamburger Geschichte: Elisabeth Wiese, bekannt als „Die Engelmacherin von St. Pauli“, soll Anfang des 20. Jahrhunderts fünf ihr zur Pflege anvertraute Kinder brutal ermordet und verbrannt haben.
Ihr Motiv: reine Habgier. Das Hamburg Dungeon erzählt im Oktober die Geschichte der verzweifelten Eltern und des spektakulären Gerichtsprozesses in einer saisonalen Sondershow, die unter die Haut geht.
Die Inszenierung „Die Engelmacherin – The Silent Children“ ist das Highlight der diesjährigen Halloween-Saison im Hamburg Dungeon und läuft exklusiv im Zeitraum vom 1. Oktober bis 1. November 2026. Tickets sind ab sofort verfügbar unter thedungeons.com/hamburg.
Ein verlassener, düsterer Hinterhof auf Hamburg St. Pauli anno 1903: Verzweifelte Eltern klopfen vehement an die Tür in der Wilhelminenstraße, rufen nach ihren Kindern.
Hebamme hatte eine Annonce aufgegeben
Sie haben sie vor einigen Wochen aus wirtschaftlicher Not bei „der Wiese“ in Pflege gegeben – die ehemalige Hebamme hatte eine Annonce in der Zeitung aufgegeben und versprochen, den Kindern gegen Vermittlungs- und Kostgeld ein gutes Leben zu geben, vielleicht sogar bei wohlhabenden Pflegeeltern im Ausland.
Doch nun sind die Kinder verschwunden. Und die vermeintliche Vermittlerin verstrickt sich in Lügen und zwielichtigen Geschichten … In dieser Situation finden sich Gäste des Hamburg Dungeon ab dem 1. Oktober in der saisonalen Sondershow „Die Engelmacherin – The Silent Children“ wieder.
Sie werden Zeugen der verzweifelten Suche nach den verschwundenen Pflegekindern. Hautnah erleben sie die Ermittlungen und den Gerichtsprozess gegen „die Engelmacherin von St. Pauli“, die in ihrer Hinrichtung wegen fünffachen heimtückischen Mordes enden.
Audio- und Spezialeffekte erwecken den markerschütternden Fall, die Schlagzeilen und den Prozess zum Leben und lassen die Besuchenden teilhaben an der beklemmenden Lage der Eltern und der Aufarbeitung der grausamen Morde.

Sondershow im Hamburg Dungeon: „Die Engelmacherin – The Silent Children“ / © Hamburg Dungeon
„True-Crime-Fälle faszinieren die Gäste in den Dungeons auf der ganzen Welt: von Jack the Ripper in London bis Carl Großmann in Berlin. Denn kaum etwas berührt und verstört Menschen so sehr wie reale Kriminalfälle und die Frage: Wie finster kann eine Menschenseele sein?
Die ‚Engelmacherin von St. Pauli‘ zählt zu den beklemmendsten Kriminalfällen der Hamburger Geschichte. In unserer Inszenierung richten wir den Blick nicht nur auf die Täterin, sondern vor allem auf die verzweifelten Eltern der verschwundenen Kinder und auf die entschlossenen Ermittler, die den Fall schließlich vor Gericht brachten.
Dieser True-Crime-Stoff aus Hamburg passt ideal zur Halloween-Saison 2026 im Hamburg Dungeon“, sagt Daniel Zschoke, General Manager des Hamburg Dungeon. Halloween ist im Hamburg Dungeon der höchste Feiertag des Jahres: Die Sondershow ist in diesem Jahr das große Highlight der Saison.
Skrupellose Kindermörderin aus Habgier
Elisabeth Wiese, gebürtig aus Göttingen, war Hebamme, wurde selbst früh unehelich Mutter und stand in Hannover als „Engelmacherin“ mehrfach vor Gericht. Sie durfte nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten und selbst keine Kinder aufnehmen.
Also zog sie mit ihrer Familie nach Hamburg in die heutige Hein-Hoyer-Straße auf St. Pauli. Zunächst zwang sie ihre eigene Tochter zur Prostitution. Doch als diese ins Ausland floh, fand „die Wiese“ einen neuen Verdienstweg: als Vermittlerin von Pflegekindern.
Eltern in wirtschaftlicher Not, häufig selbst ledige Mütter oder anders in Schwierigkeiten geraten, gaben ihre Kinder gegen Vermittlungs- und Kostgeld bei ihr ab, in der Hoffnung auf ein besseres Leben für den Nachwuchs.
Elisabeth Wiese versprach, gute Pflegefamilien zu finden, sogar bei wohlhabenden Eltern im Ausland. Doch sie tat nichts dergleichen. Als eine Mutter unerwartet ihr Kind zurück zu sich holen wollte, flog ihre Teufelstat auf: Mehrere Kinder waren spurlos verschwunden.
In den folgenden Ermittlungen verstrickt sich Elisabeth Wiese immer weiter in Lügen. Schließlich kommen Polizei und das Hamburger Schwurgericht zu dem Schluss, dass „die Engelmacherin“ fünf Kinder – darunter ihr eigenes Enkelkind – heimtückisch ermordet und mutmaßlich im eigenen Backofen verbrannt hat, um das Kostgeld für sich zu kassieren.
Kindermord in Serie: Ganz Hamburg ist in Schock, der Fall bestimmt über Monate die Schlagzeilen. „Die Engelmacherin“ wird schließlich zum Tode verurteilt und am 2. Februar 1905 im Hof des Untersuchungsgefängnisses vor dem Holstentor unter dem Fallbeil hingerichtet.







