Was wird aus uns, wenn Antibiotika ihre Wirksamkeit verlieren?

Der medizinische Fortschritt und die Arzneimittelentwicklung sind eine der größten Errungenschaften des letzten Jahrhunderts. Als schärfstes Schwert im Kampf gegen Infektionskrankheiten verlieren Antibiotika durch die Entstehung von Resistenzen allerdings zunehmend ihre Wirksamkeit.

Eine wesentliche Ursache hierfür ist die ungehinderte Einleitung von belasteten Produktionsabwässern in die unmittelbare Umwelt, von der sich Resistenzen weltweit ausbreiten und eine ernsthafte Bedrohung für die öffentliche Gesundheit darstellen.

Als erste Krankenkasse in Deutschland hat die AOK-Gemeinschaft unter der Federführung der AOK Baden-Württemberg gemeinsam mit dem IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung sowie mit Unterstützung des Umweltbundesamtes eine Pilotstudie zur ökologischen Nachhaltigkeit in der Antibiotikaversorgung gestartet.

Kapseln und Tabletten
Antibiotika sind das schärfste Schwert im Kampf gegen Bakterien / © pixabay.com – ulleo

Nicht vor der politischen Diskussion verstecken!

Ziel ist es, Anreize für die umweltgerechte Produktion von Antibiotika durch ein optionales Bonuskriterium im Rahmen der Vergabe von Rabattverträgen zu schaffen, um der Entstehung antimikrobieller Resistenzen sowie Folgeerkrankungen entgegenzuwirken. Die dabei gemachten Erfahrungen zeigen einen dringenden Handlungsbedarf, der nicht länger in politischen Diskussionen ausgeklammert werden darf.

Die ersten Ergebnisse der gemeinsamen Pilotstudie werden vorgestellt von Dr. Tim aus der Beek, Bereichsleiter Wasserressourcen-Management beim IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung, Dr. Malgorzata Debiak, Leiterin des Fachgebiets Arzneimittel am Umweltbundesamt und Johannes Bauernfeind, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg.

Quelle / Fotos: bw.aok.de / pixabay.com

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