Weniger Kriminalität, mehr Sicherheit in Hamburg

Die Zahl der Kriminalfälle in Hamburg ist im letzten Jahre erneut gesunken, wenn auch nur leicht. Von der Polizei wurden weniger Straftaten erfasst als in den letzten beiden Jahren. Seit 2010 waren die Zahlen der polizeilichen Kriminalstatistik, kurz PKS, nicht mehr so niedrig.

An einer erhöhten Präsenz der Polizei allein liegt es jedoch nicht. Experten vermuten andere Gründe für den Rückgang der Gewaltdelikte. So sind in Hamburg immer mehr private Sicherheitsfirmen aktiv, die Straftaten bereits im Vorfeld verhindern.

Private Prävention mit Sicherheitsfirmen
Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist zwar erneut gesunken, jedoch trügen die Zahlen. So werden in die Statistik nur die erfolgreichen Einbrüche erfasst.

Geplante Einbrüche in Wohnungen oder Firmengebäude, die nicht zum Erfolg führten, werden hingegen nicht erfasst. Hier leistet so mancher erfahrener Hamburger Sicherheitsdienst eine entscheidende Rolle. Ihre präventive Arbeit verhindert viele Kriminaldelikte.

Immer mehr Privatleute und Unternehmen engagieren private Sicherheitsleute für den Schutz ihrer Immobilien. Allein in diesem Jahrzehnt hat sich der Umsatz der Wach- und Sicherheitsdienste sowie der Geld- und Wertdienstleister im gesamten Bundesgebiet nahezu verdoppelt. Mehr als acht Milliarden Euro investierten die Deutschen in die private Sicherheitsbranche.

Das eine ist die Statistik, das andere das Gefühl der Bewohner
Das eine ist die Statistik, das andere das Gefühl der Bewohner

Brennpunkte in Hamburg
Das objektive Sicherheitsempfinden vermittelt den Menschen in Hamburg ein hohes Sicherheitsgefühl. Immer weniger Straftaten, da müssten sich die Einwohner der Elbmetropole eigentlich sicher fühlen in ihrer Stadt.

Fragt man die Menschen auf der Straße, ergibt sich jedoch ein anderes Bild. Das subjektive Sicherheitsempfinden – also das persönliche Gefühl einer einzelnen Person – widerspricht mitunter deutlich den Zahlen der PKS.

In Hamburg wird das subjektive Sicherheitsempfinden in den einzelnen Stadtteilen sehr unterschiedlich bewerten. Als besonders schlecht ist das Empfinden in den Bezirken St. Pauli und St. Georg. Zwei Bezirke, die auch von der Polizei als Brennpunkte geführt werden.

Eine besondere Rolle spielen die zahlreichen Touristen, die in diesen Bezirken feiern. Partybezirke ziehen auch immer Taschendiebe, Drogendealer und Alkoholabhängige an. Die Zahl dieser Delikte sind in St. Pauli und St. Georg besonders hoch.

Sichere Bezirke im Hamburg
Abseits der Brennpunkte an der Elbe fühlen sich die Menschen in anderen Bezirken von Hamburg deutlich sicherer. Das subjektive Sicherheitsempfinden ist in den Stadtteilen Harvesthude, Rotherbaum und Hohenfelde besonders hoch. Gleiches gilt für die Bezirke Fuhlsbüttel und Ottensen.

In vielen dieser Bezirke sorgt nicht die Polizei für Ordnung, sondern private Sicherheitsdienste. Erst 2017 wurden erhebliche Personalsorgen bei der Polizei in Hamburg bekannt. Engpässe beim Personal sind auch schuld an der schlechten Aufklärungsquote bei Kriminalfällen, die bundesweit nur in Berlin mieser ist.

Foto: daniel-tafjord-271006-unsplash(1) (002)

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