Sinkende Kraftstoffpreise im Februar durch die Covid-19 Krise

Der Ende Januar gestartete Preissturz an den deutschen Zapfsäulen hat sich im Februar fortgesetzt. Hauptursache ist der von China ausgehende Coronavirus, der sich im zurückliegenden Monat global verbreitet und zu massiven Einbrüchen an den Börsen geführt hat. Davon deutlich betroffen sind auch die Rohölnotierungen.

Wie die monatliche Auswertung des Verbraucherinformationsdienstes www.clever-tanken.de zeigt, zahlten Autofahrer pro Liter Super E10 im vergangenen Monat im bundesweiten Schnitt etwa 1,3766 Euro.

Das waren rund 2 Cent weniger als im Januar. Ähnlich günstig war Super E10 zuletzt im November 2019 mit 1,3757 Euro. Noch deutlicher zeigte sich der Unterschied bei den Dieselpreisen. Durchschnittlich kostete der Liter Diesel im Februar 1,2342 Euro – und damit rund 6 Cent weniger als im Januar. Zuletzt war Diesel so günstig im August 2019.

Für vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 zahlten Autofahrer im Februar im Bundesschnitt 330,38 Euro. Das waren rund 5,11 Euro weniger als im Januar. Für die gleiche Menge Diesel wurden im Februar 296,21 Euro aufgerufen und damit etwa 14,23 Euro weniger als im Vormonat.

Städteranking Spritkosten für Februar 2020. (c) infoRoad GmbH / Clever Tanken
Städteranking Spritkosten für Februar 2020. (c) infoRoad GmbH / Clever Tanken

Am preiswertesten waren beide Kraftstoffsorten im bundesweiten Schnitt am Monatsende. Super E10 war am günstigsten am 28. und 29. Februar mit jeweils rund 1,3480 Euro pro Liter. Der günstigste Dieseltanktag war ebenfalls am 29. Februar.

An diesem Samstag kostete der Liter rund 1,1950 Euro. Am teuersten hingegen war Super E10 am Wochenende des 22. und 23. Februar mit jeweils rund 1,3930 Euro. Der Dieselpreis war mit je 1,2480 Euro am höchsten am Samstag, den 1. sowie am Sonntag, den 2. Februar.

Benzin-Dieselschere öffnet sich deutlich

Der Preisunterschied zwischen Super E10 und Diesel ist im Februar deutlich auseinandergedriftet. Gegenüber Januar öffnete sich die Benzin-Dieselschere um durchschnittlich knapp 4 Cent auf 0,1424 Euro pro Liter. Höher war der Preisunterschied zwischen beiden Kraftstoffsorten zuletzt im August 2019 mit 0,1707 Euro.

Städteranking: Bonn wiederholt günstigste Tankstadt der Republik

Im monatlichen Preisvergleich der 20 größten deutschen Städte belegte im Februar wiederholt Bonn Rang eins der günstigsten Super E10-Tankstädte. Im Schnitt kostete hier der Liter 1,3536 Euro. Platz zwei belegte ebenfalls wiederholt Mannheim mit 1,3572 Euro. Auf Platz drei folgte Berlin mit 1,3579 Euro.

Hingegen zahlten Autofahrer im Schnitt am meisten für den Liter Super E10 in Frankfurt am Main (1,3953 Euro), Bremen (1,3902 Euro) und Dortmund (1,3846 Euro). Frankfurt ist damit zum achten Mal in Folge auf den drei vorderen Plätzen der teuersten deutschen Tankstädte. Vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 kosteten hier rund 334,87 Euro – und damit etwa 10 Euro mehr als im günstigen Bonn.

Auch die Platzierungen der günstigsten Dieselstädte waren im Februar gegenüber den beiden Vormonaten wenig überraschend. Zum dritten Mal in Folge teilen sich Berlin, Bonn und Leipzig die vorderen Plätze. Berlin (1,2063 Euro pro Liter) wechselte von Platz drei im Januar auf die Poleposition und verwies damit Bonn (1,2081 Euro) auf den zweiten Platz. Von dort aus rutsche Leipzig (1,2122 Euro) auf Platz drei.

Am meisten zahlten Dieselfahrer hingegen und ebenfalls zum dritten Mal in Folge in Frankfurt am Main mit 1,2474 Euro pro Liter. Auf den Rängen zwei und drei folgten Dortmund (1,2420 Euro) und Nürnberg (1,2380 Euro).

Clever Tanken erwartet für März weiterhin niedriges Preisniveau

Steffen Bock, Geschäftsführer von Clever Tanken: „Anfang des Jahres hatte ein Barrel der für deutsche Verbraucher wichtigen Nordseesorte Brent zeitweilig noch rund 69 US-Dollar gekostet.

Im Februar sackte der Preis deutlich ab und stand am vergangenen Freitag bei rund 50 US-Dollar – dem niedrigsten Wert seit Juli 2017.“ Aufgrund der Corona-Krise vermutet der Experte für März, dass die Kraftstoffpreise auf einem niedrigen Niveau stagnieren, eventuell aber auch noch weiter fallen werden.

Bock rechnet damit, dass die großen Ölfördernationen der Organisation der Erdöl exportierenden Länder und ihre Verbündeten (Opec+) ihre bereits zurückgefahrenen Produktionen weiter drosseln werden, um den Ölpreis zu stützen. Auch geht er davon aus, dass nationale Zentralbanken wie die US-Notenbank Fed geldpolitische Maßnahmen ergreifen, um so den Ölpreis vor erneuten Abstürzen zu bewahren.

„Gleichzeitig aber steigen die Infektionszahlen an dem neuartigen Virus aktuell weltweit an. Das schürt die Furcht an den internationalen Börsen vor einer schwächeren Weltwirtschaft und einer damit verbundenen sinkenden Erdöl-Nachfrage, was die Preise wiederum drückt“, erläutert Steffen Bock.

Trotz dieser Aussichten empfiehlt Bock Autofahrern, die Preise entlang geplanter Fahrtrouten grundsätzlich via App, Navigationsgerät oder dem Internet zu vergleichen.

So könnten sie auch bei weitere fallenden Kraftstoffpreisen sparen und den Wettbewerb unter den Anbietern ankurbeln. Beachten sollten sie dabei die teils enormen Sprünge im Tagesverlauf und zwischen den Anbietern. Günstige Tankzeiten bieten sich oft im Zeitraum zwischen 8 und 10 Uhr, 12 und 13 Uhr und ab 18 Uhr am Abend.

Foto / Quelle: www.clever-tanken.de, infoRoad GmbH

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