Zapfsäulen mit historischen Verhältnissen: Rekordtief bei der Benzin-Diesel-Schere

Obwohl die Preise für Benzin und Diesel im Februar wöchentlich leicht gestiegen sind, konnten sich zumindest Super E10-Fahrer freuen. Nicht nur, dass sie im Mittel den dritten Monat in Folge weniger zahlten. Auch hat sich die Schere zu den durchschnittlichen Dieselpreisen historisch zusammengezogen.

Laut monatlicher Auswertung des Verbraucherinformationsdienstes clever-tanken.de kostete der Liter Super E10 im bundesweiten Schnitt im Februar 1,3184 Euro. Das war zwar nur ein halber Cent weniger als im Januar. Dieselfahrer aber zahlten im Schnitt 1,2466 Euro pro Liter – und damit rund 1,5 Cent mehr als im Vormonat.

Zudem hat sich die Preisdifferenz zwischen Super E10 und Diesel weiter zusammengezogen. Sie betrug im Februar 0,0718 Euro – der niedrigste Wert seit Start der regelmäßigen Auswertungen von Clever Tanken im September 2013.

Niedrige Niveau gehalten
„Die durchschnittlichen Kraftstoffpreise haben sich im Februar gegenüber dem Vormonat zwar nur marginal verändert. Für Fahrer von Benzin-Pkw war die Entwicklung dennoch erfreulich, weil sich das niedrige Niveau aus dem Vormonat gehalten hat.

Zudem kommt ihnen die andauernde Abwärtsspirale gegenüber den Dieselpreisen entgegen – besonders, weil sie mancherorts aktuell pro Liter sogar weniger zahlen als Dieselfahrer. Diese Situation dürfte sich aber in den kommenden Wochen wieder ändern.

Wenn die Heizölnachfrage witterungsbedingt nachlässt, wird der Druck auf den Dieselpreis fallen. Damit wird der Preisunterschied gegenüber Benzin wieder größer“, sagt Steffen Bock, Gründer und Geschäftsführer von Clever Tanken.

Autofahrer zahlten im Februar für vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 durchschnittlich 316,42 Euro. Das waren rund 1,15 Euro weniger als im Januar. Dieselfahrer zahlten für die dieselbe Menge 299,18 Euro – also etwa 3,50 Euro mehr als im Vormonat.

Die beiden teuersten Tanktage für Super E10 waren der 24. und der 25. Februar. 1,3370 Euro kostete der Liter an diesen Tagen im bundesweiten Schnitt. Auch Dieselkraftstoff war am 24. Februar mit 1,2630 Euro pro Liter am teuersten. Am wenigsten zahlten Autofahrer hingegen für Super E10 am 1. Februar (1,3020 Euro) und für Diesel am 2. Februar (1,2320 Euro).

Städteranking Spritkosten Februar 2019
Städteranking Spritkosten Februar 2019

Bochum erstmals seit November 2016 günstigste Tankstadt
Beim Clever-Tanken-Vergleich der 20 größten deutschen Städte belegte in der Sparte Super E10 Bochum erstmals seit November 2016 Platz eins der günstigsten Tankstädte. 1,2946 Euro kostete der Liter hier im Schnitt. Auf Platz zwei folgte Nürnberg mit 1,2959 Euro. Platz drei teilten sich Mannheim und München mit jeweils 1,2997 Euro pro Liter.

Am teuersten war Super E10 hingegen wiederholt in Köln (1,3301 Euro). Auf Platz zwei der teuersten Super E10-Städte folgte Frankfurt am Main (1,3207 Euro). Den dritten Platz belegte erneut Bielefeld (1,3191 Euro).

Für vier Tankfüllungen à 60 Liter Super E10 zahlten Autofahrer im günstigen Bochum 310,70 Euro – und damit 8,52 Euro weniger als im teuren Köln.

In der Sparte Dieselkraftstoff schaffte es wiederholt Leipzig an die Spitze der günstigsten Tankstädte. 1,2027 Euro kostete hier der Liter im Schnitt. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Bochum (1,2169 Euro) und Dresden (1,2191 Euro). Beide Städte tauschten damit ihre jeweilige Position gegenüber dem Vormonat.

Am meisten hingegen zahlten Dieselfahrer zum zweiten Mal in Folge in Nürnberg (1,2544 Euro). München sowie Stuttgart teilten sich im Februar Platz zwei (jeweils 1,2524 Euro). Auf dem dritten Platz folgte Köln (1,2460 Euro).

Der Ausblick
Steffen Bock: „Nach einem mehrmonatigen Anstieg der Preise für Benzin und Diesel sind diese seit November 2018 gesunken. Im Februar haben sie zwar nur leicht, dafür aber kontinuierlich und vor allem gegen Monatsende angezogen.

Dieser Aufwärtstrend dürfte sich im März fortsetzen, da auch die Rohölpreise seit Mitte Februar wieder gestiegen sind und kurzzeitig sogar ein Dreimonatshoch erreicht haben.“ Als Hauptgründe dafür sieht Bock vor allem geopolitische Entwicklungen wie die seit Monaten andauernde Krise in Venezuela oder die US-amerikanischen Sanktionen gegen den Iran.

Darüber hinaus setzen die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und verbündete Produzenten wie Russland ihre Ende 2018 beschlossen Förderkürzungen weiter durch – und lassen sich dabei auch nicht von US-Präsident Donald Trump unter Druck setzen.

Der Experte rät Autofahrern daher, die Kraftstoffpreise entlang geplanter Fahrtrouten regelmäßig via App, Navigationsgerät oder Internet zu vergleichen. Beachten sollten sie dabei die teilweise enormen Sprünge im Tagesverlauf. Am günstigsten ist Kraftstoff derzeit nachmittags zwischen 15 und 17 Uhr sowie am Abend zwischen 19 und 22 Uhr.

Über clever-tanken.de
Als weltweit erstes Unternehmen informierte die infoRoad GmbH mit ihrem Internetportal www.clever-tanken.de bereits im Jahr 1999 Autofahrer in Deutschland über die günstigsten Kraftstoffpreise der jeweiligen Umgebung.

Seit 2013 ist clever-tanken.de einer der ersten zugelassenen Verbraucherinformationsdienste bei der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K). Unterstützt von Recherchen des eigenen Teams, werden damit täglich die Preise nahezu aller Tankstellen in Deutschland aktualisiert.

Als besonderes Angebot erhalten die Nutzer der App von clever-tanken.de außerdem eine exklusive HEM-Tiefpreisgarantie. Diese sichert ihnen den günstigsten Spritpreis aller Tankstellen im Umkreis von fünf Kilometern, der an der nächsten in diesem Radius liegenden HEM-Tankstelle eingelöst werden kann.

In Deutschland ist clever-tanken.de Marktführer unter den Verbraucherinformationsdiensten zum Thema Spritpreise. Die gleichnamige Webseite wird monatlich mehr als sechs Millionen Mal aufgerufen, die Apps mehr als 16 Millionen Mal. (Durchschnittswerte des ersten Halbjahres 2018; Quellen: IVW, AGOF Daily facts, Google Analytics).

Seit Ende November 2018 bietet das Unternehmen über eine Kooperation mit dem Technologie- und Dienstleistungsunternehmen Bosch zudem eine App-Erweiterung an: Über Clever Tanken gelangen Fahrer von Elektroautos auf die Oberfläche Clever Laden.

Über sie lassen sich freie Ladepunkte der Umgebung ermitteln. Auch können die Preise verglichen, Ladevorgänge ausgelöst und beendet sowie die Bezahlung via PayPal und Kreditkarte vorgenommen werden – all das unabhängig von Netzwerkkarten und Verträgen mit Energieunternehmen.

Nicht nur Verbraucher greifen auf die Services von clever-tanken.de zurück. Auch Anbieter wie HERE und Garmin verwenden die Datenbank, um ihre Nutzer über die aktuellen Spritpreise zu informieren. Print- und Rundfunkmedien nutzen den Dienst, um ihren Rezipienten die günstigsten Tankstellen der Umgebung zu melden. Weitere Informationen im Internet unter: www.clever-tanken.de

Foto / Quelle: (c) infoRoad GmbH / Clever Tanken / www.clever-tanken.de

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