Wenn die Temperaturen im Hochsommer klettern, gibt es kaum etwas Erfrischenderes als einen Sprung ins Freibad. Doch längst nicht jede Großstadt bietet ihren Bürgern gleich viele Möglichkeiten dafür – und die beliebtesten Bäder liegen oft dort, wo man sie am wenigsten vermutet.
Die Ferienhausplattform Ferienwohnungen.de hat für die 39 deutschen Großstädte mit mehr als 200.000 Einwohnern ausgewertet, wie viele Freibäder es dort je 100.000 Einwohner gibt, was der Eintritt im Schnitt kostet und wie gut die Bäder bei Google bewertet sind.
Datengrundlage der Bäderzahlen ist der Bäderatlas der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB). Die komplette Auswertung befindet sich unter ferienwohnungen.de/europa/deutschland#freibad-staedte.
Die Top 10 Freibad-Hochburgen Deutschlands
Großstädte mit über 200.000 Einwohnern, sortiert nach Freibädern je 100.000 Einwohner. Berücksichtigt wurden außerdem der durchschnittliche Eintrittspreis, die durchschnittliche Google-Bewertung sowie die Gesamtzahl der Bewertungen.
Auf Platz eins liegt Bielefeld mit sieben Freibädern beziehungsweise 2,11 Freibädern je 100.000 Einwohner. Es folgen Freiburg im Breisgau (2,10), Karlsruhe (1,94), Mannheim (1,88), Bonn (1,85), Stuttgart (1,81), Wuppertal (1,68), Bochum (1,67), Magdeburg (1,64) und Kiel (1,59).
Platz 1: Bielefeld (Nordrhein-Westfalen)
Ausgerechnet Bielefeld führt das Ranking an: Mit sieben Freibädern auf rund 331.000 Einwohner bietet keine andere deutsche Großstadt mit mehr als 200.000 Einwohnern so viel Freibad pro Kopf. Die Palette reicht vom großen Wiesenbad über das familiäre Freibad Gadderbaum bis zum kleinen, aber mit 4,7 Sternen höchstbewerteten Freibad Schröttinghausen.
Freibäder gesamt: 7. Freibäder je 100.000 Einwohner: 2,11. Durchschnittlicher Eintritt: 4,50 Euro. Durchschnittliche Google-Bewertung: 4,36 Sterne. Gesamtzahl der Bewertungen: 2.854.
Platz 2: Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg)
Nur hauchdünn dahinter liegt Freiburg. Fünf Freibäder – darunter das Freibad St. Georgen, das Lorettobad und das weitläufige Strandbad – verteilen sich auf rund 238.000 Einwohner. In einer der wärmsten Großstädte Deutschlands ist das Angebot zum Abkühlen entsprechend gefragt.
Freibäder gesamt: 5. Freibäder je 100.000 Einwohner: 2,10. Durchschnittlicher Eintritt: 6,75 Euro. Durchschnittliche Google-Bewertung: 4,16 Sterne. Gesamtzahl der Bewertungen: 8.230.
Platz 3: Karlsruhe (Baden-Württemberg)
Karlsruhe bringt sechs Freibäder auf gut 309.000 Einwohner. Aushängeschild ist das historische Turmbergbad in Durlach, das bereits 1907 eröffnet wurde und mit zwei Rutschen und großem Barfußpark bis heute zu den beliebtesten Bädern der Stadt zählt.
Freibäder gesamt: 6. Freibäder je 100.000 Einwohner: 1,94. Durchschnittlicher Eintritt: 4,72 Euro. Durchschnittliche Google-Bewertung: 4,37 Sterne. Gesamtzahl der Bewertungen: 6.305.

Die beliebtesten Freibäder liegen ganz woanders / © ferienwohnungen.de
Platz 4: Mannheim (Baden-Württemberg)
Mannheim landet mit sechs Freibädern auf Platz vier – und ist zugleich die günstigste Großstadt im Ranking. Im Schnitt kostet der Eintritt hier nur rund 3,17 Euro. Damit lässt sich der Sommer selbst mit knappem Budget am Beckenrand verbringen.
Freibäder gesamt: 6. Freibäder je 100.000 Einwohner: 1,88. Durchschnittlicher Eintritt: 3,17 Euro. Durchschnittliche Google-Bewertung: 4,15 Sterne. Gesamtzahl der Bewertungen: 2.462.
Platz 5: Bonn (Nordrhein-Westfalen)
Die ehemalige Bundeshauptstadt komplettiert die Top 5. Sechs Freibäder – vom Melbbad bis zum Freibad Friesdorf – sorgen bei rund 324.000 Einwohnern für reichlich Abkühlung entlang des Rheins.
Freibäder gesamt: 6. Freibäder je 100.000 Einwohner: 1,85. Durchschnittlicher Eintritt: 4,00 Euro. Durchschnittliche Google-Bewertung: 4,22 Sterne. Gesamtzahl der Bewertungen: 3.896.
Mittelstädte vorn, Millionenstädte hinten
Auffällig ist, dass vor allem mittelgroße Großstädte das Ranking anführen, während Deutschlands Millionenstädte beim Freibad-Angebot pro Kopf zurückfallen: München (0,4 Freibäder je 100.000 Einwohner), Köln, Berlin (0,57) und Hamburg (0,91) bilden die Schlusslichter.
Ein Blick auf die Google-Bewertungen zeigt, wo die Bäder am beliebtesten sind: Am besten schneidet Braunschweig mit durchschnittlich 4,47 Sternen ab, gefolgt von Karlsruhe (4,37) und Bielefeld (4,36). Am günstigsten planscht es sich in Mannheim mit durchschnittlich 3,17 Euro Eintritt.
Das größte Freibad Deutschlands steht in Frankfurt am Main (Brentanobad, rund 11.000 Quadratmeter Wasserfläche), Deutschlands bestbewertetes Freibad ist die Waschmühle in Kaiserslautern mit 4,6 Sternen bei mehr als 670 Bewertungen.
Deutschlands beliebteste Freibäder
Neben der reinen Anzahl zählt auch die Qualität. Die zehn bestbewerteten Freibäder Deutschlands (nach Google-Sternen, mindestens 100 Bewertungen) sind: Freibad Waschmühle in Kaiserslautern, Schyrenbad in München, Freibad Ingolstadt, Turmbergbad in Karlsruhe, Prinzregentenbad in München, Freibad Fallersleben in Wolfsburg, Freibad Raffteich in Braunschweig, Brentanobad in Frankfurt am Main, Wellenfreibad Markwasen in Reutlingen sowie das Freibad Gadderbaum in Bielefeld.
Methode
Für das Städte-Ranking dienten die im Bäderatlas der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB) verzeichneten Frei- und Kombibäder als Grundlage. Betrachtet wurden die 39 deutschen Großstädte mit mehr als 200.000 Einwohnern.
Gewertet wurde die Zahl der Freibad-Angebote je 100.000 Einwohner. Die Einwohnerzahlen stammen vom Statistischen Bundesamt (Stand 2025). Durchschnittlicher Eintritt und durchschnittliche Google-Bewertung je Stadt beziehen sich auf die erfassten Freibäder der jeweiligen Stadt.
Die Auswahl der beliebtesten Freibäder basiert auf allen untersuchten Großstädten ab 100.000 Einwohnern und deren Google-Bewertungen (nur Bäder mit mindestens 100 Bewertungen). Die Daten wurden im Juli 2026 erhoben.
Quelle / Fotos: ferienwohnungen.de