Facebook blickt unser Liebesleben an

Mit aller Wahrscheinlichkeit hätte selbst Mark Zuckerberg nicht voraussehen können, dass die Statistiker eines Tages sein Netzwerk Facebook als Fenster auf das Liebesleben der Menschheit des 20. Jahrhunderts verwenden würden.

Verliebte schreiben mehr Chronikeinträge
Die über 1,2 Milliarden User von Facebook stellen jedoch eine interessante Quelle an menschlichen Daten dar. Statistiker von Facebook haben demzufolge einen Anteil der Daten gehoben und unter die Lupe genommen. Aus der Analyse der anonymisierten Kommunikation von Paaren geht hervor, dass Facebook es schon lange Zeit im Voraus erkennen kann, wenn zwischen zwei Usern eine Liebes-Affäre aufkeimt.

Bei gegenseitigem Interesse steigt die Anzahl der Chronikeinträge der beiden Verliebten in drei Monaten kontinuierlich an, um dann wenige Tage vor dem Beziehungsanfang ihren absoluten Höhepunkt zu erreichen. Nach dem Start der Beziehung sinken die Chronik-Einträge hingegen erneut.

Vor dem Beginn der Beziehung erreicht die Anzahl der Chronikeinträge bis zu 1,67 Nachrichten pro Tag, während sie nach Beginn der Liebesaffäre bei 1,53 täglichen Einträgen liegt. Allerdings bringen die Nachrichten, die nach dem Beginn der Romanze ausgetauscht werden, gewöhnlich nur positive Emotionen zum Ausdruck.

Love by Camdiluv (CC BY-SA 2.0)
Love – verliebt oder entliebt?

Analyse vom Trennungsrisiko
Eine andere Studie, die von verschieden US-Doktoranden durchgeführt wurde, hat dagegen einen anderen direkt von Facebook bedingten Beziehungsaspekt analysiert.

Es konnte festgestellt werden, dass eine intensive Nutzung von Facebook zur Eifersucht des Partners und zu Beziehungsproblemen führen kann.

Gerade bei Paaren, die erst kurz zusammen sind stellen viele Facebook-Freunde und das intensive Chatten ein Risiko dar. Im schlimmsten Fall können diese Konflikte sogar zu einem Seitensprung führen.

Auch die Wahrscheinlichkeit einer Trennung oder die Verhaltensarten, die den User nach der Beendung einer Liebe kennzeichnet, gehen aus der Datenanalyse von Facebook eindeutig hervor. Während Beziehungen nach drei bis vier Jahren ein Trennungsrisiko von ein bis zwei Prozent aufweisen, liegt die Gefahr, dass die Beziehung bereits in dem ersten halben Jahr scheitert, bei 4% bis 10%.

Nach einer Trennung steigt die Aktivität eines Nutzers wieder radikal an und die Anzahl seiner täglichen Chronikeinträge bleibt auf einem höheren Niveau als zur Zeit der Beziehung. Die Analysten kamen schließlich auch zu der Annahme, dass zwischen dem Trennungsrisiko und dem Zeitpunkt des Beziehungsstarts eine Verbindung bestehe. Anscheinend unterscheiden sich diesbezüglich die in ökonomisch schwierigen Perioden entstandenen Beziehung von solchen, die in positiven Zeiten beginnen.

Foto: Love by Camdiluv (CC BY-SA 2.0)

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