Werftzeit der Cap San Diego in Bremerhaven

Das Museumsschiff „Cap San Diego“ muss wieder turnusgemäß in die Werft. Alle fünf Jahre wird im Rahmen eines mehrtägigen Werftaufenthaltes das Schiff grundlegend sicherheitstechnisch überprüft. Umfangreiche Reparaturarbeiten werden erledigt. Die so genannte „Klassenerneuerung“ ist erforderlich, damit die „Cap San Diego“ auch künftig aktiv am Schiffsverkehr teilnehmen kann. Mit Klasse bleibt die Cap San Diego das größte seetüchtige zivile Museumsmotorschiff der Welt.

Vom 29. Februar bis zum 22. März 2016 wird die Cap San Diego für drei Wochen in Bremerhaven bei German Dry Docks docken. Dort wartet eine lange Liste von Erhaltungsarbeiten auf die Dockarbeiter. Mehr als 200 einzelne Werftpunkte müssen erledigt werden: Stahlflächen werden ersetzt, Tanks und Bilgen gereinigt und konserviert, das Ladegeschirr überarbeitet und getestet und vieles mehr. Der komplette Schiffsrumpf wird einer Dickenmessung unterzogen, damit die Sicherheit des Schiffes auch zukünftig sichergestellt werden kann.

Die Mittel für diesen Werftaufenthalt belaufen sich insgesamt auf eine Summe von ca. 1 Mio Euro. Ein Teil davon, nämlich 400 TEuro, erhält die Stiftung Hamburger Admiralität als Eignerin aus dem Denkmalschutzprogramm des Bundes. Mittel, die mithilfe des SPD Abgeordneten Johannes Kahrs eingeworben werden konnten. Der größere Teil, nämlich 600 Teur muss die Stiftung selbst aufbringen, die dafür auf weitere Spenden angewiesen ist.

Die 1961 gebaute „Cap San Diego“ liegt seit 1988 im Hamburger Sporthafen an der Überseebrücke und ist weithin als maritimes Denkmal und Museumsschiff bekannt. Die „Cap San Diego“ ist das letzte noch erhaltene Schiff einer Serie von sechs schnellen Stückgutfrachtern, die 1961/62 für die Reederei Hamburg Süd gebaut wurde und bis Ende 1981 vorzugsweise nach Südamerika gefahren ist.

Am 10. April 2016 jährt sich die Kiellegung zum 55sten Mal und damit der offizielle Beginn der Montage des Schiffsrumpfes. Nach einer Bauzeit von weniger als einem halben Jahr lief die „Cap San Diego“ bei der Deutschen Werft AG in Hamburg-Finkenwerder vom Stapel. Die „Cap San Diego“ gehört der Stiftung Hamburger Admiralität, dessen vorrangige Aufgabe der Erhalt, der Unterhalt und die Bewirtschaftung des maritimen Denkmals ist. Das Schiff verfügt über eine eigene Crew der Cap San Diego Betriebsgesellschaft mbH (Charterer des Schiffes und seit 1.1.2015 gemeinnützig) sowie vierzig ehrenamtlich tätigen Seeleuten im Ruhestand.

Klassenerneuerung der Cap San Diego
Klassenerneuerung der Cap San Diego

Fahrten nach Cuxhaven, Kiel, Wismar, Helgoland und Bremerhaven sowie die Teilnahme an der Einlaufparade des jährlichen Hamburger Hafenfestes zählen zu den Höhepunkten des jährlichen Schiffskalenders der „Cap San Diego“. Nach der Dockung unternimmt das Schiff am 23. März 2016 eine Werftprobefahrt auf der Weser. Fahrkarten können auf capsandiego.de gebucht werden.

Die Stiftung Hamburger Admiralität ist als gemeinnützig anerkannt. Zum Erhalt des Schiffes ist die Stiftung auf Spenden angewiesen. Die Spenden sind steuerlich absetzbar. Eine Spendenbescheinigung ist über den Vorstand der Stiftung erhältlich.

Spendenkonto:
Stiftung Hamburger Admiralität
MS Cap San Diego
Hamburger Sparkasse,
IBAN: DE51200505501280106368
BIC: HASPADEHHXXX

Schwimmender Zeuge maritimer Geschichte
Sie ist das größte, fahrtüchtige Museumsfrachtschiff der Welt. Ihre elegante Silhouette gehört zum Hamburger Hafenpanorama wie die Speicherstadt und der Michel. Touristen lieben sie, die Crew, sowie 45 ehrenamtlich tätige Seemänner im Ruhestand halten sie mit viel Engagement in Schuss: Die Cap San Diego.

Die Cap San Diego ist das letzte noch erhaltene Schiff einer Serie von sechs schnellen Stückgutfrachtern, die 1961/62 für die Reederei Hamburg Süd gebaut wurden und bis Ende 1981 vorzugsweise nach Südamerika gefahren sind.

Seit 1988 ist die Cap San Diego ein Museumsschiff, seit 2003 zudem maritimes Denkmal, das heute seinen Liegeplatz an der Überseebrücke in Hamburg hat. 2011 wurde dieses schöne Frachtschiff 50 Jahre alt – ein stolzes Alter für ein noch im-mer fahrtüchtiges Schiff. Mehrmals im Jahr legt die Cap San Diego zu Gästefahrten mit bis zu 500 Passagieren ab.

An der Überseebrücke liegend kann das Schiff täglich von 10 – 18 Uhr von Brücke bis Maschinenraum, von Luke bis zu diversen Mannschaftskammern besichtigt werden. Am Wochenende besetzen immer zwei Funker (aus einer insgesamt fast 30 köpfigen Gruppe ehrenamtlicher Funker) die Funkbude und zeigen den interessierten Besuchern, wie Kommunikation auf Schiffen bis in das Jahr 2000 noch üblich war – nämlich mit Morsezeichen.

Ein Audio-Guide in englischer und deutscher Sprache rundet das Erlebnis „Schiff“ ab: Als Hörspiel konzipiert führt er den Zuhörer mit 20 Hörstationen über den Stückgutfrachter und vermittelt so einen lebendigen Eindruck über das Leben an Bord. Zudem ist auf dem Frachter auf 500 qm die Dokumentation „Ein Koffer voller Hoffnung- Auswandererhafen Hamburg“ über das Schicksal der Auswanderer zwi-schen 1850 und 1930 und heute zu besichtigen.

Eine weitere Dauerausstellung beschäftigt sich mit dem Thema Stückgut- und Container – Umschlag und Transport. Auf insgesamt 11 großformatigen Tafeln wird die Geschichte der Stückgutfahrt und die Entwicklung der Containerschifffahrt an-schaulich in Wort und Bild dargestellt.

Theaterstücke und Lesungen für Groß und Klein, Konzerte und Wechselausstellun-gen runden das kulturelle Programm an Bord ab. Außerdem gibt es seit 2009 an Bord einen Klettergarten mit vier Stationen, deren exponierteste die Seilquerung zwischen Mast 1 und Mast 2 – 35 Meter über der Elbe gelegen – ist.

Das Bordbistro bietet in maritimem Flair täglich wechselnden Mittagstisch, kleine Gerichte und Erfrischungen. Die Cap San Diego ist nicht nur ein lebendiges Museumsschiff, sie bietet auch einen schönen Rahmen für Firmen- und Privatfeiern, Seminare und Vorträge, sowie kulturelle Veranstaltungen in den Salons (insgesamt 92 qm bestehend aus Bar, Speiseraum und Bibliothek) sowie in den originellen Party-, Event- und Konzerträumen für bis zu 500 Gästen in den Luken 3 und 4.

Übernachten kann man an Bord in einer der original erhaltenen vier Einzel- und vier Doppel–Passagierkabinen oder in der Kapitäns-Kabine. Eigentümerin des Schiffes ist die Stiftung Hamburger Admiralität, die für die In-standsetzung verantwortlich zeichnet. Unterstützt wird sie von vielen Sponsoren – hauptsächlich aus der Schiffs-Zulieferer Industrie.

Die Cap San Diego wird durch die Cap San Diego Betriebsgesellschaft mbH be-wirtschaftet. Die 100% Gesellschafterin ist die Stiftung Hamburger Admiralität. Die Betriebsgesellschaft ist seit dem 1. Januar 2015 gemeinnützig. Die Bord – Gastronomie wird seit 2006 durch das Hamburger Gastmahl betrieben.

Foto / Quelle: Henning Retzlaff, Cap San Diego Betriebsgesellschaft mbH, Jens Weber, capsandiego.de

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