Ein Abend voller Perspektivwechsel, leiser Intensität und inspirierender Gespräche: Rund 100 geladene Gäste folgten am Donnerstagabend der Einladung zur Vernissage der Ausstellung „Diffusionism“ von Marius Tegethoff in die Livia Lisboa Fotokunst Galerie – gelegen in den Hamburger Stadthöfen, direkt am Neuen Wall.
In den lichtdurchfluteten Räumen entfalteten die Arbeiten ihre besondere Wirkung. Tegethoffs Fotografien bewegen sich zwischen Dokumentation und Abstraktion, zwischen Himmel und Fläche, zwischen Nähe und Distanz. Raum, Zeit und Körper bilden das thematische Fundament – nicht erklärend, sondern fühlbar.
Die Ausstellung lädt zum langsamen Sehen ein und öffnet Räume für Wahrnehmung, Erinnerung und stille Resonanz. Unter den Gästen des Abends waren zahlreiche Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur, Medien und Unternehmertum, darunter die Schauspielerin Christiane Leuchtmann mit Sohn Valentin und die Tiroler Schauspielerin Caroline Tegethoff.
Auch die Sopranistin Dr. Julia Kretschmer-Wachsmann mit ihrem Ehemann, Unternehmer Klausmartin Kretschmer, Susanna Struck vom Hotel Reichshof, Podcasterin Ruth Biallass, Medien-Psychologe Jo Groebel mit seiner Lebensgefährtin Grit Weiß, Jurist Dr. Dirk Debald mit Ehefrau Barbara, das Unternehmerpaar Tiffy und Ulrich Marsau (Die Rösterei Coffeum) sowie die Kunstliebhaberin Cornelia von Wülfing und Immobilienmaklerin Jessica Techert waren dabei.

Künstler Marius Tegethoff mit Christiane Leuchtmann mit Sohn Valentin / © Livia Lisboa – Wallocha
Kulinarisch begleitet wurde die Vernissage von feinem Fingerfood aus dem Hotel Reichshof. Bei Crémant genossen die Gäste nicht nur die Kunst, sondern auch den offenen Austausch. Kunst und Kulinarik verbanden sich zu einem stimmigen Gesamterlebnis. Galeristin Livia Lisboa betonte in ihrer Ansprache: „Marius Tegethoff gelingt es, Fotografie von jeder Schwere zu befreien.“
Blick für Perspektive, Präzision und Zusammenhänge
„Seine Bilder sind keine Abbildungen, sondern Zustände – sie laden dazu ein, sich Zeit zu nehmen und das Sehen neu zu lernen. Genau diese leise Intensität passt perfekt zu unserem Programm und zu diesem Ort.“ Den Gästen wurde schnell deutlich, dass Fotografie für Marius Tegethoff kein Paralleluniversum ist, sondern die Verdichtung eines außergewöhnlich vielseitigen Lebenswegs.
Bereits mit 16 Jahren begann er zu fotografieren – fasziniert von Strukturen, Wiederholungen und Übergängen. Es folgten Stationen in der Musikszene Hamburgs, in der Fliegerei, an der Universität, im Synchronstudio, im Automobil- und Cockpit-Design sowie in der Beratung komplexer Systeme.
All diese Erfahrungen eint ein geschärfter Blick für Perspektive, Präzision und Zusammenhänge – Qualitäten, die sich atmosphärisch in seinen Bildern widerspiegeln. Die Vernissage von „Diffusionism“ machte eindrucksvoll erlebbar, wofür die Ausstellung steht: für das Dazwischen, für Übergänge, für die Gleichzeitigkeit von Vertrautheit und Verlorensein.
Ein Abend, der weniger Antworten gab als Räume öffnete – für Blickwechsel, Gespräche und nachhaltige Eindrücke. Die Ausstellung läuft bis einschließlich 21. Februar 2026. Der Eintritt ist frei.
Quelle / Fotos: lisboa-fotokunst.de







