Arbeitskraft absichern: Was Hamburger Berufstätige über Berufsunfähigkeit wissen sollten

Jeden Morgen stehen in Hamburg tausende Ärztinnen und Ärzte auf, fahren in die Klinik oder in die Praxis und geben alles für ihre Patientinnen und Patienten. Was dabei kaum jemand bedenkt: Die eigene Leistungsfähigkeit ist nicht selbstverständlich. Statistisch gesehen wird etwa jeder vierte Erwerbstätige im Laufe seines Arbeitslebens mindestens einmal berufsunfähig, wie Daten des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft zeigen. In einer Stadt, in der eine Zweizimmerwohnung schnell über 1.000 Euro Kaltmiete kostet, wird ein Einkommensverlust sehr schnell zur echten Bedrohung.

Warum Berufsunfähigkeit kein Randthema ist

Wenn junge Fachkräfte an Berufsunfähigkeit denken, haben sie meistens Bilder von Baustellenunfällen oder schwerer körperlicher Arbeit im Kopf. Das geht an der Realität vorbei. Die mit Abstand häufigste Ursache für einen dauerhaften Berufsausstieg sind psychische Erkrankungen. Depressionen, Burnout und Angststörungen betreffen alle Berufsgruppen, doch Medizinerinnen und Mediziner trifft es besonders oft. Schichtdienst in der Notaufnahme, emotional belastende Situationen auf der Intensivstation und dazu der Druck, keine Fehler machen zu dürfen. Das summiert sich über die Jahre. Wer sich früh genug damit auseinandersetzt und die beste BU für die eigene Lebenssituation auswählt, legt den Grundstein für eine Absicherung, die im Ernstfall wirklich trägt.

BUZ Berufsunfähig durch Krankheit

BUZ – schützt die Existenz bei Berufsunfähig durch Krankheit oder Unfall

Hamburgs Gesundheitsbranche als Risikofeld

Hamburg gehört zu den wichtigsten Gesundheitsstandorten in Deutschland. Am Universitätsklinikum Eppendorf arbeiten Forscherinnen und Kliniker Seite an Seite, die Asklepios Kliniken versorgen einen großen Teil der Hamburger Bevölkerung und dazu kommen hunderte Facharztpraxen in der ganzen Stadt. Die Arbeit dort ist anspruchsvoll. Nachtdienste rauben Schlaf, Personalengpässe erhöhen die Arbeitslast und die Verantwortung für das Leben anderer Menschen wiegt schwer. Mehrere Erhebungen der letzten Jahre bestätigen, dass Ärztinnen und Ärzte überdurchschnittlich häufig unter Erschöpfung leiden. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung greift genau dann, wenn diese Belastung zu viel wird.

Was eine Berufsunfähigkeitsversicherung tatsächlich leistet

Im Kern funktioniert eine Berufsunfähigkeitsversicherung so: Wer seinen Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben kann, erhält eine monatliche Rente. Diese Rente soll das fehlende Gehalt ersetzen und die laufenden Ausgaben abdecken. Miete, Krankenversicherungsbeiträge, Lebensmittel und alles, was im Alltag anfällt. Ohne eine solche Absicherung bleibt nur die gesetzliche Erwerbsminderungsrente. Die fällt in den meisten Fällen erschreckend niedrig aus. Wer in Hamburg lebt und arbeitet, merkt schnell, dass diese staatliche Leistung hinten und vorne nicht reicht.

Warum der Zeitpunkt entscheidend ist

Es gibt eine Faustregel, die sich bei der Berufsunfähigkeitsversicherung immer wieder bestätigt. Wer früh abschließt, zahlt weniger. Eine 25-jährige Assistenzärztin bekommt deutlich günstigere Beiträge als ein 35-jähriger Facharzt mit derselben Absicherungshöhe. Das liegt nicht nur am Alter selbst, sondern vor allem am Gesundheitszustand. Mit Mitte zwanzig haben die meisten Menschen noch keine nennenswerten Vorerkrankungen, was die Gesundheitsprüfung erheblich vereinfacht. Keine Ausschlussklauseln, keine Risikozuschläge. Wer schon während des Medizinstudiums handelt, sichert sich diese Vorteile für die gesamte Vertragslaufzeit.

Qualität statt Preis bei der Tarifwahl

Berufsunfähigkeitsversicherung ist nicht gleich Berufsunfähigkeitsversicherung. Die Unterschiede zwischen den Tarifen verschiedener Anbieter sind teilweise gravierend. Ein entscheidender Punkt ist der sogenannte Verzicht auf abstrakte Verweisung. Klingt sperrig, ist aber enorm wichtig. Dieser Verzicht bedeutet im Klartext: Die Versicherung darf Betroffene nicht einfach auf irgendeinen anderen Beruf verweisen, den sie theoretisch noch ausüben könnten. Für eine Chirurgin, die wegen eines Nervenleidens nicht mehr operieren kann, wäre es ohne diese Klausel denkbar, dass die Versicherung auf eine Tätigkeit als Gutachterin verweist und dann nicht zahlt. Gute Tarife schließen das von vornherein aus.

Unabhängige Beratung macht den Unterschied

Ein Vertrag, der über Jahrzehnte laufen soll, verdient eine gründliche Auswahl. Das Problem bei Versicherungsvertretern einzelner Gesellschaften: Sie können nur das eigene Sortiment anbieten. Das schränkt die Auswahl naturgemäß ein. Unabhängige Berater wie Schlemann.com arbeiten dabei anders: Sie vergleichen Tarife verschiedener Anbieter objektiv und beraten individuell nach den persönlichen Bedürfnissen ihrer Kunden. Für junge Ärztinnen und Ärzte bringt das einen großen Vorteil, weil spezialisierte Berater die Eigenheiten medizinischer Berufe kennen und wissen, welche Klauseln in der Praxis den Unterschied machen.

Besondere Risiken für Medizinerinnen und Mediziner

Im ärztlichen Beruf gibt es Risiken, die in anderen Branchen kaum eine Rolle spielen. Die Infektionsklausel zum Beispiel. Sie wird relevant, wenn ein Gesundheitsamt ein Tätigkeitsverbot ausspricht, weil eine Ärztin oder ein Arzt sich mit einer meldepflichtigen Krankheit infiziert hat. Ohne diese Klausel im Vertrag steht man in einem solchen Fall ohne Einkommen da. Ein weiteres Thema betrifft niedergelassene Ärztinnen und Ärzte: die sogenannte Umorganisationspflicht. Manche Versicherer verlangen, dass Praxisinhaberinnen und Praxisinhaber erst ihre Praxis umstrukturieren, bevor sie Leistungen erhalten. Starke Tarife verzichten auf diese Forderung oder formulieren sie so eng, dass sie in der Realität kaum greift.

Frühzeitige Absicherung als Investition in die Zukunft

Medizinstudierende in Hamburg haben oft ein knappes Budget. BAföG, Nebenjob, vielleicht noch Unterstützung von den Eltern. An eine Versicherung denken die wenigsten. Dabei stehen sie am Anfang einer Karriere, die später ein hohes Einkommen ermöglicht. Viele Versicherer bieten deshalb Einstiegstarife mit niedrigen Anfangsbeiträgen an, die sich nach dem Berufseinstieg automatisch anpassen lassen. So bleibt der Schutz auch mit kleinem Geldbeutel finanzierbar und wächst Stück für Stück mit der beruflichen Entwicklung. Wer dagegen erst nach der Facharztprüfung eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, muss mit höheren Beiträgen rechnen. Und falls in der Zwischenzeit gesundheitliche Probleme aufgetreten sind, wird es unter Umständen richtig schwierig.

Vorsorge gehört zur Karriereplanung

Die eigene Arbeitskraft ist das Fundament jeder beruflichen Laufbahn. Für Ärztinnen, Ärzte und Medizinstudierende in Hamburg heißt das ganz konkret: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung gehört genauso zur Karriereplanung wie die Facharztweiterbildung oder die erste Stelle am UKE. Wer sich früh und mit guter Beratung absichert, kann sich auf das konzentrieren, was zählt. Gute Medizin machen, ohne sich Sorgen um die finanzielle Zukunft machen zu müssen.

Quelle / Foto: Redaktion

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