Expertenrat zur Angst vor Medikamentenverknappung

Was tun, wenn Medikamente knapp werden, weil Engpässe bestehen? Eine Einschätzung der Lage von Mathias Arnold im „Diabetes Ratgeber“: Viele Diabetes-Patienten sind beunruhigt mit Blick auf ihre Medikamentenversorgung. Erst Corona, jetzt der Ukraine-Krieg: Ist es sinnvoll, sich einen größeren Vorrat an lebensnotwendigen Arzneimitteln wie Insulin zuzulegen?

„So wie die Lage jetzt ist, gibt es keinen Grund, auf Vorrat zu kaufen“, sagt Mathias Arnold, Apotheker aus Halle an der Saale und Vizepräsident der Bundesvereinigung deutscher Apotheker (ABDA) im Apothekenmagazin „Diabetes Ratgeber“.

Tabletten in Verpackung
Medikamente bitte nicht hamstern! / © pixabay.com Pexels

Engpässe können gut abgefangen werden

Einerseits bestehen hierzulande mit Russland und der Ukraine wenige wirtschaftliche Kontakte, was Arzneimittel betrifft, zudem ist Deutschland als wirtschaftlich starkes Land in der Lage, notfalls auf dem Weltmarkt Medikamente zu einem höheren Preis einzukaufen, erklärt Arnold. Fehlt etwas, liege es oft nicht an der Produktion, sondern an der Logistik, so der Apotheker. Also beispielsweise an der Frage: Wann trifft der nächste Lkw mit Waren ein?

Dazu kommt: Niemand kann vorhersehen, wie eine Erkrankung verläuft oder wann die Therapie geändert wird, verdeutlicht Mathias Arnold: „Braucht man die alten Medikamente nicht mehr, wirft man sie weg oder sie verfallen. Gerade Insulin hat eine sehr begrenzte Haltbarkeit.“ Deswegen appelliert Arnold an Diabetes-Patienten: „Bitte nicht hamstern!“ Engpässe könnten von Industrie, Großhandel und Apotheken recht gut abgefangen werden, so der ABDA-Vizepräsident.

Quelle / Fotos: wortundbildverlag.de / © pixabay.com

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