Bargeld: Ein letztes großes Stück persönlicher Freiheit

So heißt es nicht nur, dass es sich erübrigen würde, dass man keine Münzen mehr mit sich herum tragen müsste, nein – man könnte dann auch ganz ohne Geldbörse das Haus verlassen und käme nie wieder in Gefahr, sein Portemonnaie zu verlieren oder bestohlen zu werden.

Mit einem Chip auf einer Art Bankomatkarte, wie wir sie heute schon kennen, könnte man dann alle Dinge des Alltags erledigen. Und es stimmt ja auch, dass das neue kontaktlose Bezahlen an Bankomatkassen schnell und unkompliziert von statten geht. Kein langes Geldzählen mehr und Warten auf das Wechselgeld; nur mal schnell eben die Karte hingehalten und fertig ist der Einkauf.

In Schweden ist man da sogar schon noch einen Schritt weiter. Dort gibt es bereits erste Tests, wo sich Bürger den Chip sogar unter die Haut der Hand einpflanzen lassen, sodass ein Verlust einer etwaigen Karte mit dem Datenträger ausgeschlossen ist.

Dabei enthält dieser Chip auch noch gleich eine Reihe von persönlichen und biometrischen Daten wie Krankenakten und Ausweisinformationen. Neben allen diesen möglichen Vorteilen, ist es doch eher so, dass es einem als normal sozialisierter Mitteleuropäer vor so einer Bündelung von so vielen persönlichen Daten eher graut.

EiMiX - Münzen wird es immer geben
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Virtuelles Bezahlen hinterlässt Spuren
Man stelle sich nur vor, dass man mit einem unscheinbaren Hand-Scann-Gerät in der U-Bahn zur Rush Hour im Vorbeigehen von unzähligen Bürgern die persönlichsten Daten auslesen und speichern könnte. Bei der Vorstellung eines solchen Szenarios würden wohl dann doch viele Menschen hierzulande wieder den guten alten Geldbeutel wählen.

Der fast wichtigste Faktor jedoch ist, dass Bargeld einfach ein letztes großes Stück persönliche Freiheit bedeutet. Gerade in Zeiten, wo Behörden und Konzerne immer mehr Daten und Informationen über die Bürger sammeln, werden sich auch viele Menschen bewusst, dass sie dieses Stück persönlicher Freiheit nicht aufgeben wollen.

Auch wenn es uns noch so praktisch und angenehm erscheint, kontaktlos mit Karte bezahlen zu können, den kleinen Aufwand, die Euro und Cent Münzen aus der Geldbörse hervorzukramen, sollte uns es auf jeden Fall wert sein, wenn wir dadurch ein Stück persönlicher Freiheit erhalten können.

Ohne Bargeld und ohne Münzen wird es nie gehen
Denn schließlich geht es niemanden etwas an, wofür wir unser Geld ausgeben. Und es geht niemanden etwas an, wie ungesund wir uns ernähren, oder wann wir an welchem Ort für welches Produkt wie viel Geld bezahlt haben.

Gerade wenn man sich vor Augen führt, wie viele persönliche Daten eine einzige Transaktion mit einer Bankomat- oder Kreditkarte beinhaltet, wird einem bewusst, wie wichtig der Erhalt des Bargeldes auch in Zukunft für jeden Einzelnen für uns ist und wie viele Interessen von Seiten der Industrie und der Politik dahinter stehen, um diesen Status Quo zu verändern oder sogar ganz abzuschaffen.

Foto / Quelle: www.eimix-geldbeutel.de

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