Bitcoin am Geldautomaten kaufen

Wer noch zu Beginn des Jahres von Deutschland aus in das südlich gesehene Nachbarland Österreich gefahren ist, hat wohl geglaubt, in einem fernen Land außerhalb der europäischen Grenzen zu sein: Immer wieder stieß man auf sogenannte Bitcoin-Automaten, an denen gleich vor Ort in die Kryptowährung investiert werden konnte – selbst in Filialen der österreichischen Post wurden derartige ATMs aufgestellt.

Die wenigen mutigen Pioniere, die in Deutschland Bitcoin-Automaten aufgestellt haben, mussten aufgrund der Anweisungen von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (kurz: BaFin) jedoch schnell wieder den Stecker ziehen. Jedoch hat das Berliner Kammergericht nun entschieden, dass die BaFin hier die Kompetenzen überschritten hat. Das heißt: Der Handel mit dem Bitcoin ist nicht strafbar – ATMs sind also sehr wohl auch in der Bundesrepublik erlaubt.

Was mittlerweile alles so geht am Geldautomaten
Genial was mittlerweile alles so geht an Geldautomaten  (c) pixabay

Der Markt wird größer werden

Folgt man einer Studie aus den USA, so darf sich der Markt für die Bitcoin-Automaten auf einen baldigen Boom freuen. Denn in den nächsten Jahren soll der Markt für Krypto-ATMs von 16 Millionen US Dollar auf rund 145 Millionen US Dollar zulegen.

Folgt man den Studienergebnissen, so sind besonders die Zwei-Wege-Automaten gefragt, die nicht nur den Euro oder den US Dollar in eine bestimmte Kryptowährung tauschen, sondern auch digitale Währungen in das klassische Fiat-Geld umwandeln. Zu den Gewinnern, so die Marktbeobachter, werden übrigens die Hersteller der ATM-Drucker werden. Diese werden hauptsächlich dahingehend verwendet, private wie öffentliche Schlüssel in Form von QR-Codes auf einem Blatt Papier zu drucken.

Die Start-ups Genesis Coin, Värdex Suisse wie General Bytes sind im Moment die Marktführer im Krypto-ATM-Bereich. Hersteller wie Betreiber der klassischen Geldautomaten sind noch zurückhaltend. Cardtronics, der größte Geldautomaten-Betreiber, hat den Bitcoin als „Bedrohung des Geschäftsmodells“ bezeichnet.

Nautilus Hyosung, einer der wohl größten ATM-Hersteller in Asien, hat sich hingegen schon relativ früh bereit erklärt, die Geräte aufzurüsten – das heißt, seit letztem Jahr können an den Automaten des südkoreanischen Herstellers Bitcoins gekauft werden.

Zwischen Höhenflügen und Rekordabstürzen

Investiert man in den Bitcoin, so muss man sich von Anfang an bewusst sein, dass es immer Höhen wie Tiefen geben kann. Befand sich der Bitcoin-Preis Anfang 2019 bei 3.000 US Dollar, so folgte dann ein (nicht in dieser Art und Weise zu erwartender) Höhenflug: Ende Juni kratzte der Bitcoin an der 14.000 US Dollar-Grenze. Jedoch kam es dann zur Kurskorrektur: Innerhalb weniger Wochen rutschte der Bitcoin auf unter 10.000 US Dollar ab; mit aktuellem Stand (Mitte Oktober 2019) liegt der Bitcoin-Preis im Bereich der 8.100 US Dollar.

Auch 2017, als der Preis des Bitcoin von 1.000 US Dollar (Januar) auf fast 20.000 US Dollar (Dezember) geklettert ist, folgte wenig später der Absturz. 2018 verlor der Bitcoin rund 80 Prozent seines Werts.

Wer hingegen über Bitcoin Circuit sein Geld investiert, der muss berücksichtigen, dass man hier nicht direkt Coins der Kryptowährung erwirbt, sondern nur auf den Kursverlauf setzt. Das heißt, man spekuliert mit kurzfristigen Entwicklungen. Eine ebenfalls nicht ganz ungefährliche Möglichkeit, da es durchaus starke Schwankungen gibt. So kann der Bitcoin-Preis in der Früh noch bei 8.000 US Dollar liegen, zu Mittag bei 8.300 US Dollar sein und am Abend wieder unter die 8.000 US Dollar-Grenze gerutscht sein.

Kein grosses Risiko gehen
Kein grosses Risiko gehen  (c) pixabay

Anleger sollten immer nur frei verfügbares Kapital investieren

 Folgt man den aktuellen Prognosen, so kann es durchaus ratsam sein, jetzt in den Bitcoin zu investieren. Schlussendlich gibt es doch einige Analysten wie Marktbeobachter, die die Kryptowährung bereits bei über 20.000 US Dollar sehen.

Jedoch muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass  man ausgesprochen vorsichtig sein sollte, wenn man auf Grundlage einer Prognose investiert – hier handelt es sich nämlich um keine Garantie, sondern um eine Berechnung, die auf Basis der aktuellen Situation entstanden ist.

Unvorhergesehene Ereignisse können immer wieder für Veränderungen sorgen – das heißt, man sollte wirklich nur frei zur Verfügung stehendes Kapital verwenden. Verluste sind nämlich, wenn man sein Geld in den Kryptomarkt steckt, immer möglich.

Kauft man also über den Bitcoin-ATM Coins oder investiert über eine Börse, so sollte man nur Geld verwenden, das auch „verloren werden“ darf.

Fotos: https://pixabay.com/de/photos/geldautomat-geld-abheben-karte-1524870/

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