Wandertouren durch das Ribnitzer Große Moor

Der größte Greifvogel Europas hat sich an der Ostsee eingerichtet: Auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst findet der prächtige Seeadler einen perfekten Lebensraum. Welche Naturschönheiten hier auf ihre Entdeckung warten, dafür begeistern engagierte Naturranger ab sofort die Gäste des Strandhotels Fischland. Die spannenden Touren wurden gemeinsam mit dem hiesigen Infozentrum »Wald & Moor« entwickelt – eine Reise durch die Jahreszeiten der Natur auf der beliebten Ostseehalbinsel.

Wald, Wiesen, Dünen und die See: Natur, soweit das Auge reicht. Der nur wenige Schritte vom Strandhotel Fischland entfernt gelegene Küstenwald zählt landschaftlich gesehen zur »Nordöstlichen Mecklenburger Heide«. Er gilt mit seinen 12.000 Hektar als das größte zusammenhängende Waldstück an der norddeutschen Küste überhaupt und hat sich seit vielen Jahren unter Naturbegeisterten als Wanderparadies etabliert.

Auch in der kalten Jahrezeit eine herrlicher Ausflug für den stressgeplagten Grossstädter
Auch in der kalten Jahrezeit eine herrlicher Ausflug für den stressgeplagten Grossstädter

Jahreszeitliche Highlights im Moor
Über 30 Kilometer lang ist das gut ausgeschilderte Wegenetz und kann per pedes, Pedale oder Pferd erschlossen werden. Ein ökologisches Highlight ist dabei das Naturschutzgebiet »Ribnitzer Großes Moor« mit seiner einzigartigen Flora und Fauna. Es zählt zu den schönsten und wertvollsten küstennahen Hochmooren in Deutschland – extremer Lebensraum und Rückzugsgebiet für viele seltene Pflanzen und Tiere. Spezielle angelegte Wege leiten Exkursionsgäste durch diese reizvolle Hochmoorlandschaft.

Frühjahr: Blau färben sich paarungswillige Moorfrösche
Im Frühjahr brütet hier der Kranich, der nach langer Reise im März auf den Darß zurückkehrt und sein reiches Nahrungsangebot schätzt. Auch die männlichen Moorfrösche stehen auf seinem Speiseplan und sind jetzt – nur für kurze Zeit – in blauer Hochzeitstracht zu sehen. Kaum überhörbar ist ihr lautes Quaken.

Traumhafte Natur vor den Toren der Stadt, naja fast...
Traumhafte Natur vor den Toren der Stadt, naja fast…

Der Seeadler bevorzugt die stille Weite zwischen Meer und Bodden, wo er auf Beutezug für seinen Nachwuchs fliegt. Was den Verzehr von Fisch anbelangt, kann er sich jedoch mit Sternekoch Pierre Nippkow hoffentlich einigen. Aus dessen Gourmetrestaurant Ostseelounge auf dem Dach des Hotels lässt sich weit auf das Küstenpanorama und die Ostsee blicken – ein Höhepunkt, wenn sich dabei der »König der Lüfte« zeigt.

Sommer: ein Eldorado für Naturfotografen
Die besonders beliebten Wollgrastouren bietet das Strandhotel Fischland von Mai bis Juli an, denn jetzt stehen die zartweißen Wedel der Gräser in ganzer Pracht. Im Niedermoor verzaubert sodann die Gelbe Sumpfschwertlilie den Erlenbruchwald mit ihrer Leuchtkraft und in den Moorgräben blüht großflächig die Wasserfeder. Der Sumpfporst, auch »Edelweiß des Nordens« genannt zeigt sich ebenfalls von seiner schönsten Seite. Ein Eldorado für Naturfotografen oder die, die es werden wollen.

Massentourismus sieht anders aus- das ist mal ´ne Lage!
Massentourismus sieht anders aus- das ist mal ´ne Lage!

Herbst: das Farbenspiel der Natur
Wenn die Glockenheide zart erblüht und morgens die ersten Frühnebelschleier über den Torfstichen schweben, Nebeltröpfchen wie Perlen an den Fäden der Spinnennetze hängen, zeigt das Moor seinen besonderen Reiz. Immer öfter sind die seltenen Moor-Birkenpilze zu entdecken. Moos- und Preiselbeeren gewinnen an Farbe und leuchten kräftig in der Herbstsonne. Besonders gut sind die Tentakeln der Fangblätter des Rundblättrigen Sonnentaus auszumachen.

Neben moortypischen Pflanzen wie dem Weißen Schnabelried macht der Naturranger auf besondere Heilpflanzen aufmerksam. Dazu zählen Bittersüßer Nachtschatten, Blut- und Gilbweiderich oder Wolfstrapp. Libellen sind wahre Akrobaten der Lüfte. Über 25 verschiedene Libellenarten gibt es hier, darunter die Blutrote Heidelibelle oder die Kleine Moosjungfer. Selten gewordene Amphibien und Reptilien wie Ringelnatter oder Kreuzotter haben sie im Visier.

Wo weitläufige Wälder auf die Ostseeküste stossen
Wo weitläufige Wälder auf die Ostseeküste stossen

Vom Hotel aus dem Röhren der ralligen Rothirsche lauschen
Im angrenzenden Wald sammeln sich Rot-, Reh- und Schwarzwild, Fuchs und auch der Dachs. Vom Hotel aus kann man im Herbst dem Röhren der Rothirsche während der Brunft lauschen. Natur erleben, Stress abbauen und eine entspannte Auszeit im Grünen genießen, das ist es, was alljährlich viele Erholungsuchende des Strandhotels Fischland in den nahen Küstenwald und das Ribnitzer Große Moor führt.

Der Wald mit seiner besonderen Atmosphäre schärft die Sinne fernab von der hektischen Alltagswelt und hilft das Bewusstsein wieder auf das Wesentliche zu richten. Im Frühling duftet es hier nach frischem Grün, im Sommer kühlt er die Luft und bietet Schattenplätze, im Herbst trägt er Früchte und inszeniert ein prächtiges Farbenspiel, im Winter bietet er Ruhe und Schutz. Dabei sorgt das sauerstoffreiche Waldklima gemeinsam mit der jodhaltigen Luft der Ostsee für ein in Deutschland einzigartiges Mikroklima, das immer mehr Naturbegeisterte zu schätzen wissen.

Foto / Quelle: Strandhotel Fischland

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