Rettet den Fehmarnbelt – mit Video

Im Norden Deutschlands ringt gerade eine ganze Region um die eigene Zukunft. Die Menschen kämpfen gegen den Bau des längsten Unterwassertunnels der Welt durch die Ostsee und die damit verbundene geplante Güterbahnschneise durch die Urlaubsregion zwischen Hamburg und Fehmarn. Bereits rund 75.000 Menschen haben an einer Online-Petition gegen das Mega-Projekt Fehmarnbelt-Tunnel teilgenommen -> http://www.beltretter.de/unterschriften.

Und im derzeit laufenden behördlichen Widerspruchs-Verfahren wird mit mehreren tausend so genannten „Einwendungen“ gerechnet. Die Beltretter – eine Bewegung aus bereits etwa 60 Organisationen, Gemeinden und Unternehmen – hat eigens einen „Widerspruch-Generator“ ins Internet gestellt, damit jeder ganz einfach sein persönliches Veto-Schreiben zusammenstellen, ausdrucken und in die Post geben kann: -> http://beltretter.de/widerspruch/.

Der Aufruf der jungen Fehmaranerin Malin Binding bewegt viele Deutsche
Der Aufruf der jungen Fehmaranerin Malin Binding bewegt viele Deutsche

Das Milliarden-Bauprojekt Fehmarnbelt-Tunnel halten die Beltretter für wirtschaftlich unsinnig und absolut gefährlich. Für den längsten Absenktunnel der Welt würde der Boden der empfindlichen Ostsee auf einer Länge von 18 Kilometern tief und breit aufgerissen werden. Die Aufwirbelungen würden die Ostsee bis Rügen auf der einen und Flensburg auf der anderen Seite eintrüben. Dabei queren täglich im Durchschnitt nur etwa 5.000 Fahrzeuge die Strecke zwischen Lolland und Fehmarn – derzeit per Fähre.

Aber bereits die Fähren sind über das Jahr nur zu 40 Prozent ausgelastet. Karin Neumann, Sprecherin der Beltretter: „Die Dänen behaupten, sie würden dieses gigantische Projekt allein finanzieren.

In Wirklichkeit aber zahlen wir Deutschen die Zeche über die dann fällige Maut, über die EU-Zuschüsse, zu denen Deutschland als Großzahler beiträgt, und über die Finanzierung der deutschen Hinterlandanbindung – also Güterbahntrasse, neue Autobahnabschnitte und Brücken – stark mit.“

Die Beltretter mobilisieren die Öffentlichkeit immer wieder mit originellen Aktionen. Sie veranstalten Aktionen und nutzen das Internet, Facebook, Youtube, Twitter und schalten Anzeigen in Tageszeitungen. Aktuell berührt der Aufruf einer jungen Fehmaranerin viele Deutsche: http://ots.de/urKbS.

Foto / Quelle: beltretter.de

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