Fast jeder zweite Hamburger gibt mehr als ein Drittel des Einkommens für Miete aus

35 Prozent der Hamburger geben bereits zwischen 30 und 50 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Miete aus – bei sieben Prozent liegt er Anteil sogar über 50 Prozent. Das geht aus einer vom Immobilien-Marktplatz „loftville“ in Auftrag gegebenen Studie hervor.

Für die repräsentative Umfrage wertete das Meinungsforschungsinstitut „Lightspeed Research“ die Antworten von 1.000 Hamburgern aus. „Das ist schon ein bedenklicher Wert, wenn man beachtet, dass etwa Vermieter oder Banken von einem ungünstigen Verhältnis sprechen, wenn die Mietkosten 30 Prozent des Einkommens übersteigen“, so Johannes Haus, Mitgründer und Geschäftsführer der loftville GmbH.

Fast jeder zweite Hamburger gibt mehr als ein Drittel des Einkommens für Miete aus
Fast jeder zweite Hamburger gibt mehr als ein Drittel des Einkommens für Miete aus

Während es in den vergangenen Tagen in Großstädten bundesweit zu Demonstrationen für bezahlbare Mieten gekommen ist, unterstreichen die Ergebnisse der Studie die Spannungen auf dem Wohnungsmarkt. Haus kommentiert: „Diese aktuellen Daten stellen auch Zahlen in Frage, die noch vor einem Monat vom Immobilienverband Deutschland herausgegeben wurden. Dort wurde für Hamburg eine Zahl von 20 Prozent für Mietausgaben als Anteil vom Nettohaushaltseinkommen genannt.“

Laut der nun vorliegenden Studie geben allerdings 82,7 Prozent der Hamburger bereits über 20 Prozent aus. Neben den hohen Mietkosten scheint es weitere Faktoren zu geben, die viele Hamburger an einem funktionierenden Immobilienmarkt zweifeln lassen. So zeigten sich über 70 Prozent der Befragten überzeugt, dass sie ohne persönliche Beziehungen keine Chance auf eine gute neue Wohnung haben.

Gleichzeitig bescheinigen 77,3 Prozent der Befragten den Maklern eine schlechte Leistung: Die Courtage für deren Dienste sei in der Regel nicht gerechtfertigt. Haus dazu: „Unzufriedenheit auf Seiten der Mieter lässt sich auf einem Markt mit starker Übernachfrage sicher nicht ganz vermeiden, aber gerade seriöse Makler sind vor dem Hintergrund dieser Umfrage gefragt, sich klar von schwarzen Schafen abzugrenzen“.

Eine Möglichkeit sei etwa, frustrierende Massenbesichtigungen zu vermeiden und schon im Vorfelde eine sinnvolle Vorauswahl der Mieter zu treffen. “loftville” ist übrigens ein geschlossener Immobilienmarktplatz, der die besten Mieter und die begehrtesten Wohnungen und Häuser zusammenführt.

Foto: Shutterstock / Web: loftville.com

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