Hamburgs Klavierfestival mit einer außergewöhnlichen Premiere – mit Video

Nachdem das Chopin Festival im letzten Jahr mit großem Erfolg als Livestream-Festival stattfand, warten die Initiatoren des Festivals in diesem Jahr mit einer ganz besonderen Premiere auf: Das szenische Konzert Frédéric und Friederike, das auf den verschollen geglaubten Briefen von Frédéric Chopins Schülerin Friederike Müller an ihre Tanten in Wien basiert, eröffnet als Uraufführung am Samstag, 15. Oktober das 4. Chopin Festival im Theater „Haus im Park“ in Hamburg-Bergedorf.

Uta Goebl-Streicher, die Entdeckerin der Briefe, gibt eine Einführung. Die Zeitreise nach Paris in den Salon von Frédéric Chopin bildet den Auftakt für die folgenden Festival-Tage, an denen drei Konzerte im Museum für Kunst & Gewerbe Hamburg im Fokus stehen. Das Klavierfestival, dessen Veranstalterin die Chopin-Gesellschaft Hamburg & Sachsenwald e.V. ist, zeichnet sich in seinen Konzerten durch die Verwendung sowohl historischer als auch zeitgenössischer Tasteninstrumente aus.

Die Besonderheit liegt dabei im Kontrast der dadurch erschaffenen Klangwelten, die faszinierende Konzerterlebnisse und ganz neue Erfahrungen im Wahrnehmen von Musik ermöglichen. Im Museum für Kunst & Gewerbe Hamburg finden sich restaurierte Flügel aus der Zeit Chopins, etwa ein Steinway von 1872, ein Pleyel von 1847 sowie ein Brodmann, der auf die Zeit um 1815 datiert wird.

Plakat 4. Chopin Festival Hamburg / © Chopin-Gesellschaft Hamburg-Sachsenwald e.V.
4. Chopin Festival Hamburg / © Chopin-Gesellschaft Hamburg-Sachsenwald e.V.

In der Sammlung Musikinstrumente des Museums werden diese Meisterinstrumente des 19. Jahrhunderts mit ihren unverwechselbaren Ausprägungen zu hören sein. Im Gegensatz dazu steht der Shigeru Kawai von 2019, der die klangliche Unterschiedlichkeit zu den historischen Instrumenten auf reizvollste Art verdeutlicht.

Neben der Uraufführung von Frédéric und Friederike erwartet die Besucher des diesjährigen Chopin Festivals zwei weitere Premieren. So wird erstmalig ein Liederabend in das Programm aufgenommen, bei dem eine Sopranistin sowohl auf einem historischen als auch einem modernen Flügel begleitet wird.

Auch das Abschlusskonzert gibt es in dieser Form zum ersten Mal: Ein Improvisationsabend, inspiriert von den Balladen Frédéric Chopins, Stanisław Moniuszkos und Carl Loewes, bildet mit zeitgenössischen Interpretationen der Romantik einen bemerkenswerten Abschluss des diesjährigen Klavierfestivals, das für alle Interessenten ein abwechslungsreiches Programm bereithält.

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Einladungsvideo des Festival-Intendanten Prof. Hubert Rutkowski

„Nach dem Erfolg des letztjährigen Festivals, das als ‚Special Edition‘ mit Livestream-Konzerten stattfand, freuen wir uns unglaublich, in diesem Jahr wieder Besucher bei unseren Konzerten begrüßen zu dürfen“, erklärt Prof. Hubert Rutkowski, Intendant des Chopin-Festivals und Präsident der Chopin-Gesellschaft Hamburg & Sachsenwald e.V.

„Besonders glücklich bin ich, dass wir diesmal nicht nur herausragende Künstler gewinnen konnten, die das Publikum mit den Klangwelten der historischen und zeitgenössischen Instrumente begeistern werden, sondern auch darüber, dass wir unserem Programm mit einem szenischen Konzert eine neue Facette hinzufügen werden.

Mit Frédéric und Friederike im Theater „Haus im Park“ in Hamburg-Bergedorf werden wir erstmals den rein konzertanten Bereich verlassen.“ Abgerundet wird das Programm des Festivals mit Meisterkursen für die Studierenden der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, in denen sie von Professoren der Fryderyk-Chopin-Universität für Musik Warschau unterrichtet werden. Auch hier sind Zuhörende herzlich willkommen.

Quelle / Fotos: chopin-festival.de

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