Energetische Sanierung: Diese Fördermöglichkeiten kommen in Frage

Energetische Sanierung bietet Hausbesitzern immense Chancen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Kostensenkung. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Fördermöglichkeiten, die durch Programme wie das KfW-Effizienzhaus und BAFA-Zuschüsse bereitgestellt werden. Erfahren Sie, wie Sie durch clevere Kombination von Förderungen und gezielte Beratung maximale finanzielle Unterstützung und Einsparungen erzielen können.

Mit professioneller Energieberatung lassen sich individuelle Maßnahmen optimal planen
Besser ist es individuelle Maßnahmen optimal planen / (c) Foto von Brett Jordan auf Unsplash

KfW-Effizienzhaus: Sanieren mit System

Das KfW-Effizienzhaus-Programm bietet Hausbesitzern attraktive Möglichkeiten, ihre Immobilie umfassend und energieeffizient zu sanieren. Je nach angestrebtem Effizienzhaus-Standard – KfW 55, 70, 85, 100 oder 115 – können beachtliche Zuschüsse von bis zu 27,5% der Sanierungskosten sowie Kreditzinsen ab 0,75% in Anspruch genommen werden. Entscheidend ist, dass das gesamte Energieeffizienzniveau des Gebäudes nach der Sanierung den jeweiligen Standard nachweislich erfüllt.

Das wird von einem zertifizierten Energieberater bestätigt, der auch Auskunft über die Kosten für Dachfenster Austausch geben kann. Auf diese Weise werden nicht nur einzelne Maßnahmen, sondern die Optimierung des Hauses als Gesamtsystem gefördert. Das Programm ist daher ideal für Hausbesitzer, die eine umfassende energetische Modernisierung planen und von attraktiven Förderbedingungen profitieren möchten.

Einzelmaßnahmen clever kombinieren für maximale Förderung

Um die Gesamtkosten für eine energetische Sanierung zu senken, lassen sich verschiedene Förderprogramme clever kombinieren. KfW-Zuschüsse für den Heizungstausch können zum Beispiel mit BAFA-Förderungen für einen hydraulischen Heizungsabgleich oder steuerlichen Vergünstigungen kombiniert werden. Dadurch lassen sich die Investitionskosten spürbar reduzieren.

Beispielsweise können Hausbesitzer mit der KfW-Förderung „Energieeffizient Sanieren – Kredit“ bis zu 30 Prozent der Kosten als Zuschuss erhalten. Zusätzlich können sie beim BAFA einen Zuschuss von bis zu 45 Prozent für einen hydraulischen Heizungsabgleich beantragen. So lassen sich die Gesamtkosten deutlich senken.

Eine professionelle Energieberatung unterstützt dabei, die individuell sinnvollsten Maßnahmen zu identifizieren und die verschiedenen Förderprogramme optimal aufeinander abzustimmen. Der Energieberater analysiert den Gebäudezustand, erstellt einen Sanierungsfahrplan und zeigt, welche Förderungen für die jeweiligen Maßnahmen in Frage kommen. So können Hausbesitzer das volle Förderpotenzial ausschöpfen und von maximalen Einsparungen profitieren.

Gerade bei umfassenden Sanierungen, die mehrere Einzelmaßnahmen umfassen, lohnt es sich, die verschiedenen Fördermöglichkeiten gezielt miteinander zu kombinieren. So können Eigentümer das Optimum an Energieeffizienz und Kosteneinsparung erreichen.

BAFA-Zuschüsse: Von Heizungsoptimierung bis Energieberatung

Der BAFA-Zuschuss ist eine attraktive Fördermöglichkeit für Eigentümer, die ihre Immobilie energieeffizient sanieren möchten. Mit den Fördergeldern des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle lassen sich verschiedene Maßnahmen zur Optimierung der Heizungsanlage und Steigerung der Energieeffizienz umsetzen. Dazu zählen etwa der hydraulische Abgleich, die Dämmung von Heizungs- und Warmwasserleitungen oder die Optimierung der Heizkurve. Auch eine Energieberatung kann über das BAFA bezuschusst werden.

So können Hausbesitzer beispielsweise einen Zuschuss für einen hydraulischen Abgleich ihrer Heizung beantragen. Damit wird die Effizienz der Anlage deutlich erhöht und der Energieverbrauch spürbar gesenkt. Auch der Austausch alter Heizungspumpen sowie die Installation von Pufferspeichern werden vom BAFA bezuschusst. Darüber hinaus fördert das Programm die professionelle Energieberatung für Wohngebäude. Hier erstellen Experten individuelle Sanierungskonzepte und zeigen den Eigentümern auf, welche konkreten Maßnahmen sinnvoll und förderfähig sind.

Fördermöglichkeiten
Vielfältige Fördermöglichkeiten werden angeboten

Heizungs-Check: Vom hydraulischen Abgleich profitieren

Wer seine Heizungsanlage effizienter und komfortabler gestalten möchte, sollte einen Heizungs-Check in Betracht ziehen. Dabei können Eigentümer Einsparpotenziale identifizieren und ihre Heizung mit einem hydraulischen Abgleich optimieren. Beim hydraulischen Abgleich wird die Heizungsanlage so einreguliert, dass alle Heizkörper im Haus gleichmäßig mit Wärme versorgt werden. Das steigert den Komfort, spart Energie und Kosten. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert diese Maßnahme mit einem Zuschuss von bis zu 30% der Kosten, was für einen durchschnittlichen Haushalt bis zu 400 Euro bedeuten kann.

Der hydraulische Abgleich ist eine lohnenswerte Investition, da er den Energieverbrauch um 5-15% senken kann. Das macht sich langfristig in niedrigeren Heizkosten und einem Beitrag zum Klimaschutz bemerkbar. Mit der finanziellen Unterstützung des BAFA können Hausbesitzer die Effizienz ihrer Heizung nachhaltig verbessern, ohne die Kosten scheuen zu müssen.

Länderprogramme: Regionale Fördertöpfe anzapfen

Zusätzlich zu den bundesweiten Förderprogrammen bieten viele Bundesländer eigene attraktive Förderangebote für energetische Sanierungen. So können Hauseigentümer von zusätzlichen Zuschüssen auf Landesebene profitieren, die die Gesamtförderung ordentlich aufstocken können.

Zum Beispiel gibt es in Baden-Württemberg einen Zuschuss von bis zu 5.000 Euro für die Sanierung von Bestandsgebäuden zum KfW-Effizienzhaus-Standard. Und in Bayern werden der Einbau von Solaranlagen auf dem eigenen Dach mit bis zu 2.000 Euro gefördert. Viele Bundesländer bieten außerdem kostenlose Energieberatungen und Unterstützung bei der Antragsstellung an, um die Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen zu erleichtern.

Mit der Kombination aus Bundes- und maßgeschneiderten Landesprogrammen lässt sich die finanzielle Belastung einer umfassenden energetischen Sanierung spürbar reduzieren. Die Experten der regionalen Energieagenturen beraten Hauseigentümer gerne zu den passenden Fördermöglichkeiten in ihrer Gegend.

Kommunale Förderprogramme: Lohnenswerte Extras entdecken

Viele Städte und Gemeinden bieten eigene Förderprogramme an, um Hauseigentümer bei der energetischen Sanierung zu unterstützen. So können beispielsweise Maßnahmen wie die Begrünung von Dächern, die Entsiegelung von Flächen oder der Austausch alter Haushaltsgeräte gegen energieeffiziente Modelle bezuschusst werden. Diese kommunalen Fördertöpfe ergänzen die bundesweiten Programme sinnvoll und eröffnen zusätzliche Möglichkeiten. Oft sind die Anträge unkompliziert, sodass die Zuschüsse das Budget für die energetische Sanierung spürbar aufstocken können.

Interessierte Eigentümer sollten sich am besten direkt bei ihrer Stadtverwaltung oder den örtlichen Stadtwerken über die aktuell verfügbaren Optionen informieren und die genauen Förderkonditionen prüfen. Denn die Förderprogramme können sich von Kommune zu Kommune unterscheiden.

Viele Kommunen bieten hier attraktive Zusatzleistungen an, die über die bundesweiten Förderprogramme hinausgehen. So können beispielsweise Zuschüsse für die Anschaffung energieeffizienter Haushaltsgeräte oder die Begrünung von Dächern und Fassaden beantragt werden. Auch die Entsiegelung von Grundstücksflächen wird häufig gefördert, um den Wasserhaushalt und das Stadtklima zu verbessern.

Wer sich über die kommunalen Fördermöglichkeiten informiert, kann somit sein Sanierungsvorhaben deutlich kostengünstiger umsetzen und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Antragsverfahren sind in der Regel unkompliziert, sodass sich der zusätzliche Aufwand schnell auszahlt.

Steuerliche Förderung: Sanierungskosten von der Steuer absetzen

Als Eigentümer einer Immobilie können Sie von attraktiven steuerlichen Förderungen profitieren, wenn Sie in die Verbesserung der Energieeffizienz investieren. So lassen sich die Kosten für eine umfassende Sanierung deutlich reduzieren. Ein konkretes Beispiel: Seit 2020 können Sie 20 Prozent der Aufwendungen für bestimmte Einzelmaßnahmen wie Dämmung, Fenster- oder Heizungstausch über einen Zeitraum von drei Jahren von der Steuerschuld abziehen. Dabei ist wichtig, dass die Arbeiten von Fachbetrieben ausgeführt werden und bestimmte Mindeststandards bei der Energieeffizienz eingehalten werden, wie sie auch für andere Förderprogramme gelten.

Darüber hinaus bietet die staatliche KfW-Bank verschiedene attraktive Förderprogramme, mit denen Sie beim energieeffizienten Sanieren unterstützt werden. Je nach Maßnahme erhalten Sie dabei attraktive Zuschüsse oder zinsverbilligte Kredite.

Fördermittel beantragen: So geht’s Schritt für Schritt

Wenn es um die Beantragung von Fördermitteln für die energetische Sanierung geht, gibt es einige wichtige Schritte zu beachten. Zunächst müssen Hauseigentümer prüfen, welche Förderprogramme für ihre geplanten Maßnahmen infrage kommen und ob sie die jeweiligen Förderkriterien erfüllen. Dabei ist zu beachten, dass viele Programme den Antrag vor Beginn der Sanierungsarbeiten verlangen. Dafür sind Kostenvoranschläge, Energieausweise und Eigentumsnachweise zusammenzustellen. Der Förderantrag selbst muss dann sorgfältig und vollständig ausgefüllt sowie fristgerecht eingereicht werden.

Um sicherzustellen, dass alles korrekt abläuft, empfiehlt es sich, einen erfahrenen Energieberater hinzuzuziehen. Dieser kann den gesamten Prozess begleiten und dabei helfen, alle relevanten Unterlagen zusammenzustellen und termingerecht einzureichen. So vermeiden Eigentümer lästige Rückfragen oder gar die Ablehnung ihres Antrags.

Energieberater: Experten an der Seite für optimale Förderung

Energieberater sind wertvolle Experten, die Hauseigentümer beim energetischen Sanieren unterstützen. Sie kennen die verschiedenen Förderprogramme wie KfW und BAFA in- und auswendig und wissen genau, welche Maßnahmen förderfähig sind und wie viel Geld man dafür beantragen kann. So können Eigentümer mit KfW-Krediten bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit für Sanierungen finanzieren, bei BAFA-Zuschüssen sind es bis zu 30.000 Euro.

Die Energieberater helfen, das gesamte Förderpotenzial optimal auszuschöpfen – sei es durch Kombination von Bundes-, Landes- oder kommunalen Programmen oder die Nutzung steuerlicher Vorteile. Das reduziert die Kosten für die Sanierung enorm. Sie beraten, welche Schritte nötig sind, um die Anträge korrekt zu stellen und alle Unterlagen zusammenzustellen. So lassen sich die Zuschüsse unkompliziert beantragen und zügig bewilligen.

Fazit

Energetische Sanierung lohnt sich dank zahlreicher Fördermöglichkeiten wie KfW-Effizienzhaus und BAFA-Zuschüssen. Mit professioneller Energieberatung lassen sich individuelle Maßnahmen optimal planen und kombinieren, um maximale finanzielle Unterstützung zu erhalten. So profitieren Hausbesitzer von verbesserten Energieeffizienzstandards und langfristigen Kosteneinsparungen.

Quelle / Foto: (c) Redaktion

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