Warum nachhaltige Veranstaltungstechnik günstiger ist

Im Moment, auf Grund der derzeitigen Einschränkungen, Regeln und Verordnungen sind Großveranstaltungen wie Konzerte, Sportevents, Messen und größere Firmenveranstaltungen leider kein Thema. Aber jeder der sich an eine solche erinnern kann und ein wenig über den Tellerrand hinaus geschaut hat, der wird sich des Öfteren schon einmal gefragt haben, was denn mit den ganzen Materialien am Ende der Veranstaltung passieren mag.

Wer einen Tag später noch einmal auf das Veranstaltungsgelände schaut und die Müllberge sieht, der fragt sich nicht selten, ob das wirklich zivilisierte Menschen waren, die dort am Vortag zusammen gekommen sind. Daher stehen Veranstaltungen, gerade Großveranstaltungen, nicht gerade unbegründet, in Verruf.

Zu viel Müll, zu viel Energieverschwendung, zu viel Einweg, zu viel Logistik, zu viel Umweltbelastung insgesamt. Aber andererseits kommen halt viele Menschen auf dichtem Raum zusammen und provisorische Installationen müssen geschaffen werden. Dann ist dass leider eben unvermeidbar, oder?

Was soll denn mit der Dekoration des Parteitags, der Messe oder der gigantischen Konzertbühne nach dem Konzert geschehen? Mit den zertrampelten Bodenplatten, und und und? Das Zauberwort heißt: Nachhaltige Veranstaltungstechnik. Heute noch eher die Ausnahme, wird zum verantwortungsbewussteren Umgang mit Ressourcen in der näheren Zukunft kaum eine Alternative existieren.

Wie kann nachhaltige Veranstaltungstechnik aussehen?

Selbstverständlich ist jede Großveranstaltung eine Herausforderung und vieles ist im Rahmen der Planung und Umsetzung unvermeidbar. Das Ziel ist vielmehr, den Impact pro Person so niedrig wie möglich zu halten. Ideal und durchaus erreichbar ist ein Fußabdruck der Gesamtveranstaltung geteilt durch deren Anzahl der Teilnehmer, der kleiner ist, als der eines Einzelnen. Nachhaltige Veranstaltungstechnik beginnt bei so nebensächlichen Kleinigkeiten, wie der Virtualisierung der Kommunikation.

Bühnenaufbau
Auch Großveranstaltungen können nachhaltiger sein / © pixabay.com

Schriftliche Korrespondenz kann beinahe ausnahmslos elektronisch und ohne Papier stattfinden. Desweiteren müssen entsprechende Verpackungsmaterialien nicht jedes Mal aus Schaumpolitstyrol neu gekauft werden. Die klassische Variante mit Packdecken funktioniert genauso gut und vermeidet jede Menge nicht oder schwer abbaubaren Müll. Technik und Aufbauten müssen nicht über hunderte Kilometer aus dem letzten Winkel der Republik oder gar dem Ausland herangekarrt werden.

Fahrwege auch auf kurzen Strecken lassen sich vielfach optimieren und können effizienter und besser geplant werden. Ein weiteres Problem bei Veranstaltungen ist, dass sich seit vielen Jahren eine schon teils absurde Wegwerfmentalität eingebürgert hat. Sicher wird für eine perfekte Veranstaltung auch in Zukunft vieles neu gekauft werden müssen, aber Einweg ist tatsächlich in vielen Fällen durch eine leicht zu reinigende Mehrwegalternative ersetzbar.

Wo liegt der Kostenvorteil?

Nachhaltige Veranstaltungstechnik vom Profi hat zunächst erst einmal keinerlei Qualitätsminderung zur Folge. Aber durch das Nachhaltigkeits-Konzept können bedeutende Geldbeiträge gespart werden. Im Prinzip ist die Formel recht logisch und einfach: Alles, was nicht neu gekauft werden muss, weil es letztes Mal weggeworfen wurde, muss auch nicht bezahlt werden.

Das mögen hier und da nur ein paar hundert Euro sein, aber bei einer Veranstaltung summiert sich das am Ende locker auf einige Tausender und das ist dann schon bedeutsam. Aber abgesehen vom monetären Aspekt der nachhaltigen Veranstaltungstechnik steht für die so arbeitenden Firmen vor allem unser Planet selbst im Vordergrund.

Zu vielschichtig sind die Probleme, zu komplex sind unsere Gesellschaft und die Weltwirtschaft verknüpft. Doch irgendwo muss ein Anfang gemacht werden. Und wenn sich dadurch sogar bessere Arbeitsbedingungen und finanzielle Einsparungen für den Kunden ergeben, scheint dieser doch der korrekte Weg.

Fotos / Quelle: green-event.de

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