Wie steht es wirklich um Deutschlands Landwirtschaftsbetriebe?

Wie es um aktuelle Trends und Entwicklungen in der Landwirtschafts-Branche bestellt ist, das geht aus einer neuen Studie von Block-Builders.de hervor. In den vergangenen Jahrzehnten ist die Anzahl der Landwirtschaftsbetriebe in Deutschland merklich zurückgegangen. Gab es im Jahr 1995 noch etwa 587.700 hiervon, waren es zuletzt rund 256.000.

Doch dies ist erst der Anfang, so Prognosen der DZ-Bank. Demnach soll sich die Anzahl bis zum Jahr 2040 abermals mehr als halbieren. Wie die Studie aufzeigt, ist die Hofnachfolge bei landwirtschaftlichen Großbetrieben häufig gesichert, wohingegen Kleinbetriebe häufig ohne Nachfolger dastehen.

Struhernte auf dem Feld mit Traktor
Längst nicht mehr grün. Ist Deutschlands Landwirtschaft am Ende? / © pixabay.com – Tama66

Konkret ist bei 18,1 Prozent der Höfe mit weniger als 5 Hektar Land die Nachfolge gesichert, wohingegen der Anteil bei jenen mit mehr als 1.000 Hektar knapp 74 Prozent beträgt. Die Wut der Landwirte hat zuletzt hohe Wellen geschlagen. Knapp 4 von 5 Bundesbürger haben dabei Verständnis für diese Proteste.

Erschreckende Zahlen, düstere Aussichten

Dabei zeigt ein Blick auf das Zahlenwerk, dass sich das jährliche Einkommen landwirtschaftlicher Haupterwerbsbetriebe von 2021/2022 auf 2022/2023 um 40 Prozent erhöht hat. Allerdings, so die Einschätzung zahlreicher Experten, gibt es je nach Art des Landwirtschaftsbetriebes eine große Varianz, auch was die Notwendigkeit von Subventionen betrifft.

Indes pendelte sich die jährliche Gesamtfinanzierung im Agrifood-Sektor durch VC-Investoren im Vorjahr bei etwa 500 Millionen US-Dollar ein. Das Finanzierungsvolumen sank dabei deutlich. Auch auf dem Börsenparkett standen die Zeichen auf Rot. Während der DAX in den letzten 12 Monaten beispielsweise um 11,7 Prozent zulegte, schlägt der Rückgang beim iShares Agribusiness UCITS ETF mit 16,3 Prozent zu Buche.

Quelle / Fotos: block-builders.de / pixabay.com

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