Trockenbrot statt Gänsebraten? Wird an Weihnachten 2023 gespart?

Die wirtschaftliche Lage in Europa bleibt angespannt und die Menschen halten weiterhin ihr Geld zusammen – mit entsprechenden Folgen für das anstehende Weihnachtsgeschäft: Mehr als jeder vierte Deutsche (27 Prozent) will in diesem Jahr bei den Weihnachtsgeschenken sparen. Und auch in Schweden und Großbritannien setzen die Menschen zum Fest der Liebe den Rotstift an:

27 Prozent der Schweden und 35 Prozent der Briten wollen bei den Weihnachtsgeschenken aufs Geld achten. Aber auch in anderen Lebensbereichen sitzt das Geld keineswegs locker. Gleichzeitig bleibt der langfristige Vermögensaufbau für die meisten Menschen wichtig. Das zeigt eine neue repräsentative Umfrage der Lowell Gruppe, ein führendes Unternehmen im Forderungsmanagement in Europa.*

Johan Agerman, CEO bei Lowell DACH und Lowell Nordics: „Viele Menschen wollen sich in diesem Jahr zu Weihnachten einschränken. Das zeigt, dass sehr verantwortungsvoll mit Geld umgegangen wird. Dieses Bewusstsein wollen wir mit unseren Dienstleistungen und Services auch in Zukunft unterstützen.“

Nicht nur bei den Weihnachtsgeschenken, auch in anderen Bereichen sitzt das Geld nicht mehr so locker. In Deutschland sind die Menschen vor allem beim Reisen und in der Freizeit auf Sparkurs. 37 Prozent geben weniger Geld für Urlaub aus, 30 Prozent sparen bei den Hobbies und 25 Prozent bei Lebensmitteln. Immerhin: Jeder Fünfte hat nicht vor, sich einzuschränken. In Schweden machen die Menschen auch vor allem beim Urlaub Abstriche (38 Prozent), gefolgt von den Lebensmitteln (33 Prozent) und der Freizeit (28 Prozent).

Im Vereinigten Königreich sind Hobbies und Freizeit mit 37 Prozent auf Platz eins der Spar-Charts. Knapp dahinter landet hier der Urlaub auf Platz zwei (36 Prozent), dicht gefolgt von den bereits erwähnten Weihnachtsgeschenken, für die 35 Prozent der Briten weniger Geld ausgeben wollen – wobei nur 28 Prozent der britischen Männer aber 43 Prozent der Frauen zu Weihnachten sparen wollen.

Sparen für den langfristigen Vermögensaufbau – Spitzenreiter Schweden

Bei aller Sparsamkeit ist der langfristige Vermögensaufbau durch regelmäßiges Sparen in allen drei Ländern beliebt. In Deutschland legen zwei Drittel (66 Prozent) monatlich Geld beiseite, genauso in Großbritannien (67 Prozent). Spitzenreiter im Sparen sind unsere Nachbarn im hohen Norden: drei von vier Schweden (75 Prozent) legen jeden Monat Geld zurück.

In allen drei Ländern sparen die Menschen gerne monatlich feste Beträge zwischen fünf und mehr als 20 Prozent ihres monatlichen Einkommens. 48 Prozent der Deutschen, 45 Prozent der Briten und 59 Prozent der Schweden sparen auf diese Art. Das Prinzip „Je nachdem, was am Ende übrigbleibt“ ist in Deutschland (18 Prozent), Großbritannien (22 Prozent) und Schweden (17 Prozent) ebenfalls verbreitet, um monatlich Geld zur Seite zu legen.

Frauen haben weniger Geld zum Sparen übrig

Am Ende des Monats ist kein Geld mehr für die Vermögensbildung vorhanden: das geben in Deutschland und Großbritannien jeweils 21 Prozent, in Schweden immerhin 14 Prozent an. Von diesen Nichtsparern ist in Deutschland jede Vierte eine Frau (26 Prozent) und nur jeder Siebte ein Mann (15 Prozent).

Eine mögliche Erklärung für die ungleiche Geschlechterverteilung liefert ein Blick auf den Familienstand der insgesamt 2039 deutschen Befragten: 10 Prozent sind geschieden, 4 Prozent verwitwet. Angehörige dieser beiden Gruppen gaben mit Abstand am häufigsten an, kein Geld sparen zu können.

Bei den Geschiedenen waren es 40 Prozent, bei den Verwitweten 39 Prozent. Alle anderen Familienstände sind in der Gruppe der Nichtsparer deutlich seltener vertreten: 19 Prozent Singles, 15 Prozent Verheiratete, 18 Prozent eingetragene Partnerschaft, 21 Prozent zusammenlebend, 32 Prozent getrennt lebend.

Sparbuch, Tagesgeldkonten und Aktienfonds am beliebtesten

Auf welche Art das Gesparte angelegt wird, ist in den drei europäischen Ländern sehr unterschiedlich. Die Deutschen setzen vor allem auf Tagesgeldkonten (29 Prozent), gefolgt von Aktienfonds (21 Prozent), Sparbuch (18 Prozent), die eigene Immobilie (17 Prozent), Spardose (14 Prozent), Einzelaktien (13 Prozent) und Lebensversicherung (11 Prozent).

Brot und Wasser
Zu Weihnachten wird gespart, aber so schlimm wird’s wohl nicht… / © pixabay.com – Arcaion

In Schweden sieht die Hitliste der Geldanlagen ganz anders aus: mit 44 Prozent steht hier das gute alte Sparbuch auf Platz eins. Auf den weiteren Rängen liegen Aktienfonds (36 Prozent), Tagesgeldkonten (33 Prozent), Einzelaktien (22 Prozent), eigene Immobilie (13 Prozent), Lebensversicherung (7 Prozent) und Spardose (5 Prozent).

Auch im Vereinigten Königreich steht das Sparbuch hoch im Kurs: 42 Prozent der Briten setzen auf diese Anlageform. Tagesgeldkonten landen mit 30 Prozent auf dem zweiten, die eigene Immobilie mit 21 Prozent auf dem dritten Platz. Die weiteren Plätze im britischen Anlageranking erreichen nur einstellige Prozentzahlen: Einzelaktien nutzen 9 Prozent, Aktienfonds 8 Prozent, Lebensversicherung 6 Prozent und Spardose 4 Prozent der Befragten.

Männer sind in der Geldanlage experimentierfreudiger

Auffallend in allen drei Ländern ist, dass Männer bei den Anlageformen experimentierfreudiger und risikobereiter sind. Von den 21 Prozent der Befragten, die in Deutschland Aktienfonds nutzen sind 28 Prozent männlich und nur 13 Prozent weiblich, von den 13 Prozent der Einzelaktiennutzer sind 19 Prozent männlich und nur 6 Prozent weiblich.

Ähnliche Verhältnismäßigkeiten finden sich auch in Großbritannien und Schweden, selbst bei den insgesamt sehr unpopulären Kryptowährungen: Nur 5 Prozent der Deutschen investieren in diese virtuelle Form der Geldanlage (davon 9 Prozent Männer und 2 Prozent Frauen).

Den gleichen Wert, nämlich 3 Prozent, geben die Briten an (5 Prozent Männer, 2 Prozent Frauen) und selbst das  in den Bezahlsystemen als fortschrittlich geltende Schweden erreicht bei der Kryptowährung nur 3 Prozent – immerhin bei fast gleicher Geschlechterverteilung (4 Prozent Männer, 3 Prozent Frauen).

Agermann: „Unsere Untersuchung zeigt, dass Menschen in Deutschland, Großbritannien und Schweden trotz wirtschaftlicher Unsicherheit bemüht sind, klug und nachhaltig zu wirtschaften. Das bestärkt uns darin, unsere Angebote zur finanziellen Bildung weiter auszubauen.“

* Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der zwischen dem 23.10. und 01.11.2023 2039 Personen in Deutschland, 2051 in Großbritannien und 2050 in Schweden teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die Bevölkerung in den drei Ländern ab 18 Jahren.

Über Lowell

Lowell ist ein führender europäischen Anbieter im Forderungsmanagement. Ziel des Unternehmens ist es, für Kunden und Konsumenten optimale Lösungen für den Umgang und die schnelle Ablösung offener Forderungen zu finden. Die Lowell Gruppe ist in Großbritannien, Deutschland, Österreich, sowie in der Schweiz, in Dänemark, in Norwegen, Finnland und Schweden tätig.

Dank umfangreicher Expertise in der Datenanalyse und einem ausgezeichneten Risikomanagement kann Lowell auf kompetente und effiziente Lösungen in allen Bereichen des Forderungsmanagements zurückgreifen, vom Forderungskauf über Inkasso-Dienstleistungen bis hin zur Ausgliederung von Geschäftsabläufen. Lowell konzentriert sich dabei auf den Menschen, hat sich zum Schutz besonders schutzbedürftiger Verbraucher verpflichtet und sucht, unter Berücksichtigung der individuellen bzw. betrieblichen Situation der Beteiligten stets angemessene, nachhaltige und faire Lösungen zu finden.

Lowell ist 2015 aus dem Zusammenschluss zweier führender Unternehmen aus Großbritannien und Deutschland entstanden: der Lowell Gruppe und der GFKL-Gruppe. Lowell wird unterstützt von der globalen Private-Equity-Gesellschaft Permira sowie dem Ontario Teachers‘ Pension Plan.

Quelle / Fotos: lowellgroup.de / © pixabay.com

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