Wer dieser Tage an die Zapfsäule fährt, reibt sich die Augen. Die Spritpreise sind in den vergangenen Wochen wieder deutlich angestiegen, und viele Autofahrer spüren das direkt im Geldbeutel. Was steckt hinter der aktuellen Preisentwicklung, und wie können Verbraucher gegensteuern?
Ein Liter Super E10 kostet in Deutschland derzeit im Schnitt rund 1,90 Euro, in Österreich liegen die Preise ähnlich hoch. Diesel hat sich zuletzt ebenfalls verteuert und notiert je nach Region zwischen 1,70 und 1,85 Euro je Liter. Das sind Niveaus, die Autofahrer schon länger nicht mehr gesehen haben.
Die wichtigsten Ursachen für den Preisanstieg
Der Rohölpreis ist die entscheidende Stellschraube bei den Kraftstoffpreisen. Weil die OPEC ihre Fördermengen gedrosselt hat und gleichzeitig die Nachfrage weltweit wieder anzieht, klettert der Ölpreis stetig nach oben. Hinzu kommen geopolitische Unsicherheiten in mehreren Förderregionen, die Händler und Spekulanten nervös machen.
Auch die Steuerlast spielt eine erhebliche Rolle. In Deutschland fließen auf jeden Liter Benzin mehr als 65 Cent an Mineralöl- und Energiesteuer. Die Umsatzsteuer kommt noch obendrauf. Wer also an der Tankstelle 1,90 Euro bezahlt, gibt mehr als die Hälfte davon direkt an den Staat ab. Daran ändert der günstigste Rohölpreis der Welt herzlich wenig.
Dazu kommen Wechselkurseffekte. Da Rohöl in US-Dollar gehandelt wird, schlägt ein schwacher Euro automatisch auf die Preise durch. In den vergangenen Monaten hat der Eurokurs gegenüber dem Dollar nachgegeben, was die Einfuhr von Öl spürbar teurer macht.
Ständig steigende Spritpreise – ein ewiges Ärgernis für die Autofahrer
Unterschiede zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz
Wer regelmäßig grenzüberschreitend fährt, weiß: Die Kraftstoffpreise unterscheiden sich je nach Land erheblich. In Österreich tanken viele Deutsche beim Urlaub oder auf der Durchfahrt günstiger als daheim, weil die Steuerbelastung dort etwas geringer ausfällt. Allerdings schwankt das Bild von Region zu Region und von Woche zu Woche.
Wer vor der Reise oder dem nächsten Tankstop wissen möchte, wo in Österreich aktuell günstig getankt werden kann, findet beim Spritpreisrechner von finanzhub.at eine hervorragende Anlaufstelle. Das Werkzeug zeigt übersichtlich, welche Tankstellen in der gewünschten Region die günstigsten Preise anbieten, und erspart damit das lästige Abfahren mehrerer Stationen auf der Suche nach dem besten Preis. Gerade für Pendler und Vielfahrer lohnt sich ein Blick vor jeder Tankrunde.
Wann ist tanken am günstigsten?
Die Tageszeit spielt beim Spritpreis eine oft unterschätzte Rolle. Untersuchungen zeigen, dass die Preise an deutschen Tankstellen im Laufe des Tages erheblich schwanken. Morgens zwischen 7 und 9 Uhr sowie am frühen Nachmittag sind die Preise oft am höchsten. Abends zwischen 18 und 22 Uhr sinken sie häufig auf das Tagesniveau.
Auch der Wochentag hat Einfluss. Montags und dienstags tanken Autofahrer in der Regel etwas günstiger als am Wochenende. Wer flexibel ist und nicht immer zu denselben Stoßzeiten fährt, kann allein durch den richtigen Zeitpunkt mehrere Cent pro Liter sparen. Bei einem 50-Liter-Tank summiert sich das über das Jahr auf einen dreistelligen Eurobetrag.
Spritpreis-Apps und Online-Rechner als clevere Helfer
Der schnellste Weg zum günstigen Preis führt heute meist über das Smartphone. Zahlreiche Apps zeigen in Echtzeit die Spritpreise der umliegenden Tankstellen an und ermöglichen eine schnelle Entscheidung, ohne die nächste Ausfahrt zu verpassen. Wer über die Grenze fährt oder in Österreich unterwegs ist, sollte den Spritpreisrechner von finanzhub.at im Browser gespeichert haben. Dort lassen sich Preise für verschiedene Kraftstoffarten gezielt vergleichen, was besonders auf langen Strecken bares Geld spart.
Kommt eine Entspannung bei den Spritpreisen?
Eine verlässliche Prognose ist bei den Kraftstoffpreisen notorisch schwierig. Analysten gehen davon aus, dass die Preise im weiteren Jahresverlauf weiter schwanken werden. Ein Rückgang unter die Marke von 1,70 Euro für Super E10 gilt in der kurzen Frist als unwahrscheinlich, solange der Rohölpreis nicht deutlich nachgibt.
Autofahrer sollten sich also auf dauerhaft erhöhte Kosten einstellen und das eigene Fahrverhalten entsprechend anpassen. Wer unnötige Kurzstrecken vermeidet, vorausschauend fährt und vor dem Tanken kurz den Preisrechner checkt, hält die Kosten trotzdem in einem vertretbaren Rahmen.
Die wichtigste Botschaft lautet: Wer informiert tankt, zahlt weniger. Das gilt für Hamburg genauso wie für Wien oder Salzburg.
Quelle / Foto: Redaktion







