Eine Hochzeit in Deutschland kostet 2026 durchschnittlich 17.006 Euro. Doch nicht jedes Paar muss so viel ausgeben: Neue Daten von Bridebook zeigen, an welchen Stellen Paare flexibel sein können, um ihr Hochzeitsbudget zu maximieren.
Der durchschnittliche Preis für eine Hochzeit ist im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 1.300 Euro gestiegen. Gleichzeitig zeigen die Daten, dass viele Paare versuchen, ihr Budget bewusster einzusetzen.
28 % der Paare gaben 2025 weniger als 10.000 Euro für ihre Hochzeit aus, gegenüber 25 % im Vorjahr. Besonders bei der Wahl des Hochzeitstages, der Jahreszeit, der Gästezahl und der Region gibt es große Unterschiede bei den Kosten.
Die wichtigsten Zahlen im Überblick
- 17.006 Euro kostet eine Hochzeit in Deutschland 2026 durchschnittlich.
- 18.357 Euro kostet eine Hochzeit an einem Samstag – und damit mehr als an jedem anderen Wochentag.
- 14.792 Euro kostet eine Hochzeit am Freitag.
- 14.444 Euro kostet eine Hochzeit am Sonntag.
- 19.835 Euro kostet eine Hochzeit im August, dem teuersten Monat.
- Im Januar kostet eine Hochzeit dagegen durchschnittlich nur 8.500 Euro.
- Eine Hochzeit mit bis zu 30 Gästen kostet durchschnittlich 12.295 Euro.
- Bei mehr als 150 Gästen steigen die durchschnittlichen Kosten auf 26.674 Euro.
Nadia Essawy, Senior Marketing Associate bei Bridebook kommentiert: „Die Zahlen zeigen, dass Paare bei der Hochzeitsplanung durchaus Spielraum haben. Die durchschnittlichen 17.000 Euro sind dabei kein festes Budget, das jedes Paar einplanen muss. Flexibilität bei Termin, Gästezahl oder Location kann dabei helfen, das Budget gezielter zu nutzen und unnötige Mehrkosten zu vermeiden.”
Samstag ist der teuerste Hochzeitstag
Der Samstag bleibt mit 47 % der Hochzeiten der beliebteste Termin. Gleichzeitig ist er mit durchschnittlich 18.357 Euro auch der teuerste Tag zum Heiraten.
Wer bei der Planung flexibel ist, kann hier bereits mehrere tausend Euro sparen. Eine Hochzeit am Freitag kostet durchschnittlich 14.792 Euro, am Sonntag sind es 14.444 Euro.
Auch Hochzeiten unter der Woche werden beliebter: 27 % der Paare heiraten zwischen Montag und Donnerstag, weitere 17 % entscheiden sich für einen Freitag.
- Tipp: Nicht nur auf den Samstag festlegen
Paare, die bei der Wahl des Hochzeitstages flexibel sind, sollten deshalb auch Freitag oder Sonntag in Betracht ziehen. Die Daten zeigen, dass der klassische Samstag nicht nur besonders beliebt, sondern gleichzeitig auch besonders teuer ist.
Die größte Ersparnis gibt es bei der Wahl des Monats
Auch die Jahreszeit hat einen deutlichen Einfluss auf die Kosten. Zwar bleiben Sommerhochzeiten besonders beliebt (40 % der Paare heirateten 2025 im Sommer) allerdings sind gerade die beliebtesten Monate auch die teuersten. Der August liegt mit durchschnittlich 19.835 Euro an der Spitze.
Im Januar kostet eine Hochzeit dagegen durchschnittlich nur 8.500 Euro. Damit können Paare durch die Wahl eines weniger beliebten Hochzeitstermins eine Ersparnis von mehr als 11.000 Euro beim durchschnittlichen Hochzeitsbudget erzielen.
- Tipp: Nebensaison statt Hochsommer
Wer nicht unbedingt im Sommer heiraten möchte, kann sich daher auch Termine in der Nebensaison anschauen. Besonders Januar, Februar oder Dezember liegen deutlich unter den durchschnittlichen Kosten der Sommermonate.
Weniger Gäste können das Budget deutlich reduzieren
Die Gästezahl ist ein weiterer großer Kostenfaktor. 2025 hatte eine Hochzeit in Deutschland durchschnittlich 82 Gäste. Bei einer Feier mit bis zu 30 Gästen lagen die durchschnittlichen Kosten bei 12.295 Euro. Bei mehr als 150 Gästen waren es dagegen 26.674 Euro.
Damit liegen zwischen den beiden Gruppen mehr als 14.000 Euro. 51 % der Hochzeiten hatten weniger als 60 Gäste, während 19 % der Abendfeiern mehr als 91 Gäste hatten.
- Tipp: Die Gästeliste früh festlegen
Weniger Gäste bedeuten nicht nur weniger Essen und Getränke. Auch bei Location, Dekoration, Papeterie und teilweise beim Entertainment können sich die Kosten reduzieren. Wer sein Budget maximiern möchte, sollte deshalb früh überlegen, welche Gäste unbedingt dabei sein sollen.

Erhebliche regionale Unterschiede bei den Hochzeitskosten / © bridebook.com
Die Region kann mehrere tausend Euro ausmachen
Nicht nur der Hochzeitstermin, sondern auch der Ort kann einen großen Unterschied machen. Rheinland-Pfalz ist mit durchschnittlich 19.659 Euro die teuerste Region für Hochzeiten. Baden-Württemberg folgt mit 19.107 Euro, dann Berlin mit 18.633 Euro.
Am günstigsten heirateten Paare dagegen in Sachsen-Anhalt mit durchschnittlich 10.000 Euro. Auch deshalb lohnt es sich, bei der Suche nach einer Location nicht nur die unmittelbare Umgebung des Wohnortes zu berücksichtigen.
Interessant ist dabei, dass 12 % der Paare in einem anderen Bundesland heiraten als dem, in dem sie wohnen. Bei 57 % dieser Paare war eine bestimmte Location der ausschlaggebende Grund.
„Eine Hochzeit muss nicht zwangsläufig dort stattfinden, wo ein Paar lebt. Die Zahlen zeigen, dass viele Paare bereit sind, für die richtige Location auch über die eigene Region hinauszuschauen.“
„Gerade wenn das Paar sich in eine bestimmte Location verliebt, wird der Ort der Hochzeit zu einer bewussten Entscheidung und nicht nur zu einer Frage des Preises. Denn der Hochzeitstag sollte vor allem eins sein – persönlich auf das Paar abgestimmt.“ kommentiert Nadia.
Die Location bleibt der größte Kostenpunkt
Mit durchschnittlich 8.568 Euro macht die Location rund 42 % des gesamten Hochzeitsbudgets aus und ist damit der größte einzelne Kostenpunkt. Danach folgen unter anderem Catering, Hochzeitskleid, Videografie und Fotografie.
„Beim Hochzeitsbudget geht es nicht darum, unbedingt an allen Stellen zu sparen. Vielmehr lohnt es sich, früh zu überlegen, welche Aspekte der Hochzeit einem besonders wichtig sind und wo man dafür bewusst mehr investieren möchte. Bei der Location kann zum Beispiel nicht nur der Preis entscheidend sein, sondern auch, welche Leistungen bereits enthalten sind.“
Die wichtigsten Kosten im Überblick
| Kategorie | Durchschnittskosten |
| Location | 8.568 € |
| Catering (Empfang) | 3.947 € |
| Catering (Abend) | 4.397 € |
| Hochzeitsplaner | 2.968 € |
| Hochzeitskleid | 1.832 € |
| Videograf | 1.695 € |
| Fotograf | 1.656 € |
| Dekoration | 1.113 € |
| Floristik | 809 € |
Gen Z gibt weniger für Hochzeiten aus
Auch zwischen den Generationen gibt es Unterschiede. Gen-Z-Paare gaben 2025 durchschnittlich 15.897 Euro für ihre Hochzeit aus und damit rund 9 % weniger als ältere Generationen. 31 % der Gen-Z-Paare gaben weniger als 10.000 Euro aus. Bei den übrigen Generationen lag dieser Anteil bei 26 %.
Abschließend kommentiert Nadia: „Die Unterschiede zwischen den Generationen zeigen, dass es nicht die eine richtige Art gibt, eine Hochzeit zu planen. Gerade jüngere Paare scheinen ihr Budget bewusst abzuwägen und stärker darauf zu achten, welche Elemente ihnen besonders wichtig sind.
Entscheidend ist am Ende nicht, möglichst wenig auszugeben, sondern das verfügbare Budget so einzusetzen, dass es zur eigenen Hochzeit und den persönlichen Prioritäten passt. Unser Budget Planer unterstützt Paare dabei, genau das im Blick zu behalten.“
Quelle / Fotos: bridebook.com







