Faszination Segeln: Warum sind die Kanarischen Inseln das perfekte Revier?

Leinen los und Sorgen über Bord: Segeln bietet eine einzigartige Mischung aus Natur und Abenteuer und verspricht große Freiheit und einmalige Augenblicke auf hoher See. Nicht umsonst erfreut sich die traditionsreiche Wassersportart rund um den Globus großer Beliebtheit.

Einige Hotspots sind dabei ganz besonders begehrt: So eignen sich die Kanarischen Inseln mit ihrer einzigartigen Lage im östlichen Atlantik, dem durchgehend milden Klima und den günstigen Winden das ganze Jahr über hervorragend für kleinere und größere Segeltörns.

Ganzjährig Segeln auf den Kanaren: Der Passat machts möglich

Ob gemütlich oder in höchstem Tempo, ob Anfänger oder Profi: Die Passatwinde schaffen rund um die Kanarischen Inseln ideale Bedingungen für alle Fähigkeitslevel und sorgen dafür, dass Segler nur beim Manövrieren im Hafen ihre Motoren starten müssen.

Der Begriff Passatwind geht auf das vierzehnte Jahrhundert zurück, als das Wort „Passat“ noch „Weg“ oder „Spur“ bedeutete. Seit jeher nutzen Segler die Winde, um den Ozean zu überqueren. Der Passat zieht in aller Regelmäßigkeit direkt an den Inseln vorbei, was den Archipel zu einem wahren Segel-Eldorado macht.

Eine Sportart, die die Inselgruppe seit jeher bewegt

Der Segelsport genießt auf den Kanaren eine lange Tradition. Neben idealen Wetterbedingungen verfügen die Inseln über viele erstklassige Einrichtungen, die alles bieten, was Segler brauchen. Das Archipel beheimatet fast 40 Jachthäfen, eine Reihe von renommierten Segelschulen und Dutzende von Shops, die moderne Ausrüstung vermieten.

Zu den verfügbaren Booten – mit oder ohne Skipper – gehören Finns, 470er, Flying Dutchmans, Solings, Tornados, Stars, Lasers und Vela Latinas. Darüber hinaus finden in der Region regelmäßig große Wettbewerbe statt. Nicht zuletzt stammen zahlreiche Spitzensegler von den Kanaren – darunter auch Olympiamedaillengewinner.

An Bord einer Seegelyacht auf See in der Abendsonne
Traumhafte Segelreviere warten auf den Kanaren / © pixabay – Pexels

Das „beste Klima der Welt“

Das kanarische Klima ist weltweit einzigartig. Auf dem Archipel gibt es mehr Sonnenstunden als irgendwo sonst in Europa. Bei milden Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad eignen sich alle zwölf Monate des Jahres perfekt zum Segeln. Die Passatwinde und der Azoren-Antizyklon sorgen zudem konstant für sonnige Tage ohne übermäßig viele Regenwolken.

Acht Inseln, unzählige Routen

Der kanarische Archipel besteht aus acht Hauptinseln: Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote, Fuerteventura, La Palma, La Gomera, El Hierro und La Graciosa. Jede Insel ist individuell und unterscheidet sich trotz der geografischen Nähe vom jeweiligen Nachbarn. So entdecken Segler an einem Ort die ganze Vielfalt der Natur, ohne tagelang zwischen einem und dem nächsten Hafen hin- und herreisen zu müssen.

Viele Segler stechen von Mogán aus in See. Der bunte alte Fischerhafen auf Gran Canaria hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem beliebten Yachthafen entwickelt. Von dort aus lässt sich als erste Station Morro Jable ansteuern, ein malerischer Ort in der Gemeinde Pájara im Süden Fuerteventuras.

Weiter geht es nach Lanzarote, dem Geburtsort des berühmten Architekten César Manrique. Hier lohnt sich ein Zwischenstopp am ruhigen Postkartenstrand Papagayo. Zuletzt führt die Route nach La Graciosa. Auf dem weitgehend unberührten Eiland nördlich von Lanzarote gibt es nur wenige Straßen und noch weniger Autos.

Eine alternative Route startet von der Marina San Miguel auf Teneriffa. Vom Yachthafen aus geht es entlang der Küste der größten Kanareninsel, vorbei an den hübschen Stränden La Tejita, Las Vistas, Fañabé, San Juan und El Duque. Auf dem Weg zur Bucht von Antequera, die ausschließlich vom Meer aus zugänglich ist, können Segler mit etwas Glück Wale im Meer beobachten.

Der nächste Stopp ist die Steilküste von Los Gigantes, bevor es weiter nach Las Galletas oder Los Cristianos geht. Die Insel La Gomera schließlich, nur eine kurze Fahrt von Teneriffa entfernt, bietet optimale Anlegemöglichkeiten im Yachthafen von Playa Santiago und im Hafen von Las Vueltas.

Auf Wunsch können Boote auch am Strand von Cabrito ankern. Von La Gomera aus entscheiden sich viele für eine Weiterfahrt nach El Hierro, La Palma oder eine der umliegenden Inseln. Egal, welche Route es am Ende wird: Segeln auf den Kanaren ist immer eine Reise wert.

Quelle / Fotos: hallokanarischeinseln.com

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