Ab in den Norden – entdecken Sie die dänische Kultur

Die beliebtesten Reiseziele für Urlauber liegen bislang ganz klar im Süden. Warme Temperaturen, exotisches Essen und schöne Sandstrände sind dabei unanfechtbare Argumente dafür, dem Süden Europas den Vorzug zu geben.

Doch auch in Nordeuropa gibt es zahlreiche Erholungsgebiete, die definitiv einen Besuch wert sind. Man nehme nur einmal die wunderschönen Küstengebiete Dänemarks. Das nördlich gelegene Nachbarland Deutschlands hat landschaftlich unwahrscheinlich viel zu bieten und gilt als Bindeglied zwischen dem mitteleuropäischen Kulturkreis und den Nordstaaten.

Vorteile an einem Aufenthalt in der Nachbarschaft gibt es einige. So fallen die Urlaubskosten beispielsweise wesentlich niedriger aus, da sich der Reiseweg verkürzt. Daneben besteht dank der direkten Anbindung an die deutsche Grenze die Alternative der Anreise per Bahn oder Pkw, welche eine noch größere Flexibilität in der Planung und Ausgestaltung der Reise erlaubt. Ein oder mehrere Zwischenstopps bei Sehenswürdigkeiten, die auf dem Weg liegen, sind somit kein Problem. Hat man darüber hinaus noch das Glück, eines der idyllischen Ferienhäuser Dänemarks zu ergattern, ist ein origineller Individualurlaub garantiert. Viele  schöne Beispiele gibt es hier.

Gemeinsamkeiten und Besonderheiten

Ab in den Norden - entdecken Sie die dänische Kultur
Ab in den Norden – entdecken Sie die dänische Kultur

Betrachtet man sich die Bauart einiger dänischer Urlaubsunterkünfte, fällt schnell auf, dass eine gewisse Ähnlichkeit zur traditionellen Architektur in irischen und deutschen Küstengebieten existiert. Im friesischen Einzugsgebiet der Nordsee mag das identische Erscheinungsbild der Häuser gerade noch einleuchten, doch um die kulturelle Brücke nach Irland zu schlagen, muss man schon etwas tiefer in die Geschichte eintauchen.

Etwa im 12. Jahrhundert n. Chr. eroberten die Normannen die grüne Insel und erweiterten so ihren Einfluss westlich des europäischen Festlandes. Die gemeinsamen kulturellen Wurzeln von Dänen und Iren reichen also über 800 Jahre in die Vergangenheit zurück. Das keltische Erbe, welches das kleine Eiland bereits seit 300 v. Chr. prägt, lässt sich durch den normannischen Einfluss freilich nicht aufheben, ein paar grundlegende Dinge sind trotzdem hängen geblieben.

Erforscht man zum Beispiel die Ursprünge des Wortes ‚tide‘ (englisch für Ebbe und Flut), stellt sich schnell heraus, dass die Ähnlichkeit zum plattdeutschen Wort ‚Tide‘ kein Zufall ist, denn die Schreibweise wurde eins zu eins in den englischen Sprachgebrauch übernommen. Gleiches mag wohl für die außergewöhnliche Bauweise der Steinhäuser mit den berühmten Strohdächern gelten, die an irischen, deutschen und dänischen Küsten gleichermaßen weit verbreitet sind.

Bei all den Gemeinsamkeiten gibt es aber auch Unterschiede, wie etwa die traditionelle Landesküche, die in Dänemark vor allem durch ungewohnte Interpretationsvarianten bekannter Gerichte besticht. Zu den absoluten Highlights gehört dabei wohl das sogenannte Smørrebrød. Übersetzt bedeutet der Begriff soviel wie ‚Butterbrot‘, allerdings irrt sich ein Auswärtiger gewaltig, wenn er denkt, dass es sich hier lediglich um eine Scheibe Brot handelt, die mit einer hauchdünnen Schicht Butter bestrichen ist.

Vielmehr ist das Smørrebrød ein eigenständiges Gericht, bei dem das herkömmliche Butterbrot (klassisch dänisch in rauen Mengen mit Butter bestückt), mit verschiedenen Belagsvariationen, wie Eiern, Fisch-, Fleisch- oder Käsesorten und diversen Soßen kombiniert wird. Ansonsten besteht die dänische Küche zu großen Teilen aus Gerichten, welche die Nähe des Landes zum Meer und seinen Erzeugnissen widerspiegeln.

Eine unbekannte Literaturgröße

Weniger bekannt ist Dänemark für seinen Beitrag zur europäischen Literaurlandschaft. Leider, denn ein paar der bekanntesten Kindergeschichten entstammen der Feder dänischer Dichter. Der Schriftsteller Hans Christian Andersen ist hier wohl als wichtigster Vertreter dänischer Literatur zu nennen, erschuf dieser doch so bahnbrechende Märchen, wie ‚Das hässliche Entlein‘, ‚Die Prinzessin auf der Erbse‘ oder ‚Des Kaisers neue Kleider‘.

Andersens berühmtester Märchenfigur, der kleinen Meerjungfrau, ist sogar eine Skulptur im Hafen von Kopenhagen gewidmet. 1913 von dem Bildhauer Edvard Eriksen erschaffen, ist die Bronzefigur der Wassernixe inzwischen das kopenhagener Wahrzeichen schlechthin und blick nunmehr seit 100 Jahren philosophisch-melancholisch auf die Gezeiten hinaus. Wer es ihr gleichtun möchte oder beim inspirierenden Anblick der Tide vielleicht sogar selbst poetisch etwas aktiv werden möchte, der sollte sich unbedingt einmal eine kleine Auszeit in den nordischen Gefilden gönnen.

Foto: Flickr.com CC-BY-SA © archer10 (Dennis)

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