High-Tech in der Hafenstadt: Hamburgs Startup-Szene wächst

Hamburg zählt zu den führenden Startup-Städten Deutschlands, und die Entwicklung geht weiter. Die Szene bekommt immer mehr Zuwachs, sowohl bei den Gründungen als auch bei den Events. Die Elb-Metropole ist damit eine echte Alternative zu Berlin, wo der Startup-Puls bislang am stärksten schlägt.

Dieselbe Tendenz in allen Branchen

Selbst klassische Geschäftsbereiche kommen nicht mehr ohne Technologie aus. Unternehmen wie O2 haben machine to machine Lösungen alltagstauglich gemacht, auch die CRM-Branche richtet sich inzwischen an KMUs und Alleinunternehmer. Die Offenheit gegenüber Innovationen wächst dank solcher Features in allen Bereichen – und damit auch der Abnehmermarkt. Hamburgs Gründerszene hat sich entsprechend positioniert. Fördermaßnahmen wie die nextMedia.Hamburg sollen diesen Effekt noch verstärken.

Mobilfunk O2 Hamburg
Die sogenannte nonverbale Kommunikation im Jahre 2014

Hamburg Kopf an Kopf mit Berlin

Auch in München und Köln werden viele Startups gegründet, der Abstand zu Berlin und Hamburg ist allerdings noch groß. Szene-Beobachter reden deswegen von einem Duell mit Berlin, wenn es um die Spitzenposition unter den deutschen Startup-Städten geht. Dabei gerät schnell in Vergessenheit, dass der vermeintliche Zweikampf sowohl den einzelnen Unternehmen als auch der gesamten Szene entgegenkommt. Synergien und Gedankenaustausch stehen durch die enge Vernetzung an der Tagesordnung, Entwicklungen gehen immer schneller voran, viele Startupper sind regelmäßig zwischen Berlin und Hamburg unterwegs. Fakt ist aber, dass es in Berlin mehr Geld in Startup-Finanzierungen fließt als irgendwo sonst in Deutschland.

Gründer im Fokus

Ziel der erwähnten nextMedia-Initiative ist es, digitale Ideen mit Medienunternehmen zu verknüpfen. Der Übergang ist ohnehin für Außenstehende kaum erkennbar. Die Zahlen lesen sich jedenfalls beeindruckend: 23.500 Internet- und Computerfirmen sind bereits heute in Hamburg registriert, Tendenz steigend. Für Unternehmen bedeutet das außerdem einen immer größeren Pool an potenziellen Mitarbeitern. Startup-Gründer sind gefragter denn je, da sie die wichtigste Tugend bereits mitbringen: Eigenständigkeit. Kreativität und Ehrgeiz sind ebenfalls typisch für Gründer; sicherlich nicht die schlechtesten Karrierevoraussetzungen.

Viel Potenzial bei der Nachhaltigkeit

Hamburg ist ohne Frage eine Stadt mit vielen Kreativen. Die Schnelllebigkeit der digitalen Welt hat jedoch auch ihre Tücken. Bei der großen Zahl an Gründungen und neuen Ideen darf nicht vergessen werden, dass nur ein kleiner Teil langfristigen Erfolg haben wird. Die Hamburger Bestrebungen gehen deswegen auch dahin, diese Quote zu verbessern und frühzeitig stabilere Fundamente zu schaffen. Allerdings: Ganz auszumerzen ist die Unsicherheit wohl nie, da unvorhersehbare Eigendynamik zur Natur der Sache gehört – im Guten wie im Schlechten. Es liegt an der Hamburger Szene selbst, das Beste daraus zu machen.

Bild: © Pixland/Thinkstock

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