Immobilien-Studie: Höchste Kaufpreise in Hamburg

Schuldenkrise und Niedrigzinsrekord wirken sich weiterhin positiv auf den Luxusimmobilienmarkt aus. Dies bestätigt die aktuelle Luxusimmobilien-Studie, die auf Gutachterzahlen basiert und die sechs Großstädte Deutschlands (Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Düsseldorf und Frankfurt) betrachtet, der Dahler & Company GmbH.

Im ersten Halbjahr 2012 steigerte sich der Immobilienverkauf im Luxussegment der Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen ab 750.000 Euro um 24,9 Prozent. Im Genauen entspricht das 924 Kauffällen, 184 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Gleich stark wuchsen die Geldumsätze um 31,8 Prozent. Während sie im ersten Halbjahr 2011 bei 916 Millionen Euro lagen, betrugen sie im ersten Halbjahr 2012 1,2 Milliarden Euro.

Kauffälle und Geldumsätze zogen im ersten Halbjahr 2012 kräftig an. Ein Vergleich der einzelnen Teilsegmente zeigt aber Unterschiede: So sind die Kauffälle sowohl bei Ein- und Zweifamilienhäusern (+ 25,9 Prozent) als auch bei Eigentumswohnungen (+24,1 Prozent) vergleichbar stark angestiegen, doch nur der Geldumsatz im Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser erreichte mit 38,5 Prozent ein überproportionales Wachstum auf rund 563 Millionen Euro. Bei Eigentumswohnungen entwickelte sich der Geldumsatz mit einem Plus von 26,5 Prozent proportional zu den Kauffällen.

Höchste Kaufpreise in Hamburg
Höchste Kaufpreise in Hamburg

Dabei blieben die durchschnittlichen Kaufpreise für Luxus-Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen in allen Preissegmenten weitestgehend konstant. Die höchsten Kaufpreise wurden in beiden Segmenten bei Hamburger Immobilien erzielt. Die teuerste Eigentumswohnung erzielte 5,94 Millionen Euro und das Top-Objekt unter den Einfamilienhäusern lag bei 13 Millionen Euro.

Die deutschen Metropolen Berlin, Hamburg und München verzeichnen im Teilsegment der Ein- und Zweifamilienhäuser den stärksten Zuwachs an Kauffällen. Spitzenreiter war München mit einem Anstieg von 57,0 Prozent, was 45 zusätzlichen Kauffällen entspricht. Es folgt Hamburg mit einem Plus von 26,9 Prozent und 21 weiteren Kauffällen. Auf Platz drei liegt Berlin mit einer Steigerung um 29,8 Prozent und 17 hinzukommenden Kauffällen.

Dabei wuchsen die Umsätze in Hamburg und Berlin proportional um 48,7 bzw. 50,6 Prozent an. München erreichte dagegen nur einen Anstieg des Geldumsatzes um 49,1 Prozent. In Stuttgart und Düsseldorf stagnierte die Anzahl der verkauften Immobilien. Stuttgart konnte den Geldumsatz allerdings trotzdem um 42,2 Prozent steigern, da vornehmlich Top-Objekte im Spitzenpreissegment den Besitzer wechselten.

Lediglich Frankfurt zeigt einen Negativtrend: Ein Rückgang der Kauffälle um 28,6 Prozent entspricht vier Kauffällen weniger als im ersten Halbjahr 2011. Auch der Geldumsatz schrumpft somit um 34,5 Prozent. Das Teilsegment der Eigentumswohnungen ist in allen Großstädten gewachsen. Besonders stark zeigte sich dies in Düsseldorf mit einem Anstieg von 66,7 Prozent und 20 zusätzlichen Transaktionen sowie einem um 58,7 Prozent höheren Geldumsatz.

Auch in Hamburg (+26,2 Prozent bzw. +22 Kauffälle), München (+23,0 Prozent bzw. +35 Kauffälle), Berlin (+21,7 Prozent bzw. +20 Kauffälle) und Frankfurt (+14,3 Prozent bzw. +7 Kauffälle) war eine erhebliche Steigerung zu verzeichnen. „Vor allem das große Angebot an Neubauten in diesem Segment führt dazu, dass die Kauffälle auch im 1. Halbjahr 2012 weiter gestiegen sind“, sagt Björn Dahler, Geschäftsführer der Dahler & Company Group. Die Ausnahme bildete Stuttgart, wo die Situation mit nur einer zusätzlich verkauften Eigentumswohnung nahezu unverändert blieb.

Dahler & Company
Dahler & Company

Luxus ist nicht gleich Luxus: Die Nachfrage nach dem Besten vom Besten ist besonders stark. Das Luxussegment ab 750.000 Euro zeigt im Vergleich mit der Preisspanne zwischen 1,5 bis 2 Millionen sowie dem Top- Segment über 2 Millionen Euro weniger drastische Ausschläge nach oben. Ein- und Zweifamilienhäuser zwischen 1,5 und 2 Millionen Euro verzeichneten einen extrem starken Anstieg der Kauffälle um 131,8 Prozent bei kongruentem Wachstum des Geldumsatzes um 131,6 Prozent, das 51 Kauffällen und 88 Millionen Euro in diesem Segment entspricht.

Auch Immobilien über 2 Millionen Euro wechselten mit einem Plus von 34,9 Prozent und 58 Kauffällen deutlich häufiger den Besitzer als im Vorjahr. Der Geldumsatz erhöhte sich sogar um 52,6 Prozent auf rund 203 Millionen Euro. Objekte von 1,0 Millionen Euro bis 1,5 Millionen Euro weisen eine erhöhte Transaktionsrate von 28,2 Prozent und 109 Kauffällen auf. Der Geldumsatz blieb mit einem Plus von nur 25,6 Prozent und 131 Millionen Euro leicht unterproportional.

Die schwächste Entwicklung verzeichnete das niedrigste Preissegment zwischen 750.000 und 1 Million Euro auf. Kauffälle und Umsätze entwickelten sich hier proportional mit einem Plus von 7,1 und 166 Kauffällen bzw. 7,6 Prozent und 142 Millionen Euro. Auch der Markt für Eigentumswohnungen entwickelte sich in allen Luxus-Segmenten überaus positiv. Spitzenreiter ist hier, ebenso wie bei den Ein- und Zweifamilienhäusern, die Preisspanne zwischen 1,5 und 2,0 Millionen Euro. Die Kauffälle stiegen um herausragende 106,3 Prozent – das insgesamt 66 Kauffällen entspricht – mit einem leicht überproportionalen Wachstum des Umsatzes von 108,3 Prozent und 113 Millionen Euro.

Die Transaktionen bei Objekten zwischen 1 bis 1,5 Millionen Euro wuchsen um 24,5 Prozent auf 183 Kauffällen. Der Geldumsatz stieg leicht unterproportional um 22,1 Prozent, das 215 Millionen Euro entspricht. Die Transaktionen für Immobilien ab 750.000 Euro zog geringer, aber immer noch merklich an: Um 14,0 Prozent auf 253 Kauffällen, während der Geldumsatz um 12,7 Prozent auf rund 214 Millionen Euro zulegte.

Im Spitzensegment über 2,0 Mio. Euro zeigt sich mit einem Plus von 11,8 Prozent, das 38 Kauffällen entspricht, ein ähnliches Bild. Der Umsatz stieg leicht überproportional um 14,8 Prozent auf 102 Millionen Euro. „Ich bin davon überzeugt, dass sich in der nächsten Zeit das Preisniveau stabilisieren und die Preiskurve abflachen wird“, so Björn Dahler.

Fotos: Dahler & Company (1), Shutterstock (1) / Quelle & Web: dahlercompany.de

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