Marco Polo: Größtes Container-Schiff der Welt in Hamburg

Die Marco Polo ist aktuelle Königin der Meere: Das Schiff ist mit 396 Meter Länge größer als ein Flugzeugträger und fasst bis zu 16.000 Standard-Container – mehr als jedes andere Schiff derzeit transportieren kann.

Jetzt hat das größte Container-Schiff der Welt am Burchardkai festgemacht, dem größten Hamburger Container-Terminal. Koordiniert wird die Be- und Entladung der Marco Polo beim ersten Stop in Kontinental-Europa von der Software Terminalstar, die Inform in Zusammenarbeit mit der Hamburg Port Consulting (HPC) entwickelt hat.

Marco Polo am Burchardkai
Marco Polo am Burchardkai

Seit 2010 ist sie als „Terminal Operating System (TOS)“ am Burchardkai im Einsatz und dirigiert mit intelligenten Verfahren alle am Transport beteiligten Umschlaggeräte. Gerade, wenn es darum geht, Riesenfrachter wie die Marco Polo möglichst schnell und effizient abzufertigen, kommt es darauf an, alle terminallogistischen Ressourcen intelligent zu steuern und zu koordinieren.

Zumal die nächste, noch größere Schiffsgeneration schon gebaut wird: Im Juni 2013 läuft das erste sogenannte Triple-E-Schiff vom Stapel, das 18.000 Standard-Container fasst. Das TOS koordiniert beim Entladen der Container ihren Abtransport in das Terminal und ermittelt dabei für jede Stahlbox einen optimalen Stellplatz. Ziel ist es dabei, die Container so zu platzieren, dass die nachfolgenden Logistikprozesse effizient und kostengünstig ablaufen können.

So darf beispielsweise ein Container, dessen Weitertransport bald ansteht, nicht zu weit unten im Stapel landen. Eine weitere Herausforderung liegt in der Beladung der Riesenschiffe. Die Container müssen in einer zeitlich exakten Reihenfolge an die Containerbrücken entlang des Frachters geliefert werden; und dies unabhängig davon, ob sie mit bemannten Straddle Carriern aus dem Yard oder aus den vollautomatischen RMG-Lagerblöcken geholt werden.

Terminalstar wählt selbstständig den richtigen Moment und das richtige Umschlaggerät, um jeden einzelnen Container pünktlich an der Kaimauer für die riesigen Portalbrücken bereitzustellen. Damit ist der Burchardkai auf die aktuellen und alle künftigen logistischen Herausforderungen vorbereitet und kann seine Umschlagleistung dem aktuellen Bedarf anpassen. Die Triple-E-Schiffe können kommen…

Foto: Wikimedia Commons – Gerhard Kemme / Web: inform-software.de

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