Um die Autofahrt auch an heißen Tagen in vollen Zügen zu genießen, ist die Klimaanlage sehr wichtig. Damit diese zuverlässig und reibungslos funktioniert, findet in regelmäßigen Abständen eine sorgfältige Prüfung und Wartung statt. Dazu gehört auch die Ergänzung des Kältemittels.
Deshalb ist das Nachfüllen des Kältemittels bei der Wartung der Klimaanlage so wichtig
Eines der größten Risiken ist der Verlust des Kältemittels. Jedes Jahr verliert die Anlage durch Verbindungselemente am Kompressor und durch Schläuche etwa zehn Prozent des Kältemittels. Im Rahmen der regelmäßigen Wartungsarbeiten gleichen die Mechaniker den Verlust wieder aus. Wer das versäumt, setzt seine Klimaanlage einer deutlich höheren Belastung aus. Das Nachfüllen ist vor allem dann wichtig, wenn die Leistung der Anlage spürbar nachlässt.
Beim einmal jährlich stattfindenden Klimaservice prüfen die Experten den Stand des Kältemittels. In der Regel ist das Auffüllen etwa alle zwei Jahre erforderlich, falls die Klimaanlage nicht kaputt ist und normal funktioniert. Wer mit der Wartung eine seriöse Werkstatt beauftragt, profitiert in vielen Fällen von einem Pauschalangebot. Das heißt, dass das Nachfüllen des Kältemittels in der vorgeschriebenen Menge keine zusätzlichen Kosten verursacht, sondern automatisch im Leistungsumfang inbegriffen ist. Eine Klimaanlage ohne ausreichend Kältemittel stellt ihre Funktion ein. Man spricht in diesem Zusammenhang von einer Leeranlage.

Wartung der Klimaanlage – der Klimaservice ist wichtig – nicht zum Sommerbeginn / (c) pexels.com
Warum ist der Klimaservice gut für den Menschen und die Umwelt?
Zwischen dem Gebläse und dem Verdampfer setzen sich häufig Bakterien und Pilze fest. Diese riechen unter Umständen recht unangenehm. Sie schädigen nicht nur die Klimaanlage, sondern gefährden auch die Gesundheit der Insassen. Im besten Fall erfolgt deshalb die Desinfektion der Klimaanlage mindestens einmal im Jahr durch einen Fachmann. Der regelmäßige Austausch des Kältemittels schont wiederum die Umwelt.
Dass jährlich etwa zehn Prozent des Kältemittels verloren gehen, ist technisch bedingt und kaum vermeidbar. Vor allem alte Fahrzeuge sind noch mit dem klimaschädlichen Mittel R134a befüllt. Bei der Klimawartung saugen die Techniker das Kältemittel ab und desinfizieren anschließend die Anlage. Das noch brauchbare, abgesaugte und gereinigte Kältemittel oder ein Ersatzprodukt dienen anschließend der Wiederbefüllung. Fällt bei der Überprüfung auf, dass die Anlage zu viel Kältemittel verliert, dann gehen die Monteure der Sache auf den Grund. Wenn sie ein Leck finden, reparieren sie es.
Weshalb ist entweichendes Kältemittel schädlich?
Die regelmäßige Wartung sorgt dafür, dass weniger Kältemittel unnötig entweicht, in die Atmosphäre gelangt und auf diese Weise das Klima schädigt. Zudem erhöht sich die Lebensdauer der Klimaanlage durch die regelmäßige Überprüfung und das Nachfüllen des Kältemittels. Das Umweltbundesamt empfiehlt den Klimaservice im Abstand von zwei Jahren.
Gefährdet eine defekte Klimaanlage die Sicherheit?
Eine gut funktionierende, regelmäßig gewartete Klimaanlage sorgt für eine angenehme Atmosphäre im Auto. Steigende Temperaturen bergen das Risiko, dass sich der Fahrer nur mangelhaft auf den Straßenverkehr konzentriert. Infolgedessen nimmt das Reaktionsvermögen rapide ab und die Unfallgefahr steigt. Vor allem Menschen, die mehrere Stunden mit dem Auto unterwegs sind, leiden unter der Hitze. Fahren Tiere mit, dann ist diese Situation auch für sie sehr belastend.
Gerade Fahrzeuge heizen sich in der Sonne stark auf. Der Fahrtwind kühlt zumeist nicht ausreichend. Beim Fahren mit offenen Fenstern zieht es oft, was zu Ohrenentzündungen und einem steifen Nacken führen kann. Außerdem gelangen auf diese Weise die Autoabgase auf viel befahrenen Straßen oder bei einem Stau ins Fahrzeuginnere. Die Klimaanlage ist deshalb die elegantere und effektivere Lösung. Aus diesem Grund verfügen nahezu alle neuen Autos über eine hochwertige Klimaanlage. Infolgedessen gehört der Klimacheck zu den obligatorischen Wartungsarbeiten.
Quelle / Foto: (c) Mike Bird on pexels



