Autoduft und Parfüms – Balsam für die Seele?

Dass bestimmte Duftnoten die eigene Laune und das Wohlbefinden nachhaltig beeinflussen, ist, wenn man einigen Fachmagazinen den gerechtfertigten Glauben schenkt, ein wissenschaftlich erwiesener Fakt. Unterschiedliche Düfte und Aromen wirken dabei ebenso individuell, wie die Intensität ihres Geruchs. Und das nicht nur auf uns selbst, sondern auch auf unser Gegenüber. Aber woran liegt das?

Die eigene Wahrnehmung: Worauf spricht unser Gehirn an?

Jeder Mensch findet bestimmte Gerüche entweder anziehend oder nicht. Entschieden wird die Vorliebe für bestimmte Parfüms, Deodorants oder auch für einen speziellen Autoduft durch rund 350 Rezeptoren in den menschlichen Nasenschleimhäuten. Diese nehmen allesamt unterschiedliche Duftmolekülgruppen wahr. Beim Aufeinandertreffen der Moleküle mit den Rezeptoren werden im Gehirn dieselben Areale aktiviert, die auch unsere Emotionen steuern: zu finden im limbischen System.

Gerüche beeinflussen unser Sozialverhalten

Verschiedene Gerüche beeinträchtigen daher vor allem unser emotionales Handeln – positiv wie negativ. Während üble Gerüche, die uns nicht wohlbekommen, sofort Ekel und Aversion hervorrufen – vermutlich sogar eine längeranhlaltende schlechte Laune, wenn wir diesen Gerüchen länger ausgesetzt sind – sorgen angenehme oder betörende Gerüche dafür, dass wir uns zu etwas hingezogen fühlen. Oder zu jemandem. Somit ist der Geruch eines anderen Menschen beispielsweise stark ausschlaggebend für die Paarbildung und das Sexualverhalten.

Jeder Mensch findet bestimmte Gerüche entweder anziehend oder nicht.
Jeder Mensch riecht anders, er findet bestimmte Gerüche entweder anziehend oder eher nicht / (c) pixabay.com – congerdesign

Die geruchliche Vielfalt

Ein Praxistest lässt Sie dies am eigenen Leibe erfahren: Durch das Ausprobieren verschiedener Duftsorten und Aromen, wie es mit einem Adventskalender 2023 auf besonders einfache Weise möglich ist, stellen Sie unmittelbar fest, dass Ihnen einige Düfte eher zusagen als andere. Und auch, dass Ihr Partner auf bestimmte Düfte anders reagiert als auf andere.

Gerade der moderne Mann hält sich mit künstlichem Duft am eigenen Körper eher zurück und lässt die Pheromone und das Testosteron ihre Arbeit verrichten. Denn Frauen reagieren auf diese Stoffe unterbewusst positiv. Beim Autoduft hingegen greifen Männer gerne zu und stürzen sich vorwiegend auf den typisch ledernen Neuwagengeruch, neutrale Zitrusaromen oder Vanilledüfte.

Zehn Fakten über Düfte

  • Qualität erkennen: Ein hochwertiges Parfüm erkennen Sie an der Beständigkeit von Kopf-, Herz- und Basisnote sowie einem harmonischen Duftablauf.
  • Die Kopfnote als erste geruchliche Wahrnehmung täuscht, da die Basisnote (der eigentliche Originalduft) sich erst nach einiger Zeit entwickelt. Dazwischen liegt noch die flüchtige Herznote.
  • Luft, Licht und Hitze: sie sind die Erzfeinde aller Parfüms.
  • How to: das Einparfümieren frisch nach dem Duschen, wenn die Haut noch warm ist, sorgt dafür, dass Duftstoffe besser aufgenommen werden und länger halten.
  • Das Haar ist einer der besten Duftträger.
  • No-Go: Das Händereiben an jenen Stellen, wo Parfüm aufgetragen wurde, zerstört die Duftmoleküle.
  • Dasselbe Parfüm riecht auf verschiedenen Menschen anders. Das liegt daran, dass jedes Parfüm sich mit den körpereigenen Duftstoffen des Menschen vermischt, die unterschiedlich ausfallen.
  • Jede Duftfamilie hat ihre eigene Duftnote und entfaltet ihre individuelle Wirkung. Bekannte Duftfamilien sind orientalisch, Chypre, holzig, Citrus und Fougére.
  • Die Basis der Parfümproduktion besteht aus destilliertem Wasser, Alkohol und Wasserdampf.
  • Der beste Aufbewahrungsort für Parfüms ist das Schlafzimmer, da es hier das ganze Jahr über eine konstante Raumtemperatur hat.

Quelle / Foto: (c) Redaktion

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