Biomode ist ein neuer Trend der Wellen schlägt

„Ich kauf nix“, das waren Nunu Kallers Worte, als sie versprach ein Jahr lang auf Kleidereinkäufe zu verzichten. Kurz gesagt bedeutet dies: keine neuen Schuhe, Röcken oder gar Hosen, der Verzicht auf Schmuck, Handtaschen und eben all das, was wir heute so unter dem Begriff „Mode“ verstehen.  Nunu, die sich zu Beginn des Projekts selbst als Shopaholic bezeichnete, schien sich also viel vorgenommen zu haben, doch geschafft hat sie es dennoch.

Während ihres einjährigen Experiments konnte man sie hierbei jederzeit über ihren Onlineblog verfolgen und noch heute berichtet sie dort in regelmäßigen Abständen aus ihrem Leben. Biomode, Second Hand und Self Made Fashion sind nach jenem nun vergangenen Projekt grundlegende Bestandteile ihres gegenwärtig völlig modifizierten Kleiderschranks geworden.

Allgemein fällt auf, dass immer mehr Menschen ihre Affinität für nachhaltige Mode entdeckt haben, sodass mittlerweile Händler verstärkt in der Lage sind, derartige Produkte online anzubieten. Im Zuge dessen beweist beispielsweise der Onlineshop miwai, dass auch eine vegane und umweltfreundliche Mode stilsicher und geschmackvoll sein kann. Unter miwai.de erhalten Interessenten einen Einblick in das große Angebot: nachhaltig – also ökologisch verträglich – vegan und nicht zuletzt fair bezahlt sollte es sein, da sind sich die Shopbetreiber einig.

Was Biomode wirklich bedeutet

Mittlerweile weiß man im Grunde gar nicht mehr, hinter welchem Begriff welche Bedeutung steckt. Vegan, Fair Trade, Bio – wo liegen hier die genauen Unterschiede und welche Aspekte gilt es ganz besonders zu beachten? Vorerst sollte festgehalten werden, dass man unter dem Begriff Fair Trade, auch häufig als Ethical Fashion bezeichnet, jene Kleidung definiert, die unter ethisch einwandfreien Bedingungen produziert werden.

Schicke Kleidung kaufen und der Umwelt Gutes tun
Schicke Kleidung kaufen und der Umwelt Gutes tun

Dies schließt auch eine angemessene Bezahlung der Produzenten mit ein und soll verhindern, dass gerade Menschen aus den Entwicklungsländern für die Kleiderindustrie der westlichen Nationen instrumentalisiert werden. Biomode hingegen beschreibt vorrangig die Art der Produktion, also ob diese als ökologisch nachhaltig und demnach umweltfreundlich einzustufen ist. Entscheidend ist hier, dass sowohl die Pflanzenwelt, als auch alle weiteren Ressourcen, mit Respekt behandelt und nicht für die Profitgier anderer ausgebeutet oder zerstört werden.

Eine weitere Abgrenzung liefert die sogenannte vegane Mode, die – wie es der Name schon beschreibt – ohne tierische Bestandteile hergestellt wird. Weder Pelzapplikationen, Leder oder auch Wolle dürfen in den verwendeten Materialien enthalten sein und garantieren auf diesem Weg, dass kein Tier für das fabrizierte Kleidungsstück leiden oder gar sterben musste.

Und in der Realität?

Eines ist sicher: Mit Chemie verschmutzte Gewässer, die Ausbeutung von Ressourcen und Tieren, Kinderarbeit oder anderweitige entsprechende Verfahren dürfen nicht die Antwort auf die menschliche Konsumsucht sein. Doch sind es wirklich nur die Kunden, welche sich verändern sollten und lernen, müssen eine neuartige, wenn auch hin und wieder kostspieligere, Biomode zu akzeptieren?

Nein, denn auch die Wirtschaft muss dringend lernen sich mehr zu öffnen und aufgeschlossener für die aufkommenden Veränderungen zu sein. Dies gilt ebenso für die alteingesessene Modeindustrie, welche lernen sollte, kreativer und zukunftsorientierter zu denken. Ein bewussteres Einkaufen, der Gedanke daran, was wirklich gut ist und die Fähigkeit zur Reflexion sind grundlegende Eigenschaften, die ein angenehmeres Miteinander und eine bessere Zukunft schaffen.

Eventuell bedeutet bewusster zu konsumieren auch weniger zu konsumieren, doch wo liegt schon das Problem, wenn Biomode im Gegenzug auch eine bessere Qualität verspricht und dem Konsumenten überdies länger gefällt, da sich dieser bei einem wirklich bewussteren Einkauf seltener zu ungeliebten Fehlkäufen verleiten lässt.

Öko Mode muss nicht immer teuer sein, alte Kleider lassen sich in der Regel viel leichter flicken als vermutet und auch Second Hand Shops verbergen häufig wahre Schätze. Unmöglich ist es sicher nicht, sich nachhaltig und bewusst zu kleiden, man kann aber dennoch festhalten, dass sich Deutschland indessen auf einem durchaus guten Weg in eine vielversprechende Zukunft der Biomode befindet.

Foto / Quelle: Image courtesy of Photokanok at FreeDigitalPhotos.net, ipunkto

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