Shell stellt neuen V-Power Diesel in Hamburg vor

Shell hat nun in Hamburg den neuen Shell V-Power Diesel für den Winter vorgestellt. Mit dem Premiumprodukt bietet Shell erstmals deutschlandweit einen Winterdiesel an, der bis minus 30 Grad (nach CFPP Prüfnorm EN 116) kältefest sein soll. Ab dem 01. Dezember 2012 können Kunden diesen verbesserten Kraftstoff an allen rund 1.800 Shell Stationen tanken, die V-Power Diesel anbieten.

Und das ohne Preiserhöhung. Jörg Wienke, Leiter des Shell Tankstellengeschäfts für Deutschland, Österreich und die Schweiz, sagte bei der Vorstellung: „Während der intensiven Kälteperioden insbesondere zu Beginn dieses Jahres sind so viele Dieselfahrzeuge wie nie zuvor ausgefallen. Daher gab es ein hohes Interesse an einer verbesserten Winterfestigkeit.“

Dr. Andreas Schäfer zeigt den neuen Shell V-Power Diesel
Dr. Andreas Schäfer zeigt den neuen Shell V-Power Diesel

Nach den gesetzlichen Vorgaben muss Diesel in Deutschland vom 15. November bis 28. Februar bis minus 20 Grad kältefest sein. Shell V-Power Diesel war in diesem Zeitraum bislang schon auf Temperaturen bis minus 22 Grad ausgelegt. „Jetzt stellen wir volle Leistungsfähigkeit bis minus 30 Grad sicher“, sagte Wienke weiter.

Dr. Andreas Schäfer, Kraftstoffforscher im Hamburger Shell Technology Center, ergänzte: „Damit ist uns gewissermaßen die Quadratur des Kreises gelungen.“ In der Forschungseinrichtung wurde die völlig neue Kraftstoffformel innerhalb von nur sechs Monaten entwickelt. Um die Kältefestigkeit von Diesel über die bisherige Qualität hinaus zu verbessern, war es notwendig, den sogenannten Cloud Point zu senken.

Dr. Andreas Schäfer und Jörg Wienke zeigen den neuen Shell V-Power Diesel
Dr. Andreas Schäfer und Jörg Wienke zeigen den neuen Shell V-Power Diesel

Denn ab einer Temperatur von circa minus sieben Grad bilden sich bei herkömmlichem Winterdiesel Paraffinkristalle, die den Kraftstoff eintrüben. Bei weiter sinkender Temperatur wachsen die Kristalle und führen ab einer gewissen Größe zur Verstopfung des Filters. Gängige Praxis in anderen Ländern ist, den Basiskraftstoff mit kältefesteren Komponenten wie etwa Kerosin zu vermischen. Dadurch sinkt jedoch die Energiedichte des Kraftstoffes.

Mit anderen Worten: Die Kältefestigkeit und die Leistung eines Dieselkraftstoffs entwickeln sich normalerweise gegenläufig. Schäfer: „Mit dem neuen Basiskraftstoff in Verbindung mit dem speziell optimierten Kälteadditiv-Paket haben wir einen Premium-Dieselkraftstoff entwickelt, der dafür sorgt, dass die Kristallisation erst bei wesentlich niedrigeren Temperaturen einsetzt. Damit ermöglichen wir eine Kältefestigkeit von bis zu minus 30 Grad und gewährleisten zugleich die Power & Performance von Shell V-Power Diesel.“

Fotos: Shell Deutschland Oil GmbH / Web: shell.de/vpowerdiesel

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