Während Deutschland weiter über Neubauquoten diskutiert, sprechen die aktuellen Zahlen eine andere Sprache: Branchenexperten rechnen 2026 mit einem historischen Tief im Wohnungsbau.
Weniger als 200.000 neue Wohnungen könnten in diesem Jahr fertiggestellt werden – bei einem Bedarf, der seit Jahren deutlich höher liegt. Gleichzeitig steigen Baukosten, Finanzierungskosten und regulatorische Anforderungen weiter an.
Für Christian Baierl, Vorstand der Renaissance Immobilien & Beteiligungen AG, ist deshalb klar: „Die Lösung der Wohnungsfrage liegt längst nicht mehr primär auf der grünen Wiese. Die Lösung steht bereits in unseren Städten – in leerstehenden Industriearealen, historischen Gebäuden und untergenutzten Bestandsimmobilien.“
Während viele Neubauprojekte aufgrund von Finanzierungslücken, Materialkosten und Genehmigungsverfahren verschoben oder ganz gestoppt werden, liegt ein enormes Potenzial direkt vor unserer Haustür: der Gebäudebestand.

Bestandsimmobilien nutzen spart eit und Geld / © pixabay.com – One_Second_Photo
Stadtquartiere bieten enorme Chancen
Gerade Nordrhein-Westfalen mit seinen historischen Industrie- und Stadtquartieren bietet hierfür enorme Chancen. Allein in Städten wie Wuppertal stehen zahlreiche denkmalgeschützte Objekte, ehemalige Gewerbeareale und historische Immobilien für eine neue Nutzung bereit.
Die Renaissance Immobilien & Beteiligungen AG setzt seit Jahren genau auf diesen Weg: Statt Abriss und Neubau fokussiert sich das Unternehmen auf die Revitalisierung von Bestands- und Denkmalimmobilien.
Ein Beispiel dafür ist das Areal Hardt & Pocorny in Radevormwald – eine ehemalige Tuchfabrik, die heute zu einem modernen Wohn- und Lebensquartier transformiert wird.
„Bauen im Bestand ist nicht nur nachhaltiger. Es ist oft schneller, wirtschaftlicher und identitätsstiftender als jeder Neubau“, so Baierl. Die aktuelle Krise im Wohnungsbau zeigt vor allem eines:
Deutschland braucht keinen weiteren Fokus auf immer neue Bauflächen – Deutschland muss lernen, das zu nutzen, was bereits da ist. Denn der Wohnraum der Zukunft muss nicht erst gebaut werden. Er existiert oft bereits.
Quelle / Fotos: Renaissance AG / © pixabay.com







