Fußball-Bundesliga 2021: Wer ist der meist gesuchte Newcomer?

Am 13.08. startete die Bundesliga in ihre 59. Saison. Mit von der Partie sind u.a. neue Gesichter innerhalb der Kader, die sich die Bundesliga-Clubs trotz Corona insgesamt ca. 418 Millionen Euro kosten ließen. Auch wenn Fans aufgrund der coronabedingten Verlegung der EM in diesen Sommer nicht lange ohne Fußball ausharren mussten, sind Viele froh, dass der Ball wieder rollt.

Wie immer arbeiteten die Vereine derweil in der Pause mit Hochdruck daran, an den Stellschrauben in der Kaderplanung für die neue Saison zu drehen. Die Vergleich.org-Redaktion hat ausgewertet, für welchen Newcomer der Bundesliga-Vereine sich die Internet-Nutzer*innen zum Zeitraum des Transfers am meisten interessiert haben – hier sind die Ergebnisse!

Platz 1: Marcel Sabitzer!

Kurz vor dem Schluss des Transferfensters konnte sich Bayern München für 15 Mio. Euro die Dienste von Marcel Sabitzer sichern. Mit der Philosophie des ehemaligen Leipziger Trainers Nagelsmann ist Sabitzer bereits vertraut und braucht wohl keine lange Eingewöhnungszeit beim Rekordmeister. Den Leipzigern fehlt damit eine wichtige Stütze, die maßgeblich an der Erfolgsgeschichte der letzten Jahre Anteil hatte.

Der österreichische Nationalspieler war bereits als Kind Bayern-Fan und im Alter von 14 sogar beim Probetraining – 13 Jahre später hat es nun mit einem Engagement geklappt. Mit 413.930 Online-Suchanfragen zum Zeitpunkt des Transfers ist Sabitzer auf Platz 1 der meistgesuchten Newcomer.

Platz 2: Kevin-Prince Boateng!

Mit mittlerweile 34 Jahren und unzähligen Stationen im Ausland kehrt der Bruder von Ex-Bayern-Spieler Jérôme Boateng wieder in die Bundesliga und zu seiner Hertha zurück. Gespielt hat er seither nie mehr als 60 Minuten am Stück, fungiert jedoch abseits des Platzes oft als Pusher und “Trainer”, wie Coach Pál Dardai zuletzt konstatierte.

Hertha ist bereits die zehnte Station von Boateng innerhalb der letzten 7 Jahre, mit Abstechern nach Italien, Türkei oder auch nach Spanien zum FC Barcelona. Bei Hertha will er nun ankommen, Dardai sieht in ihm sogar den zukünftigen Trainer der Hertha. Mit 288.860 Online-Suchanfragen zum Transfer-Zeitpunkt liegt Kevin-Prince Boateng auf Platz 2.

Platz 3: Niklas Dorsch!

Auf Platz drei der beliebtesten Newcomer landet Niklas Dorsch mit 229.270 Suchanfragen. Von 2013 bis 2018 durchlief er die Jugendabteilungen des FC Bayern. Bis auf einen Kurzeinsatz im Profiteam, bei dem er prompt einen Treffer beisteuerte, bekam er jedoch keine Chance bei den Münchnern.

Nach Zwischenstationen in Heidenheim und Gent, wo er allerdings nicht wirklich glücklich wurde, und einer starken U21-EM, wo er mit seinen kämpferischen Leistungen an Mentalitätsmonster wie Bastian Schweinsteiger oder Joshua Kimmich erinnerte, heuert er nun bei Augsburg mit der Hoffnung auf Spielpraxis an.

Meistgesuchte Bundesliga-Newcomer
Meist gesuchte Bundesliga-Newcomer / © vergleich.org

Platz 4: Dayot Upamecano!

Der französische Nationalspieler wechselte dank einer Ausstiegsklausel in Höhe von 42,5 Mio. Euro von Leipzig nach München. In Leipzig war er trotz seiner 22 Jahre bereits lange fester Bestandteil der Hintermannschaft.

Zusammen mit Nagelsmann und Sabitzer ist es der dritte Neuzugang, den die Münchner vor der Saison aus Leipzig lotsten (insgesamt ca. 70 Mio Euro). Insgesamt hat Bayern damit 21 Spieler in den letzten zehn Jahren von anderen Bundesligavereinen verpflichtet – Upamecano ist der wertvollste unter ihnen. Mit 150.570 Suchanfragen landet er auf Platz 4.

Platz 5: André Silva!

In Frankfurt bildete André Silva mit Luka Jović ein furioses Sturmduo und empfahl sich in der letzten Saison mit 28 Treffern nachdrücklich für höhere Aufgaben. In Leipzig sah er die Chance, in der Champions League zu spielen, die Frankfurt im Endspurt der letzten Saison verpasst hatte.

Ganze 23 Mio. Euro ließ sich Leipzig den Spanier kosten, der u.a. den zu Chelsea abgewanderten Werner ersetzen soll. Bislang ging das Gedankenspiel der Leipziger nicht auf, erst zwei Tore sowie Vorlagen stehen bei Silva zu Buche. Noch hat er jedoch Zeit, die hohen Erwartungen an ihn zu erfüllen. Mit 105.900 Suchanfragen landet er auf Platz 5.

Platz 6: Lukas Nmecha!

  • 90.020 Suchanfragen
  • heuert nach 2019 zum zweiten Mal bei den Wolfsburgern an, damals blieb er nur ein halbes Jahr
  • Neu-Coach der Wolfsburger Mark Van Bommel wollte Nmecha unbedingt, dieses Gefühl hatte er beim alten Coach Glasner nicht
  • hat eine überragende U21-EM gespielt, laut eigener Aussage ist er, vor allem durch die Spielpraxis, die er Anderlecht sammeln konnte, ein besserer Spieler als noch vor zwei Jahren

Platz 7: Donyell Malen!

  • 78.610 Suchanfragen
  • als Ersatz von Sancho, der zu Manchester United wechselte, tritt er in große Dortmunder Fußstapfen
  • konnte bisher noch nicht vollends überzeugen und sein ganzes Potential abrufen
  • allerdings wurde von Anfang an zur Geduld gemahnt, da er vor allem ein anderer Spielertyp als der technisch versierte Sancho ist

Platz 8: Luca Waldschmidt!

  • 69.670 Suchanfragen
  • kam von Lissabon, wo er Teamkamerad von Julian Weigl aus Dortmund war, und wollte mit Blick auf die DFB-Elf wieder in der Bundesliga spielen
  • wuchs in einer fußballbegeisterten Familie auf, in seiner Zeit in Freiburg ist er zum Bundesligaspieler gereift
  • offensiv flexibel einsetzbarer Spieler, in Lissabon gelangen ihm in 27 Spielen 7 Tore und zwei Vorlagen

Platz 9: Omar Richards!

  • 52.520 Suchanfragen
  • kam ablösefrei nach 8-jährigem Engagement beim englischen Zweitligisten FC Reading zum Rekordmeister
  • wurde in England vom Offensivspieler (sein Vorbild ist Man City´s David Silva) zum Verteidiger umgeschult
  • wichtiger Transfer ob der defensiv angespannten Personallage beim Rekordmeister Bayern München zu Saisonbeginn, durfte bislang jedoch nur 62 Minuten in der Bundesliga spielen

Platz 10: Gregor Kobel!

  • 50.320 Suchanfragen
  • zuvor Hoffenheimer Torhüter, der aufgrund der Konkurrenz zu Oliver Baumann an Augsburg und Stuttgart verliehen wurde
  • mit sehr guten Leistungen in Stuttgart hat er die großen Clubs auf sich aufmerksam gemacht
  • in Dortmund ist er schon jetzt die erhoffte Verstärkung und konnte mit Glanzparaden wichtige Punkte sichern, Patzer wie Roman Bürki hat er sich bislang nicht geleistet

Fotos / Quelle: vergleich.org

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