Gemeinsames Kaffeefarmer-Projekt von Fairtrade und Tchibo in Honduras gestartet

Kitas für die Kinder, Maschinen und Schulungen für die Erwachsenen: mit diesen Maßnahmen sollen die Arbeits- und Lebensbedingungen der Kaffeefarmer in den unterstützten Kooperativen Schritt für Schritt verbessert werden. Auch dieses zweite gemeinsame Projekt von Tchibo und Fairtrade ist für einen Zeitraum von drei Jahren angelegt. Tchibo investiert damit im Rahmen seines umfangreichen Engagements weiter in eine nachhaltige Kaffee-Lieferkette.

María Esperanza López ist für Viele ein Vorbild: Seit zehn Jahren ist die Kaffeefarmerin Geschäftsführerin der Kooperative Copranil aus der Region Cópan. 160 aktive Mitglieder hat die kleine Kaffee-Gemeinschaft im Westen von Honduras; sie liegt in einem Gebiet, das neben seinen berühmten Maya Ruinen für seine herausragende Kaffeequalität bekannt ist.

Zusammengeschlossen haben sich die Kleinbauern bereits vor 16 Jahren, seit 2015 ist die Kooperative Fairtrade zertifiziert. Jedes Mitglied verfügt im Durchschnitt über 2,5 Hektar, gemeinsam werden rund 308 Tonnen Kaffee pro Jahr produziert. Die beiden anderen unterstützten Kooperativen, Cocrebistol und Probeca, liegen in der Region Ocotepeque.

Tchibo Kaffeefarmer-Projekt mit Fairtrade in Honduras
Tchibo Kaffeefarmer-Projekt mit Fairtrade in Honduras

Kita-Projekt
Rechtzeitig zur Ernte der Kaffeekirschen wurde im November mit der Einrichtung von vier Kitas für die insgesamt 150 Kinder der Kaffeebauern und Erntehelfer gestartet. Die Kitas bieten den Kindern eine Betreuung, während die Eltern bei der Ernte sind.

So müssen die Kinder nicht auf dem Feld spielen (denn dieses ist oftmals gefährlich abschüssig) oder gar beim Pflücken helfen. Außerdem werden die Kinder medizinisch betreut und erhalten zwei Mahlzeiten pro Tag. María Esperanza López ist sehr stolz auf die eigenverantwortliche Errichtung der Kitas, denn diese sind in Honduras eine Seltenheit.

Der Projektplan wurde mit den Kooperativen-Mitgliedern gemeinsam ausgearbeitet. Dementsprechend hoch ist auch das Engagement aller Beteiligten: mit vereinten Kräften, eben mit „joint forces“. Es geht es um eine ganzheitliche Betrachtung der Lebensverhältnisse der am Kaffeeanbau beteiligten Farmer, Pflücker und Familien.

Und dazu gehört auch, weitere Familien zu motivieren, während der Erntezeit ihre Kinder in die Kitas zu bringen sowie Frauen aus der Gemeinschaft zu befähigen, Verantwortung im Farmmanagement und in den Kooperativen zu übernehmen. In die Qualität des Kaffees wird ebenso investiert: Mit neuen Maschinen und verbesserter Ausstattung. Denn: je höher die Qualität des Kaffees, desto höher sind die Verkaufserlöse.

Nachhaltiges Engagement vor Ort
„Gemeinsam mit Fairtrade verbessern wir die Arbeits- und Lebensbedingungen von Kaffeebauern, Erntehelfern und ihren Familien. Gleichzeitig investieren wir in eine nachhaltige Kaffee-Lieferkette. Unser Engagement in Honduras ist ein weiterer Schritt auf unserem ambitionierten Weg zu einer nachhaltigen Geschäftstätigkeit „, so Nanda Bergstein, Direktorin Unternehmensverantwortung bei Tchibo.

Neben Tchibo und Fairtrade Deutschland sind die CLAC (die Fairtrade-Produzentenorganisation Lateinamerika) sowie ein Tchibo Partner vor Ort im Joint Forces Projekt eingebunden. „Wir freuen uns über das erneute Engagement von Tchibo, nach Brasilien nun auch Fairtrade Kleinbauern in Honduras zu unterstützen.

Verbesserte Anbaumethoden und höhere Kaffeequalität, aber besonders eine langfristige Handelspartnerschaft, sind das Ziel des gemeinsamen Programms. Das Projekt zeichnet sich durch einen hohen Grad an Wissenstransfer und eine enge Zusammenarbeit mit den Projektpartnern in Honduras aus“, so Dieter Overath, Vorsitzender Transfair/ Fairtrade Deutschland.

Foto / Quelle: Tchibo GmbH, www.tchibo.com

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