Schon raus aus der Krise? Hamburg atmet auf

Rund 470.000 Übernachtungen im Juni, 966.000 im Juli und nun 1.35 Mio. im August: nach dem Ende des Lockdowns arbeitet sich die Hamburger Tourismuswirtschaft mit großer Kraft aus dem Krisenmodus. Wirtschaftssenator Michael Westhagemann:

„Die Zahlen machen Mut. Es ist beeindruckend, wie sich unsere Tourismusbranche den Herausforderungen stellt und innerhalb kürzester Zeit wieder ein so hohes Niveau an Gästezahlen bewältigt. Ein großes Lob dafür, denn dahinter steckt eine enorme Kraftanstrengung. Das sehen wir und sind dankbar, dass es nun weitergeht und sich die Mühe auszahlt.“

Michael Otremba, Geschäftsführer von Hamburg Tourismus GmbH, zieht ein positives Zwischenfazit zum Restart: „Die Zahlen drücken aus, was wir aktuell in der Stadt erleben: Die Gäste sind zurück und damit auch die lang vermisste quirlige Atmosphäre. Und sie zeigen eindrücklich, dass Hamburg seine Anziehungskraft nicht eingebüßt hat.“

Die Entwicklung der Gästezahlen in den ersten Monaten nach dem Ende des Lockdowns ist in Hamburg deutlich positiv. Auch im Vergleich mit anderen Metropolen in Deutschland oder Europa zieht die Nachfrage in Hamburg etwas schneller an. Laut Statistikamt Nord lag beispielsweise die durchschnittliche Zimmerauslastung in Hamburg im August bei 69,4 Prozent.

Anlässe wie beispielsweise der Kultursommer Hamburg, das Anlaufen der Musicals oder die erfolgreiche Durchführung des ITS World Congress sorgen kontinuierlich für positive Schlagzeilen und steigende Gästezahlen. „Durch die enorme Reichweite unserer Restart-Kampagne und zahlreiche Kommunikationsmaßnahmen mit Partnern wie beispielsweise der Deutschen Bahn war Hamburg in den vergangenen Monaten in Deutschland omnipräsent.

Elbphilharmonie Hamburg
Restart geglückt / © Hamburg Marketing GmbH / Fotograf: www.instagram.com/sascha_b_hambu

Hamburg hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet“, so Otremba. Andererseits zeigt folgender Vergleich das Ausmaß der Herausforderungen für die Branche: In den ersten acht Monaten des Jahres summiert sich die Anzahl der Übernach-tungen auf 3,6 Mio. Im verleichbaren Zeitraum 2019 waren es 10,2 Mio. Übernachtungen.

Von den 3,6 Mio. Übernachtungen entfallen 84,5 Prozent auf Gäste aus Deutschland. 15,5 Prozent sind Gästen aus dem Ausland zuzuschreiben. Die Gästezahlen aus dem Ausland steigen wieder stetig an. Dabei sticht heraus, dass Gäste aus Dänemark mit 96.880 Übernachtungen den mit Abstand größten Anteil ausmachen. Gefolgt von Gästen aus der Schweiz (54.097), den Niederlanden (42.696), Österreich (42.205) und Polen (32.278).

Große Begeisterung und positive Aussichten

Laut einer aktuellen Umfrage von Appinio zur Reisebereitschaft der Deutschen planen 27 Prozent der befragten Deutschen in den kommenden 12 Monaten ziemlich sicher eine Reise mit mindestens einer Übernachtung zu Urlaubs- und Freizeitzwecken nach Hamburg. Damit liegt Hamburg deutlich an der Spitze.

Genährt werden die Reiseabsichten zu einem großen Anteil durch die hohe Bedeutung des Reisens für das persönliche Wohlbefinden. Die lange Isolation hat dazu geführt, dass die Sehnsucht nach dem Ausbruch aus dem Alltag, persönlichen Begegnungen und realen Erlebnissen stark ausgeprägt ist.

Hamburg bietet mit zunehmenden Erlebnismöglichkeiten wie dem umfassenden Kultur- und Kulinarikangebot oder beliebten Klassikern wie dem Hamburger DOM und den möglichen Weihnachtsmärkten vielfältige Argumente für eine Städtereise.

Gepaart mit zugkräftigen Reiseanlässen wie den Premieren von Disneys DIE EISKÖNIGIN sowie Harry Potter und das verwunschene Kind blickt Michael Otremba optimistisch auf die weitere Erholung der Nachfrage: „Hamburg wird weiter sehr präsent sein.

Unsere aktuellen Marktforschungsdaten und die Gespräche mit der Reiseindustrie machen uns Hoffnung, dass Hamburg dank des großen Zusammenhalts und der herausragenden Gastgeber gestärkt aus der Krise hervorgehen wird.“

Fotos / Quelle: hamburg-tourismus.de

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