6 Maßnahmen für Datensicherheit im Unternehmen

Unternehmen heben in Umfragen oft die Wichtigkeit der Datensicherheit hervor, doch in Realität werden die notwendigen Schritte nicht immer unternommen. Viele IT-Experten, die für die Sicherheit der Unternehmensdaten verantwortlich sind, räumen ein, dass sie mit Schwierigkeiten konfrontiert sind.

Doch mit dem Wachstum eines Unternehmens steigt zwangsläufig auch die Menge an Daten, die erstellt, verwaltet und gespeichert werden müssen. Deshalb ist es wichtig, von Anfang an Sicherheitsaspekte in den Fokus zu rücken. Dieser Artikel stellt 6 grundlegende Maßnahmen vor, mit denen sich Unternehmen effektiv vor Datenverlust und Cyberbedrohungen schützen können.

Datensicherheit ist ein grundlegendes Anliegen für jedes Unternehmen
Datensicherheit ist ein grundlegendes Anliegen für jedes Unternehmen / (c) Foto von Sigmund auf Unsplash

1. Daten in einer Cloud sichern

Die Sicherung von Unternehmensdaten in einer Cloud ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um die Datensicherheit zu gewährleisten. Ein Cloud-Speicher ermöglicht den sicheren Zugriff auf Daten von verschiedenen Geräten und Standorten aus. Die Daten werden in hochsicheren Rechenzentren gespeichert, die durch physische und digitale Sicherheitsmaßnahmen geschützt sind. Dies gewährleistet, dass die Daten vor physischen Schäden und unbefugtem Zugriff geschützt sind.

Außerdem bietet eine Cloud vom Experten Backups, um Datenverlust durch Hardwarefehler zu verhindern. Dies erhöht die Verfügbarkeit und Integrität der Daten. Unternehmen sollten jedoch sicherstellen, dass sie einen vertrauenswürdigen Cloud-Anbieter auswählen und robuste Zugriffskontrollen implementieren.

2. Nicht am Webhosting-Anbieter sparen

Webhosting ist der Prozess, bei dem Unternehmen Speicherplatz auf einem Server mieten, um ihre Websites oder Webanwendungen im Internet zugänglich zu machen. Der Webhosting-Server fungiert als ein leistungsstarkes Rechenzentrum, das permanent mit dem Internet verbunden ist und somit von überall aus erreichbar ist.

Eine Webhosting-Lösung muss verschiedenen Kriterien gerecht werden. Langsame Ladezeiten, häufige Ausfälle und begrenzter Speicherplatz können nicht nur potenzielle Besucher abschrecken, sondern sich auch nachteilig auf das Ranking einer Website in Suchmaschinen auswirken. Eine zuverlässige Webhosting-Lösung hingegen garantiert schnelle Ladezeiten, hohe Verfügbarkeit und ausreichend Speicherplatz, um den Anforderungen einer modernen Website gerecht zu werden.

Zusätzlich spielen Aspekte wie Verschlüsselung und Datensicherheit eine bedeutende Rolle, um sensible Informationen, beispielsweise Kundendaten, zuverlässig vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Die Wahl eines schlechten Hosting-Anbieters kann zu häufigen Ausfällen und Sicherheitslücken führen.

3. Firmennetzwerk mit Unternehmens-VPN sichern

Ein Unternehmens-VPN (Virtual Private Network) ist eine wesentliche Komponente der Datensicherheitsstrategie eines Unternehmens. Es ermöglicht den sicheren Datenaustausch über das Internet und schützt sensible Unternehmensinformationen vor potenziellen Bedrohungen.

Ein Unternehmens-VPN hat folgende Vorteile:

  • Verschlüsselung: Ein VPN verschlüsselt den Datenverkehr, wodurch verhindert wird, dass Dritte auf vertrauliche Informationen zugreifen. Dies ist besonders wichtig bei der Übertragung von vertraulichen Dokumenten und sensiblen Daten.
  • Schutz vor Malware und Phishing: Ein VPN kann schädlichen Websites und Phishing-Versuchen vorbeugen, indem es den Datenverkehr filtert und potenziell gefährliche Websites blockiert.
  • Einhaltung von Vorschriften: Ein VPN kann dabei helfen, Datenschutzvorschriften einzuhalten, da es die Sicherheit der Datenübertragung verbessert und das Unternehmen so vor möglichen Bußgeldern schützt.
  • Standortunabhängigkeit: Mit einem VPN können Mitarbeiter sicher auf Unternehmensressourcen zugreifen, unabhängig von ihrem Standort. Dies steigert die Flexibilität und Produktivität der Belegschaft.
  • Verhinderung von Bandbreitenproblemen: VPNs ermöglichen Unternehmen, ihre Bandbreite besser zu verwalten und Engpässe zu vermeiden, die zu langsamem Internetzugang führen können.

4. Sicherheitsvorkehrungen im Homeoffice treffen

Die zunehmende Verlagerung der Arbeitswelt ins Homeoffice hat viele Vorteile, aber es ist auch wichtig, die damit Sicherheitsrisiken ernst zu nehmen. Die Gefahr von Datenpannen im Homeoffice wird häufig unterschätzt und es ist entscheidend, Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

Hier einige wichtige Maßnahmen für Datensicherheit im Homeoffice:

  • Sichere Netzwerke: Es sollte nur mit einem sicheren WLAN gearbeitet werden. Dies umfasst die Verwendung starker Passwörter für WLAN und Router sowie die Aktualisierung von Firmware und Software.
  • VPN-Nutzung: Ein VPN verschlüsselt die Datenübertragung und schützt vor unerwünschten Zugriffen.
  • Sichere Arbeitsgeräte: Im Homeoffice sollten ausschließlich sichere und aktualisierte Geräte für die Arbeit zum Einsatz kommen. Dies minimiert das Risiko von Malware-Infektionen und Datenverlust.
  • Regelmäßige Updates: Software und Anwendungen sollten stets auf dem neuesten Stand sein, um Sicherheitslücken zu schließen.

Ein VPN ist für Homeoffice-Arbeitnehmer besonders wichtig, denn als Arbeitgeber hat man keine Kontrolle darüber, wo sie arbeiten. In Cafés und anderen öffentlichen Orten sind öffentliche WLAN-Netzwerke häufig unverschlüsselt und anfällig für Man-in-the-Middle-Angriffe. Ein VPN hilft, Unternehmensdaten selbst dann zu schützen, wenn Mitarbeiter von unsicheren Netzwerken aus arbeiten.

5. Regelmäßige Datenschutzschulungen durchführen

Die Einhaltung von Datenschutzvorschriften beginnt mit der Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, da sie regelmäßig mit personenbezogenen Daten in Berührung kommen. Durch Schulungen lassen sich Datenschutzverletzungen aufgrund von Unwissenheit besser vermeiden.

Obwohl die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) keine direkte Schulungspflicht vorschreibt, legt sie indirekt nahe, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Datenschutzfragen geschult werden sollten.

Zudem können Schulungsnachweise im Falle einer Datenschutzverletzung Sanktionen seitens der Datenschutzaufsichtsbehörden mildern. Wenn der Verantwortliche beispielsweise nicht nachweisen kann, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausreichend geschult wurden und es zu einer Datenschutzverletzung kommt, könnte dies die Höhe einer Geldbuße beeinflussen.

Es ist essenziell, dass Datenschutzschulungen regelmäßig durchgeführt werden, damit das Wissen auf dem neuesten Stand bleibt. Es wird empfohlen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter je nach Tätigkeitsbereich alle ein bis zwei Jahre zu schulen. Zusätzlich ist es wichtig, dass die Teilnehmenden nach der Schulung einen Nachweis, beispielsweise in Form eines Teilnahmezertifikats, erhalten, um im Ernstfall die Teilnahme nachweisen zu können.

6. Keine privaten Geräte für die Arbeit

Die Nutzung privater Geräte für berufliche Zwecke, auch bekannt als „Bring Your Own Device“ (BYOD), kann zwar auf den ersten Blick praktisch erscheinen, birgt jedoch erhebliche Sicherheitsrisiken. Oftmals sind sich Unternehmen der potenziellen Gefahren nicht bewusst.

Die Verwendung privater Geräte für Arbeitszwecke ist problematisch, da private Geräte oft nicht den Sicherheitsstandards des Unternehmens entsprechen. Diese Geräte können mit Malware infiziert oder schlecht konfiguriert sein und den Zugriff auf vertrauliche Unternehmensdaten gefährden. Ebenso besteht die Gefahr, dass private Geräte verloren gehen oder gestohlen werden, was zu erheblichen Datenschutzverletzungen führen kann.

Es ist daher unerlässlich, klare Richtlinien für die Nutzung von Unternehmensgeräten und -software durch die Mitarbeiter festzulegen. Dies gewährleistet die Einhaltung der Sicherheitsstandards und schützt gleichzeitig die Vertraulichkeit und Integrität der Unternehmensdaten. Unternehmen sollten Mitarbeiter dazu auffordern, ausschließlich die für den Arbeitszweck bereitgestellten Geräte und Ressourcen zu nutzen, um die Datensicherheit zu gewährleisten und potenzielle Datenschutzverletzungen zu minimieren.

Datensicherheit sollte Priorität habe

Die Datensicherheit ist ein grundlegendes Anliegen für jedes Unternehmen. Die oben genannten Maßnahmen sind entscheidend, um die Datensicherheit zu erhöhen und die Risiken von Datenverlust und Cyberangriffen zu minimieren. Durch die sichere Speicherung von Daten in der Cloud, die Verwendung von VPNs, die Schulung der Mitarbeiter und die Implementierung von Richtlinien für das Arbeiten im Homeoffice kann man die Daten im Unternehmen wirksam schützen. So wird der IT-Sicherheit endlich die erforderliche Priorität eingeräumt.

Quelle / Foto: (c) Redaktion

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