Erben – verzweifelt gesucht

Ein Ehepaar in Hamburg verstirbt und hinterlässt ein gewisses Vermögen. Ob und wie viele erbberechtigte Angehörige es gibt, ist nicht ganz klar. Also müssen die möglichen Erben erst mühsam recherchiert werden. Fälle, wie diese, gibt es immer wieder – da sind Experten gefragt. Leider tummeln sich im Bereich der Erbenermittlung auch schwarze Schafe.

Sie lassen sich eine Vollmacht für das Nachlassgericht ausstellen und überweisen dann den Betrag nicht. Ärgerlich für die Erben, die sich schon um ein paar tausend Euro reicher fühlten. Umso wichtiger ist es, sich an seriöse Spezialisten zu wenden, die auf die internationale Erbenermittlung spezialisiert sind.

Mühsame Suche nach Hinterbliebenen
Wenn die Nachlassgerichte an ihre Grenzen stoßen, werden Spezialisten gesucht. Und der Grund, weshalb eine Detektei letztendlich beauftragt wird, ist immer gleich: Die rechtmäßigen Erben der Nachlässe werden gesucht, damit der Erbanteil übergeben werden kann.

Das muss nicht unbedingt ein kleines Vermögen sein, auch Erinnerungsfotos, Möbel, Antiquitäten oder Trödel gehören dazu. Und die Arbeit kann sehr mühsam sein. Ganz akribisch, wie bei CSI-Teams, werden Spuren gesucht und Puzzleteile zusammengesetzt – Urkunden, Auszüge aus Gemeinde- oder Kirchenbüchern, Archive, Tagebücher, Fotos, alte Briefe.

Es gibt Dinge, da müssen Profis ran
Es gibt Dinge, da müssen einfach nur die Profis ran   (c) pixabay

Es muss nicht sein, dass die Angehörigen noch in Deutschland leben. Immer mehr ältere Menschen haben Angst vor der Altersarmut und verbringen ihren Lebensabend im günstigeren Ausland. Manche vermeintlichen Erben sind auch bewusst ausgestiegen und wollen gar nicht gefunden werden.

Das Ende der Suche
Im positiven Fall sind nach monatelangen Recherchen und teilweise weltweiten Suchaktionen die Angehörige gefunden. Damit ist die verzweifelte Suche nach möglichen Erben abgeschlossen. Natürlich treibt eine Detektei diesen Aufwand nicht für ein herzliches Dankeschön. Die Honorare liegen bei einem Anteil von 20 bis 30 Prozent am Auszahlungsbetrag.

Das ist auch davon abhängig, welche Leistungen angeboten werden. Geht es beispielsweise nur um die Erbenermittlung oder gehört auch eine notarielle und juristische Beratung dazu. Da wundert es nicht, dass spezialisierte Detekteien oft erst ab einer gewissen Erbsumme tätig werden.

Schließlich muss sich der ganze Aufwand auch irgendwo rechnen. Und im Gegensatz zu Anwälten werden Erbermittler nur im Erfolgsfall bezahlt. Natürlich gibt es auch den Fall, dass keine Erben zu finden sind. Der Profiteur ist dann das Bundesland oder der Stadtstaat, wie in unserem Fall Hamburg.

Allerdings muss das nicht bedeuten, dass die Stadt die Erbsumme behalten darf. Schließlich können auch verschollene Erben plötzlich wiederauftauchen. Das muss aber innerhalb von dreißig Jahren sein, denn solange hat ein Angehöriger Anspruch auf sein Erbe.

Foto: (c) pixabay

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