Stiftung Warentest vergleicht private Rentenversicherungen 2017

In der aktuellen Ausgabe 04/2017 hat Stiftung Warentest den „Private Rentenversicherung Test“ gemacht und diverse Formen der privaten Altersvorsorge im vergleich gegenübergestellt. Im schlimmsten Fall erhalten Sparer nach Vertragsende weniger an Rente als sie eingezahlt haben, so die erschreckende Erkenntnis der Experten.

Was können Verbraucher tun, die in 2017 mit ihrer privaten Altersvorsorge beginnen wollen oder bereits eine Rentenversicherung abgeschlossen haben? Hier die Empfehlungen der Stiftung Warentest.

Private Rentenversicherung Test der Stiftung Warentest 2017
Die Fachleute der Finanztest haben 21 Versicherer zur garantierten Ablaufleistung ihrer Policen befragt. Lediglich sechs der 21 Gesellschaften konnten garantieren, dass am Ende der Vertragslaufzeit mindestens die über die Jahre eingezahlte Summe ausgezahlt werden kann.

Im Umkehrschluss können 15 Versicherer nicht garantieren, dass der Sparer mit seiner privaten Rentenversicherung keine Verluste macht. Im schlimmsten Fall also, zeigt der Private Altersvorsorge Test 2017 der Stiftung Warentest, sichern sich Sparer keine Zusatzrente, sondern zahlen womöglich noch drauf.

Die Kosten für die Gesundheitsversorgung steigen
Die Kosten für die private Altersvorsorge steigen ständig weil es keine Zinsen gibt

Rentenversicherung Rechner: Private Altersvorsorge sinnvoll und wichtig
Diese Erkenntnis dürfte viele Verbraucher zu Recht verunsichern. Trotzdem bleibt festzuhalten, dass eine Private Altersvorsorge an Bedeutung gewinnt. Wer im Alter keinen finanziellen Abstieg erleiden will, muss privat vorsorgen. Bereits jetzt prognostizieren Experten eine steigende Altersarmut und die Überlastung der gesetzlichen Rentenversicherung.

Mit einem Rentenrechner bzw. Rentenschätzer können anhand der Rentenformel mit den Entgeltpunkten die zukünftigen Rentenansprüche auch online berechnet werden. Hierbei kann die individuelle Versorgungslücke im Alter ermittelt und die Private Altersvorsorge entsprechend gewählt werden. Einen kostenlosen Rentenversicherung Rechner gibt es online auf http://www.altersvorsorge-test-vergleich.de/rechner-rente-berechnen/

Versicherer steigen aus der Riester-Rente aus
Einige Versicherer können aktuell aufgrund zu hoher Kosten und der niedrigen Zinsen am Markt die eingezahlten Beiträge nicht mehr am Ende des Vertrags nicht mehr garantieren. Da die staatlich geförderte Riester-Rente jedoch gerade diese garantierte Mindestablaufleistung gesetzlich vorgibt, sind bereits einige Rentenversicherer ausgestiegen und bieten keine Riester-Rente mehr an, schreibt die Stiftung Warentest.

Darauf reagieren viele Gesellschaften mit neuen Altersvorsorge Produkten, zum Beispiel der sogenannten „Neuen Klassik“. Finger weg, lautet hier die Empfehlung der Stiftung Warentest. Denn eine Private Rentenversicherung, die die nötige Zusatzrente im Alter nicht garantieren kann, tauge nicht zur Altersvorsorge.

Garantierte Ablaufleistung aber keine Rendite
Im umgekehrten Fall bieten die neuen Rentenversicherungen zwar eine garantierte Ablaufleistung mindestens in Höhe eingezahlten Beiträge. Dafür bleibt jedoch die Rendite auf der Strecke. Betrug der Garantiezins noch vor einigen Jahren 4 Prozent pro Jahr, ist er auf mittlerweile nur noch 0,9 Prozent gesunken. Somit kann die Rendite nicht einmal mehr die jährliche Inflationsrate von etwa zwei Prozent ausgleichen.

Private Rentenversicherungen genau vergleichen
Wer aktuelle mit der privaten Altersvorsorge beginnen möchte, sollte die angebotenen Rentenversicherungen also genau vergleichen. Für Sparer mit Kindern kann sich weiterhin die Riester-Rente mit der jährlichen Grundzulage und den Zulagen für jedes Kind lohnen.

Für Beamte, Selbständige und Angestellte mit hohem Einkommen kann die steuerlich begünstigte Rürup-Rente (Basisrente) sinnvoll sein. In jedem Fall sollten die von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich hohen Kosten verglichen werden und die Ergebnisse aus dem Rentenversicherung Test der Stiftung Warentest berücksichtigt werden.

Foto: pixabay

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