Hamburger Blumengroßmarkt: Geschichte und Tradition

Der Hamburger Blumengroßmarkt gilt seit mehr als 200 Jahren als fester Bestandteil der Metropolregion Hamburg. Hier treibt der Handel mit Blumen und anderen Zierpflanzen bis heute große Blüten. Im folgenden Artikel steht, wie sich der Hamburger Blumengroßmarkt im Laufe der Zeit entwickelt hat.

Vom Blumenfeld bis zum Hopfenmarkt

Schon vor dem 17. Jahrhundert zählten das Hamburger Stadtgebiet und Bardowick zu den größten Lieferanten für Gemüse, Getreide und Zierpflanzen. Doch mussten die Norddeutschen damals kilometerweite Fußmärsche für einen Strauß Blumen zurücklegen, heutzutage kann man dagegen problemlos online Blumen versenden lassen.

Wie praktisch: Die Blumenhändler aus dem Internet liefern nicht nur pünktlich, sie garantieren ihren Kunden auch beste Qualität. Die Schnittblumen kommen nämlich frisch vom Feld und erreichen ihren Empfänger unversehrt in einer sicheren Verpackung.

Im 18. Jahrhundert wurden die Feldfrüchte aus dem Umland auf verschiedenen Märkten der Hansestadt angeboten. Am Speersort und Messberg, auf dem Deichtormarkt und dem Hopfenmarkt, wobei letzterer als Ursprung des heutigen Blumengroßmarkts gilt.

Bei dem Stadtrundgang „Vom Rathaus zur Alten Börse“ kann man mehr über die Geschichte dieses alten Stadtkerns erfahren. Zum Ende des 18. Jahrhunderts gab es hier 98 Gärtnerstände unter freiem Himmel. Im 19. Jahrhundert kommen weitere Blumenmärkte hinzu, die zusammen mit Wochenmärkten wie dem Großneumarkt stattfinden.

Blumen erfreuen das Herz
Blumen erfreuen das Herz und passen zu fast jedem Anlass

Überdachte Markthalle für den Blumenverkauf

Im Jahr 1912 ist es endlich so weit: Die Blumen- und Zierpflanzenstände bekommen eine eigene Verkaufshalle. Der Hamburger Senat und die Bürgerschaft beschließen den Bau eines zweigeschossigen Gebäudes am Klosterwall, das heute als Markthalle bekannt ist.

Am 8. Dezember 1914 schließlich feiert der Hamburger Blumengroßmarkt seine Eröffnung. Nach dem Bau eines Runddaches im Jahr 1950 zieht der Großmarkt 1963 in die Deichtorhallen und die Gewölbe unter den Bahngleisen um.

Ab dem Jahr 1970 ist die Marktgemeinschaft Blumengroßmarkt Hamburg eG verantwortlich für die Geschäfte des Großmarktes. Ein weiterer Umzug steht 1984 an: Ab diesem Jahr verkaufen die Händler ihre Produkte in der neu gebauten Blumenhalle an der Banksstraße, wo auch der Hamburger Obst- und Gemüsemarkt zu Hause ist.

Von 1997 bis 1999 entstehen hier mit den Hallen A und E sowie dem Norddach neue Verkaufsflächen und diverse Serviceeinrichtungen. 2011 wird die Blumengroßmarkt Hamburg GmbH gegründet.

Von nun an hat die Gärtnerbörse, die Norddeutsche Gärtner- und Floristenfachmesse, einen neuen Namen: Die Norgarflor öffnet dieses Jahr vom 25. bis 26. März ihre Tore für Gartenbaubetriebe, Blumenhändler, branchennahe Institutionen und seit 2015 auch für Kleingartenvereine.

Bild: © istock.com/horstgerlach

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